1. tz
  2. Sport
  3. Fußball

DFB-Team im Check: Sind wir wirklich besser als 2014?

Erstellt:

Von: Manuel Bonke

Kommentare

2014 wurde Deutschland Weltmeister - und 2018?
2014 wurde Deutschland Weltmeister - und 2018? © dpa / Andreas Gebert

2014 holte das DFB-Team den WM-Titel. Teammanger Oliver Bierhoff findet trotzdem: „Personell sind wir besser aufgestellt als 2014.“ Ist das wirklich so?

Erfahrung 

Philipp Lahm weg, Bastian Schweinsteiger weg, Per Mertesacker weg, Lukas Podolski weg, Miroslav Klose – diese Fünfer-Gruppe hatte bis zum WM-Triumph einige Schlachten geschlagen und viel Erfahrung gesammelt. Unvergessen, wie sich Schweinsteiger im WM-Finale gegen Argentinien niedertreten hat lassen – und somit wichtige Minuten in der Verlängerung herausholte. Heuer werden viele junge Wilde im WM-Aufgebot stehen. Entscheidend wird sein, ob Spieler wie Leroy Sané oder Timo Werner gegen große Gegner die nötige Cleverness haben. Thomas Müller ist vom Kader überzeugt: „Wir haben eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugendlichkeit, aber auch Wettkampfhärte. Die Spieler vom Confed Cup tun uns auch gut. Jede Mannschaft ist immer im Wandel.“

Lesen Sie passend dazu: Löw hat Götze für WM nicht abgeschrieben

Alphatiere

Lahm und Schweinsteiger waren 2014 die Leitwölfe. Auch wenn in der Nationalmannschaft flache Hierarchien gepflegt werden, hatte das Wort dieses Duos (Kapitän und Vizekapitän) beim Bundestrainer großes Gewicht. In Russland nehmen Manuel Neuer und Müller diese Rolle ein. Sowohl Lahm/Schweinsteiger als auch Neuer/Müller sind durch ihre Arbeit bei Bayern stets mit Führungsaufgaben konfrontiert. Darum zweifelt niemand an ihren Leader-Qualitäten. Bierhoff schwärmt in den höchsten Tönen von Müller: „Thomas ist das Paradebeispiel, dass die Besten nie aufhören, nie verlieren wollen. Das ist unser Anspruch Richtung WM.“

Passend dazu: Löws WM-Kader-Puzzle - Die fünf wichtigsten Spieler-Duelle

Individuelle Qualität 

Durm, Großkreutz, Kramer – diese Namen standen vor 2014 nicht für den fußballerischen Feingeist des DFB. Die aktuelle zweite Reihe geht hingegen runter wie Öl: Goretzka, Süle, Can. Alles junge Spieler, die auf internationalem Niveau für Furore gesorgt haben. Bierhoff: „Man kann sagen, dass wir einen unglaublich breiten Kader haben von starken Spielern. Wir sind sehr viel flexibler geworden mit den vielen Offensivkräften und qualitativ hochwertigen Spielern, die eingesetzt werden können – das ist schon stark.“ bok

Auch interessant

Kommentare