Duisburg seit 1998 wieder im Pokal-Halbfinale

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Duisburgs Goran Sukalo (Mitte) trifft zum 2:0.

Duisburg - Der MSV Duisburg hat erstmals seit 13 Jahren wieder das DFB-Pokal-Halbfinale erreicht und den Traum des 1. FC Kaiserslautern von einer baldigen Rückkehr auf die europäische Fußballbühne jäh beendet.

Der Zweitliga-Dritte feierte einen hochverdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FCK und bescherte seinem Trainer Milan Sasic im Spiel gegen dessen Ex-Klub ein freudevolles Wiedersehen. Während es für den MSV nun am 1./2. März um den Einzug ins Finale geht, können und müssen sich die Pfälzer nun ganz auf den Bundesliga-Abstiegskampf konzentrieren.

Branimir Bajic (36.) und Goran Sukalo (58.) machten vor gut 20. 000 Zuschauern den Duisburger Sieg perfekt und bescherten dem Zweitligisten einen Geldsegen von gut zwei Millionen Euro für den Einzug in die Runde der letzten Vier. Das war dem MSV letztmals 1998 gelungen, als erst im Finale gegen Bayern München (1:2) Endstation war. Genugtuung dürfte auf Duisburger Seite insbesondere Sasic verspürt haben, war der Coach doch vor gut 20 Monaten noch auf dem Betzenberg entlassen worden.

Von einem Klassenunterschied war in Duisburg nichts zu sehen. Vielmehr war es der MSV, der auf tiefem Boden mit Kampfgeist und viel Laufbereitschaft die Gäste in die eigene Hälfte zurückdrängte. Bereits in der fünften Minute hatte Stefan Maierhofer die Chance zur Duisburger Führung, als er den Ball nach Zuspiel von Olcay Sahan aus sieben Metern über das Tor setzte. Der Österreicher war es auch, der Mitte der ersten Halbzeit nach einer Ecke von Filip Trojan mit einem Kopfball den Lauterer Schlussmann Tobias Sippel zu einer Parade zwang (22.).

Fast schon folgerichtig fiel in der 36. Minute das Führungstor für die Gastgeber. Nach einer Ecke von Benjamin Kern wehrte Sippel den Ball mit einer Faustabwehr nicht weit genug ab. Maierhofer brachte den Ball zurück in die Gefahrenzone, Banjic stand am langen Pfosten völlig frei und traf unhaltbar für Sippel zum 1:0.

Vom Bundesliga-13. war dagegen in der Offensive nicht viel zu sehen. Die beste Möglichkeit besaß noch Oliver Kirch mit einem 25-m-Schuss, doch MSV-Torhüter David Yeldell war zur Stelle (27.).

Dabei war aufseiten des FCK im Vergleich zum Bayern-Spiel am vergangenen Samstag (1:5) wieder Top-Torjäger Srdjan Lakic im Team, der zuvor siebenmal im laufenden Wettbewerb getroffen hatte. Der Stürmer (18 Tore in 20 Pflichtspielen) hatte in München noch wegen einer Gelb-Roten Karte pausieren müssen, konnte sich aber kaum in Szene setzen.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild kaum. Der MSV kämpfte weiter mit Leidenschaft und ließ so kaum Torchancen des Favoriten zu. Lakic versuchte es in der 52. Minute mal mit einem Torschuss - allerdings ohne Erfolg. Anders dagegen auf der Gegenseite: Nach einem Freistoß von Kern kommt Sukalo sträflich frei zum Kopfball und trifft zum 2:0 (58.). Nur Sekunden später hätte die Partie bereits frühzeitig entschieden sein können, als Julian Koch den Ball knapp neben das Tor setzte. In der 71. Minute zwang Trojan mit einem Schuss aus halblinker Position Sippel zu einer Glanzparade.

Bei den Gastgebern hinterließen Trojan, Maierhofer und Koch den stärksten Eindruck. In einer schwachen Lauterer Mannschaft erreichten allenfalls Sippel und Kirch Normalform.

sid

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