Zweiter Quali-Gegner ist Rumänien

DFB-Team wegen Corona-Fall dezimiert: Keine Nachnominierungen und besondere Vorsicht beim Essen

Oliver Bierhoff, Marcus Sorg und Joachim Löw (v. l.) stehen mit Maske nebeneinander vor der Trainerbank.
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Erhöhte Vorsicht auch in der Blase: DFB-Manager Oliver Bierhoff, Co-Trainer Marcus Sorg und Bundestrainer Joachim Löw (v. l.) setzen auf Maske und Abstand.

Wegen eines Corona-Falles in der Mannschaft ist die DFB-Auswahl dezimiert, doch Nachnominierungen verbieten sich. Das Team trifft besondere Sicherheitsvorkehrungen.

Duisburg - Bevor der DFB-Tross an diesem Samstag um 10 Uhr in Richtung Rumänien abhebt, stand am Freitag nochmals eine Doppel-Testung auf dem Corona-Programm der Nationalmannschaft. Neben einem PCR-Test, dessen Auswertung bekanntlich etwas länger dauert, wurde auch noch ein Antigen-Schnelltest bei Spielern, Trainern und Mitarbeitern durchgeführt. Die Verantwortlichen sind nach dem positiven Testergebnis vom Gladbacher Jonas Hofmann alarmiert.

Hofmann befindet sich mittlerweile zu Hause in Quarantäne, der Leipziger Marcel Halstenberg ist ebenfalls daheim isoliert. Zur Erinnerung: Der Abwehrspieler wurde als Kontaktperson ersten Grades ausgemacht, weil er mit Hofmann eine Runde Backgammon spielte. „Sie haben längere Zeit zusammengesessen. Das war leider ein blödes Backgammon-Spiel“, ärgerte sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

DFB-Team vor Rumänien-Spiel: Keine Nachnominierungen - auch wegen Corona-Regeln

Bundestrainer Joachim Löw ist deswegen weiterhin zum Improvisieren gezwungen. Die Kaderplätze von Halstenberg und Hofmann werden auch wegen der strengen Corona-Regeln nicht nachbesetzt. Denn: Die Kontakte sollen auf der Reise in die rumänische Hauptstadt Bukarest so gering wie möglich gehalten werden. Die Sinne seien laut Jogi „absolut geschärft. Vom ersten Tag an.“

Nachdem die Infektion von Hofmann bekannt geworden war, sagte der Bundestrainer sämtliche Kleingruppen-Teamsitzungen ab, wartete wie seine Spieler auf dem Hotelzimmer auf die aktuellsten Schnelltest-Ergebnisse und verlegte danach das Anschwitzen in Abstimmung mit dem Düsseldorfer Gesundheitsamt ins Freie (Fortuna-Stadion). Selbst beim Essen tragen die Spieler Handschuhe.

Video: Faktencheck zum souveränen DFB-Sieg über Island

DFB-Team vor Rumänien-Spiel: Löw setzt auf den Faktor Zeit in der Blase

„Wir hoffen, dass es uns nicht mehr passiert, wenn wir jetzt länger in der Blase sind. Am Anfang kann es immer sein, wenn alle aus unterschiedlichen Regionen kommen, das etwas hineingebracht wird“, so Löw. Trotzdem könne immer etwas passieren: „Von daher muss man sich manchmal auch mit solchen Dingen irgendwie abfinden.“

Während Löw also noch am Spieltag zum Improvisieren gezwungen war, brachte die Nachricht vom positiv getesteten Kollegen die Nationalspieler nicht aus der Ruhe. „Es hat uns nicht großartig beeinträchtigt. Die Allgemeinsituation ist für alle schwierig. Wir sind privilegiert genug, dass wir noch arbeiten, also Fußball spielen, können“, sagte Ilkay Gündogan, der im vergangenen Jahr selbst mit schweren Symptomen an Covid-19 erkrankt war. „Ich hoffe, Jonas ist schnell wieder auf dem Platz“, sagte Gündogan.

Nun geht es sportlich darum, die Tabellenführung in der WM-Quali in Rumänien (So., ab 20.45 Uhr bei uns im Live-Ticker) weiter aufzubauen. Die Rumänen sind tendenziell stärker einzuschätzen als Auftakt-Gegner Island. Ein Maßstab im Hinblick auf die Europameisterschaft sind aber auch sie nicht. (bok)

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