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DFB-Präsident Keller "unzufrieden" mit Einjahresbilanz

Selbstkritisch: Fritz Keller, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Foto: Arne Dedert/dpa
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Selbstkritisch: Fritz Keller, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Foto: Arne Dedert/dpa

Berlin (dpa) - Fritz Keller hat seine nunmehr gut einjährige Amtszeit als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes selbstkritisch bewertet. "Ich bin unzufrieden mit dem, was ich von meinen Zielen beim DFB bisher erreicht habe", sagte der DFB-Chef dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Bei der Aufklärung der Sommermärchen-Affäre um die WM 2006 und die verschwundenen 6,7 Millionen Euro habe der Verband zwar Fortschritte gemacht. "Wir müssen aber bei den Reformen insgesamt in der Geschwindigkeit zunehmen", forderte der 63 Jahre alte Winzer.

Der DFB müsse Haltung zeigen und sich auch Themen der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit zuwenden. Dabei dürfe der Verband aber weder populistisch werden noch für die Politik agieren. "Wir dürfen keine Angst haben, auch mal eine unbequeme Rolle zu übernehmen", sagte Keller. Dazu gehöre auch, dass sich Fußballer öffentlich politisch äußern können.

"Es kann nicht sein, dass der DFB ein Banner gegen Rassismus im Stadion aufhängt und die Spieler sich im gleichen Moment nicht antirassistisch positionieren dürfen", sagte Keller, der am 27. September 2019 vom DFB-Bundestag zum Verbandschef gewählt worden war. Zuvor war er Präsident des Bundesligisten SC Freiburg.

© dpa-infocom, dpa:201015-99-961012/3

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