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Hansi Flicks WM-Elf fast komplett: Nur noch zwei Positionen scheinen offen

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Von: Manuel Bonke

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Bundestrainer Hansi Flick hat seine Mannschaft und seine potenzielle WM-Startelf schon in Marbella fest im Blick.
Bundestrainer Hansi Flick hat seine Mannschaft und seine potenzielle WM-Startelf schon in Marbella fest im Blick. © Gambarini/dpa

Große Gaudi bei Hansis Burschen: Sie mussten quer durch den Strafraum laufen, die Mitspieler standen an beiden Seiten und schossen mit Gymnastikbällen auf die Läufer.

Marbella - Das Gelächter war groß. Doch danach war Schluss mit lustig, Bundestrainer Hansi Flick (57) ließ seine Stars zwei Stunden in der spanischen Sonne schwitzen – und zwar mit intensiven Spielformen im Vollgas-Modus. „Wenn man sieht, wie wir arbeiten, kann man erkennen, dass eine hohe Professionalität drinsteckt“, lobte Flick die Mannschaft nach der Einheit und ergänzte: „Die Tage haben uns gutgetan, weil es ein seriöser Übergang zwischen Saison und Nations League ist.“

DFB-Team: Die Startelf für die WM steht schon so gut wie fest

Was an der Costa del Sol ebenfalls zu beobachten war: Flicks WM-Startelf steht schon so gut wie fest. Im Tor führt kein Weg an Kapitän Manuel Neuer (36) vorbei. In der Innenverteidigung sollen Antonio Rüdiger (29) und Niklas Süle (27) für die nötige Stabilität und David Raum (24) als Linksverteidiger für Schwung nach vorne sorgen.

Die Kommando-Zentrale davor bilden ­Joshua Kimmich (27) und Leon Goretzka (27). Sollte Goretzka verletzungsbedingt ausfallen – er verpasste die Einheit am Donnerstag wegen Knöchelproblemen – ist Jamal Musiala (19) die erste Wahl. „Wenn man Jamal hier im Training sieht, wie er gewisse Druck-Situationen löst, macht er das sehr gut“, sagte Flick über den Youngster. In der Offensive sind Thomas Müller (32), Timo Werner (26) und Serge Gnabry (26) gesetzt. Gespielt wird unter Flick im 4-2-3-1-System, mit dem er als Trainer des FC Bayern das Triple gewinnen konnte.

Nur zwei von elf Positionen wären also noch umkämpft: Wer verteidigt hinten rechts? Und wer schnappt sich den letzten Platz in der Offensive? Mit Kai Havertz (22), Leroy Sané (26) und Marco Reus (32) gibt’s drei prominente Anwärter.

Nationalmannschaft: Für andere Kandidaten wird es schon eng mit einem Katar-Platz

Die 26 nominierten Spieler, die aktuell in Marbella sind, dürften beste Chancen auf ein WM-Ticket haben. Ersatz-Keeper Marc-André ter Stegen (30) würde noch anstelle von Hoffenheims Oliver Baumann (31) ins Team rutschen. Aber für andere Kandidaten wie Ridle Baku (24), Emre Can (28), Julian Draxler (28), Robin Gosens (27), Matthias Ginter (28), Christian Günter (29), Marcel Halstenberg (30), Robin Koch (25), Florian Neuhaus (25) oder Kevin Volland (29) wird es schon eng mit einem Katar-Platz. Nur eine überragende Vorrunde im jeweiligen Verein oder Verletzungen anderer Akteure würde noch die Türe für die Winter-WM öffnen.

Der Kader ist vom Stamm her das Maß aller Dinge

Hansi Flick

„Der Kader, der jetzt da ist, ist vom Stamm her das Maß aller Dinge“, sagt Hansi Flick. Von einem Mats Hummels (33) spricht beim DFB-Team schon lange niemand mehr. Ähnlich klar wie die Kader- und Startelf-Situation kristallisiert sich auch schon heraus, dass die Nationalmannschaft künftig von zwei starken Bundesliga-Blöcken dominiert werden wird.

In Marbella tummeln sich mit Reus, Julian Brandt (26) und den drei namhaften Neuzugängen Süle, Nico Schlotterbeck (22) und Karim Ade­yemi (20) fünf BVB-Profis. Dem stehen sieben Bayern-Stars gegenüber. Flick begrüßt das: „Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt: Wenn man zwei Vereine hat, die einen Block bilden, kann man damit erfolgreich sein.“ (Manuel Bonke)

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