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Hat Deutschland wirklich keine Talente mehr? Doch! tz stellt die DFB-Hoffnungen vor

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Das DFB-Debakel in Katar schlägt hohe Wellen. Bastian Schweinsteiger hat auch die Ausbildung kritisiert. Wir stellen aussichtsreiche Kandidaten für zukünftige Turniere vor.

München - In seiner Analyse ging Bastian Schweinsteiger (38) hart mit dem DFB ins Gericht. Nach dem K.o. der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2022 kritisierte der Weltmeister von 2014 nicht nur die Effizienz und Abwehrfehler, sondern stellte in der ARD auch die Qualitätsfrage.

Paul Wanner
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft möchte Paul Wanner auch zukünftig im DFB-Trikot spielen sehen. © Berney Ardov/dpa/Archivbild

Der deutsche Fußball müsse wieder da hinkommen, „dass wir Führungsspieler ausbilden, die, wenn es schwierig wird oder mal 0:0 steht, Spiele kontrollieren“. Schweinsteiger weiter: „Wenn wir über einzelne Positionen sprechen: Die Außenverteidiger, die Mittelstürmer – da haben wir eine große Lücke.“ Die tz hat die Nachwuchskader des DFB durchleuchtet und stellt einige Hoffnungsträger vor. (Spielplan der WM 2022 in Katar)

Hat Deutschland wirklich keine Talente mehr? Doch! tz stellt unsere Juwelen vor

Nelson Weiper (17): Typ Goalgetter. Der 1,95 Meter große Mittelstürmer von Mainz erzielte in dieser Saison in der U19-Bundesliga Süd/Südwest in fünf Spielen sieben Tore. Er hat schon einen Bundesliga-Einsatz auf seinem Konto: Am 1. Oktober gab er sein Bundesliga-Debüt beim 1:2 gegen den SC Freiburg.


Tarek Buchmann (17): Das Abwehr-Juwel des FC Bayern gilt als große Hoffnung auf der Innenverteidiger-Position. Die Spielweise des Kapitäns der U19 des Rekordmeisters erinnert an Jérôme Boateng (34/Lyon).

Deutschlands Talente: Dzenan Pejcinovic wird mit Edin Dzeko verglichen

Elias Baum (17): Das Juwel von Eintracht Frankfurt kann sowohl rechts als auch links in der Viererkette spielen. Auf beiden Außenverteidiger-­Positionen spielt er top. Das bewies er in dieser Saison bereits in der Youth League. Bei Frankfurt soll er einen Profi-Vertrag unterschreiben.

Dzenan Pejcinovic (17): Der Mittelstürmer (1,88 Meter) wird von der Spielweise mit Edin Dzeko (36/Inter Mailand) verglichen. Vor der Saison wechselte er von Augsburg zum VfL Wolfsburg, erhielt einen Profi-Vertrag. Beeindruckende Quote in der U18-Nationalmannschaft: sechs Tore in sechs Spielen.

Anton Kade (18): Der Linksaußen wechselte im vergangenen Sommer von Hertha BSC zu den Profis des FC Basel. In der Schweizer Super League kam er bislang dreimal zum Einsatz, in der Conference League einmal, und erzielte dabei ein Tor gegen den armenischen Klub Pyunik Erewan. Er gilt als Supertalent mit starkem linken Fuß, ist aber verletzungsanfällig.

Der österreichische Verband kämpft um Paul Wanner (16)

Paul Wanner (16): Das Bayern-Juwel ist ein unfassbarer Fußballer. Wanner ist offensiver Mittelfeldspieler, trainierte bei den Profis aber auch schon als linker Verteidiger. Neben dem DFB kämpft auch der österreichische Verband um seine Dienste.

Tom Bischof (17): Der ­offensive Mittelfeldspieler der TSG Hoffenheim ist ein ­genialer Fußballer mit einem super linken Fuß. Kam zu einem Kurzeinsatz in der Bundesliga, in der U19 erzielte er vier Tore in sechs Spielen, bereitete zudem drei Treffer vor.

Can Uzun (17): Mittelstürmer mit Top-Quote (elf Spiele, neun Tore) in der U19 von Nürnberg. Allerdings spielt der Regensburger aktuell für die türkische U19 – und soll dort bereits für die U21 nominiert werden. Philipp Kessler, Manuel Bonke

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