Freiburg will Revanche

Pokal: Darmstadt und H96 hoffen auf Sensation

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Der SV Darmstadt sorgte in der erste Runde im DFB-Pokal für eine Riesen-Sensation. Jetzt wollen die Lilien Schalke schlagen.

Berlin - In den Mittwochspielen der zweiten DFB-Pokalrunde hoffen Darmstadt 98 und Hannover 96 auf eine Sensation. Der SC Freiburg will sich derweil beim VfB Stuttgart revanchieren.

Für Drittligist Darmstadt 98 wäre ein Weiterkommen „eine Riesensensation“, bei Hannover 96 wird schon vor dem Anpfiff über das „schwerste Pokalspiel“ gestöhnt: Eigentlich spricht in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Mittwoch nichts für die beiden Klubs - außer vielleicht die vielzitierten eigenen Pokalgesetze. Und so gehen die Darmstädter und die Hannoveraner ihre Duelle gegen Schalke 04 und Triple-Sieger Bayern München auch unter dem Motto an: Es gibt nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.

„Jeder geht davon aus, dass Bayern quasi schon weiter ist, aber die Einstellung wollen wir natürlich nicht teilen, sondern im Pokal alle Möglichkeiten nutzen, um weiterzukommen“, sagte Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner, der aber auch betonte: „Es ist das schwerste Pokalspiel, das man bekommen kann.“

Auf 96-Trainer Mirko Slomka kommt die undankbare Aufgabe zu, eine Taktik auszutüfteln, wie man den pünktlich zur Wiesn-Zeit in Fahrt gekommenen Bayern-Express aufhalten kann. Bei der 0: 2-Niederlage vor anderthalb Wochen präsentierte sich die Slomka-Elf schon recht ansehnlich, daraus schöpfen die Niedersachsen Hoffnung. „Vielleicht treten wir noch einen Tick mutiger und frecher auf“, sagte Slomka: „Ich denke, dass wir uns bei der letzten Partie in München Respekt verschafft haben.“

Titelverteidiger München wird sich aber nicht nach dem Gegner richten. „Wir müssen jetzt eine Serie hinlegen“, forderte Offensivspieler Arjen Robben in der Münchner tz. Auch die Statistik spricht für den Gastgeber, der sieben Heimspiele in Serie gegen die auswärtsschwachen 96er gewonnen hat.

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

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1. DFB-Pokal-Runde 2012/2013: Gleich sechs Bundesligisten flogen schon in der 1. Runde raus, fünf davon gegen Drittligisten oder Amateurvereine. So wie 1899 Hoffenheim, dass gegen den Regionalligisten Berliner AK mit 0:4 unter die Räder kam. © dpa
Mit dem TSV Havelse kam gegen den 1. FC Nürnbereg ebenfalls ein Regionalligist gegen einen Bundesligisten weiter. Havelse gewann 3:2 nach Verlängerung. © dpa
Drittligist Kickers Offenbach bezwang Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth mit 2:0. © dpa
Debakel für den Bundesliga-Dino: Bei Drittligist Karlsruher SC schied der Hamburger SV mit 2:4 aus. © dpa
Mit dem selben Ergebnis, allerdings nach Verlängerung, unterlag Werder Bremen bei Preußen Münster. © dpa

Die Darmstädter haben gegen Schalke 04 zwar Heimrecht, aber die Aufgabe gegen den Champions-League-Teilnehmer ist ähnlich schwer. Zwar fegten die „Lilien“ in der Pokal-Generalprobe Hansa Rostock mit 6:0 vom Platz, doch das dürfte die Schalker wenig beeindruckt haben. „Die wollen von der ersten Minute an zeigen, wie die Kräfteverhältnisse sind. Alles andere als ein Weiterkommen der Königsblauen wäre eine Riesensensation“, sagte Darmstadts Trainer Dirk Schuster.

Allerdings, und das dürfte dem 45-Jährigen und seinem Team Mut machen, war ihnen eben jene Sensation in der Auftaktrunde gelungen, als Bundesligist Borussia Mönchengladbach bezwungen wurde. Außerdem plagen Schalke Verletzungssorgen: In Julian Draxler und Kevin-Pronce Boateng fallen zwei Leistungsträger mit Knieproblemen aus, auch der Einsatz des grippeerkrankten Stürmers Adam Szalai ist fraglich.

Im Duell zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart hoffen die Freiburger auf eine Revanche für das verlorene Halbfinale der vergangenen Pokalsaison. Damals zerstörte der VfB den Breisgauern den Traum vom Finale in Berlin auf brutale Weise. SC-Trainer Christian Streich versuchte im Vorfeld jedoch, die Bedeutung des badisch-schwäbischen Duells nicht zu hoch zu hängen. „Das ist ein Pokalspiel gegen den VfB. Einer gewinnt, einer verliert“, sagte Streich.

Ein Pokalsieg würde jedoch mehr bedeuten als nur eine erfolgreiche Revanche und Zusatzeinnahmen durch eine weitere Pokalrunde. Das Streich-Team braucht nach dem schlechten Saisonstart dringend Erfolgserlebnisse. „Wir können im Moment kein Feuerwerk abbrennen oder alles niederspielen“, äußerte Streich aber, „das ist völlig illusorisch.“

SID

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