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Boateng übt deutliche Kritik

Diese Baustellen muss Löw noch bearbeiten

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Einiges im Lastenbuch: Bundestrainer Joachim Löw.

Leipzig - Der wichtige Schritt zur Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich ist getan. Doch Bundestrainer Löw hat noch einige Baustellen zu bearbeiten. Wir benennen die Wichtigsten.

Es ist ja noch etwas Zeit. Rund acht Monate, um genau zu sein. Doch nach den beiden Stolperkicks in Irland (0:1) und gegen Georgien (2:1) steht fest: Bis zur EM müssen Jogis Burschen noch eine Menge ackern, wenn sie am 10. Juli 2016 den EM-Pokal in den Pariser Nachthimmel recken wollen. Die deutlichsten Worte fand – einmal mehr – Jerome Boateng. „So, wie wir heute gespielt haben, brauchen wir nicht bei der EM anzutanzen“, so der FCB-Verteidiger nach der Zitterquali in Leipzig. „Es muss sich einiges ändern, gegen Spitzenteams kannst du so nicht spielen. Ich bin enttäuscht und sauer über so ein Spiel. Das geht nicht!“

Aber wie geht es dann? Wo muss der Bundestrainer die Hebel ansetzen? Und wie findet das DFB-Team zurück zur WM-Form? Das sind Jogis größte Baustellen:

Chancenverwertung

Das Killer-Gen fehlt. Droschen Jogis Jungs den Brasis vor einem Jahr die Bälle nur so um die Ohren, braucht es heute ein kleines Wunder, damit die Kugel im Netz zappelt. „Im Training schießen wir 50 Tore, aber im Spiel tun wir uns ganz schwer. Wir brauchen vorne Killerinstinkt und volle Konzentration, so machen wir uns das Leben schwer“, sagte Manuel Neuer. Jogi Löw ergänzte: „Wir sind im Moment ein Boxer, der viele Treffer landet, aber nicht frühzeitig den K.o. schafft.“

Schläfrigkeit

Vorne beißt sich der Weltmeister die Zähne aus, hinten genügt eine Chance und der Ball ist drin. Ein Konter gegen die Iren, ein Standard gegen Georgien – gegen die deutsche Elf trifft es sich derzeit sehr einfach. „Es war ganz einfach Schläfrigkeit“, so Neuer zum Gegentreffer gegen die Georgier. „Bei einer kurzen Ecke müssen nun mal zwei raus und der Sechzehner muss besetzt sein. Das sind Sachen, die mit der Konzentration und Wachheit zu tun haben. Wenn man gesehen hat, welche Chancen die anderen hatten, hätte man denken können, wir spielen gegen Frankreich, Spanien oder Italien.“

Standards

Dazu nur ein Wert: Den letzten direkten Freistoß für den DFB verwandelte ein gewisser Michael Ballack bei der EM 2008. Lang ist’s her…

Variantenreichtum

Pässchen links, Pässchen rechts – der Ball wird 90 Minuten lang in bester Handballmanier um den Sechzehner geschoben. Führen die Kombinationen allerdings nicht zum Erfolg, wissen Jogis Männer auch nicht weiter. „Was nutzt mir die ganze Ballfertigkeit, wenn das Entscheidende nicht passiert“, ärgerte sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. „Wir haben wunderbare Fußballer, die streicheln, schieben und passen, aber der Ball muss irgendwann mal rein.“ Und zwar zur Not auch mal mit dem Vorschlaghammer. RTL-Experte Jens Lehmann: „Wir brauchen jemanden, der in der letzten Viertelstunde die Brechstangenkultur reinbringt.“

Außenverteidiger

Hector, Ginter, Can, Rüdiger, Rudy – der Bundestrainer hat in den vergangenen Monaten ein richtiges Casting für potenzielle Außenverteidiger veranstaltet. Das Problem: Beweisen konnte sich dort keiner, vor allem nicht offensiv. „Unsere Außenverteidiger sind eher defensiv geschult. Sie brechen nicht durch, sondern spielen in die Mitte. Aber ich kann den Spielern keinen großen Vorwurf machen, sie sind nicht geschult“, so Löw. „Da müssen wir den Hebel ansetzen.“

lop

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