Die Gewinner des Pokalwettbewerbs

DFB-Pokal: Alle Sieger im Überblick

Erster Zweitligist mit DFB-Pokal: Hannover 96
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Erster Zweitligist mit DFB-Pokal: Hannover 96

Seit 1952 wird der DFB-Pokal ausgetragen, seit 1985 findet das Finale im Berliner Olympiastadion statt. Wenig überraschend ist Bayern München der Rekordsieger.

  • Den DFB-Pokal gibt es seit 1952.
  • Der erste Sieger war Rot-Weiß Essen.
  • Bayern München hat bislang 19 Mal das Finale gewonnen.

Zum ersten Mal wurde der DFB-Pokal in der Saison 1952/1953 ausgespielt. Es waren 32 Vereine an der Premierenveranstaltung beteiligt, wobei Rot-Weiß Essen zum ersten Sieger des DFB-Pokals wurde. Nach dem Triumph des VfB Stuttgart im Sommer 1954 war es der Karlsruher SC, der sowohl 1955 als auch 1956 gewann und damit der erste Club wurde, der den DFB-Pokal verteidigen konnte. Im Jahr 1957 sicherte sich der FC Bayern München erstmals Trophäe und Prämie im DFB-Pokal. Ein Jahr später stand erneut der VfB Stuttgart auf dem Siegertreppchen. Die Ergebnisse der ersten Jahre des DFB-Pokals sprachen also eindeutig für Clubs aus dem Süden Deutschlands. Mit Schwarz-Weiß Essen (1959) und Borussia Mönchengladbach (1960) konnten sich anschließend auch zwei weitere Vereine aus dem Westen der Republik in die Siegerliste eintragen. In den ersten Jahrzehnten des Wettbewerbs fand das Finale übrigens nicht im Olympiastadion in Berlin, sondern an Orten statt, die möglichst nahe an den Heimstätten der Endspielgegner lagen.

DFB-Pokal: Die 1960er- und 1970er-Jahre

Mit Werder Bremen errang 1961 erstmals ein Club aus dem Norden Deutschlands den Sieg im DFB-Pokal. Es folgten Titel vom 1. FC Nürnberg (1962), dem Hamburger SV (1963), dem TSV 1860 München (1964) und Borussia Dortmund (1965). Zwischen 1966 und 1969 wurde Bayern München drei Mal Sieger des DFB-Pokals. Besonders hervorzuheben ist der Titel in der Saison 1968/1969, denn damit vervollständigten die Münchner als erster Verein das Double aus Bundesliga-Sieg und DFB-Pokal. Die Ergebnisse im Pokalwettbewerb brachten in den 1970er-Jahren zwei Vereine hervor, die ihren Titel verteidigen konnten: Eintracht Frankfurt (1974 und 1975) sowie den 1. FC Köln (1977 und 1978). Bemerkenswert war das Endspiel im Mai 1977 zwischen den Kölnern und Hertha BSC. Weil es auch nach Verlängerung keinen Gewinner gab, fand zwei Tage später das einzige Wiederholungsspiel in der Geschichte des DFB-Pokals statt – mit Sieg und Prämie für die Rheinländer. Fortuna Düsseldorf schaffte es 1980 ebenfalls, den ein Jahr zuvor errungenen Triumph zu wiederholen. Noch immer war das Olympiastadion in Berlin nicht der feste Endspielort, stattdessen fand das Finale in den 1970ern fünf Mal in Hannover statt.

DFB-Pokal: Berlin wird zum Austragungsort des Finales

Im Jahr 1984 musste das Finale im DFB-Pokal erstmals per Elfmeterschießen entschieden werden: Zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach stand es nach 120 Minuten 1:1, das Elfmeterschießen ging mit 7:6 an die Bayern. Zur Spielzeit 1984/1985 war es endlich soweit: Der DFB legte fest, dass das Endspiel des Pokalwettbewerbs alljährlich im Olympiastadion in Berlin ausgetragen wird. Dort waren es im Mai 1985 die Kicker von Bayer 05 Uerdingen, die die Trophäe erstmals in den Berliner Himmel reckten. Bis zur Jahrtausendwende gelang es drei Vereinen, mehr als ein Mal Sieger im DFB-Pokal zu werden, nämlich Bayern München (1986 und 1998), dem 1. FC Kaiserslautern (1990 und 1996) sowie Werder Bremen (1991, 1994 und 1999). Ansonsten waren die Ergebnisse bis zum Jahr 2000 gemischt und verschiedene Clubs konnten sich den Pokal und die Prämie sichern. 1992 gelang Hannover 96 als bislang einzigem Zweitligisten der Triumph im Pokal.

DFB-Pokal: die dominierenden Bayern

Bereits seit den 1960er-Jahren ist der FC Bayern München der Rekordsieger im DFB-Pokal. Bis zur Saison 2018/2019 gewann der Club den Wettbewerb 19 Mal. Nur vier Mal verloren die Bayern das Finale im Olympiastadion in Berlin, zuletzt 2017/2018 gegen Eintracht Frankfurt. Dabei sprachen die Ergebnisse recht eindeutig für die Münchner, immerhin hatten sie im Viertelfinale den SC Paderborn mit 6:0 und im Halbfinale Bayer Leverkusen mit 6:2 geschlagen. 

Den Pokal und die Prämie von knapp zehn Millionen Euro sicherten sich im Endspiel jedoch die Frankfurter. Folgende Vereine wurden bis zum Sommer 2020 am häufigsten zum Sieger des DFB-Pokals:

  • Bayern München: 20
  • Werder Bremen: 6
  • Eintracht Frankfurt: 5
  • FC Schalke 04: 4 (dazu ein weiterer Sieg im Tschammerpokal, dem Vorgänger des DFB-Pokals)
  • Borussia Dortmund: 4
  • 1. FC Köln: 4

Von Alexander Kords

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