DFB-Kader-Check

EM-Kader 2021: Wer darf - wer nicht? Bei vier FCB-Stars besteht Explosionsgefahr

FOTOMONTAGE: Bericht:Bundestrainer Joachim Jogi LOEW,LÖW (GER) nominiert Thomas MUELLER fuer die EM Holt Loew zwei Weltmeister zurueck?-Thomas MUELLER und Mats HUMMELS offen fuer Rueckkehr zur Nationalmannschaft.
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Thomas Müller und Mats Hummels werden vor der EM 2021 wohl wieder ins DFB-Team zurückkehren.

Am Mittwoch wird Joachim Löw seinen 26-Mann-Kader für die EM 2021 bekanntgeben. Bei sechs Personalien besteht besondere Explosionsgefahr.

Update vom 19. Mai, 13.15 Uhr: Das DFB-Kader für die EM 2021 steht! Und Joachim Löw überrascht durchaus bei seiner Nominierung. Thomas Müller und Mats Hummels gehören zum 26-köpfigen Aufgebot, Jerome Boateng aber nicht.

Außerdem feiert Kevin Volland sein Comeback im DFB-Team. Der Stürmer der AS Monaco wurde zuletzt 2016 in den DFB-Kader berufen. Ebenfalls überraschend: Auch Christian Günter (SC Freiburg) fährt mit zu EM. Hier geht‘s zum endgültigen Kader der deutschen Nationalmannschaft für die EM 2021.

EM-Kader 2021: Achtung, Jogi! Bei vier FCB-Stars besteht Explosionsgefahr

Erstmeldung vom 18. Mai: München/Frankfurt am Main - Am Mittwoch wird Joachim Löw seinen Kader für die Fußball-Europameisterschaft 2021 bekanntgeben. Wobei, ob der Bundestrainer vor seinem letzten Turnier als verantwortlicher Coach der Nationalmannschaft wirklich nur 26 Mann nominiert, steht noch gar nicht fest.

Denn Löw muss erst ab 1. Juni seinen finalen Kader für die EM bekanntgeben, weshalb gut möglich ist, dass er mehr als die 26 Spieler mit in die Vorbereitung nimmt. Am 28. Mai begibt sich das DFB-Team nach Seefeld in Tirol ins Trainingslager, am 2. und 7. Juni findet jeweils noch ein Testspiel statt, ehe es am 15. Juni gegen Weltmeister Frankreich in München endlich losgeht.

Achtung, Jogi - Bei diesen Stars besteht Explosionsgefahr! Sechs heiße Personalien für Löws EM-Kader

Spannend wird aber trotzdem zu sehen sein, welche Akteure der Bundestrainer letztlich nominiert. Denn hinter einigen Stars stehen große Fragezeichen, weshalb dort eine gewisse Explosionsgefahr besteht. Die sechs Personalien, die in den kommenden Tagen heiß diskutiert werden dürften.

EM-Kader 2021 im Check: Thomas Müller (FC Bayern)

Lange Zeit galt der FCB-Star als Auslaufmodell. Zu langsam, technisch zu schwach und mit über 30 auch keine Spieler, mit dem man einen Umbruch einleiten kann. Allerdings hat Thomas Müller unter Hansi Flick als Coach des Rekordmeisters gezeigt, welchen Wert er für eine Mannschaft haben kann.

Müller ist immer noch nicht der Schnellste, der großer Dribbler und inzwischen auch nicht jünger geworden. Aber „Radio Müller“ hat Eindruck gemacht. Er kann eine Mannschaft führen und pushen. Etwas, was dem dem DFB-Team in den vergangenen Monaten gefehlt hat.

Insofern wäre es mehr als ungewöhnlich, würde Löw auf die Dienste von Thomas Müller bei der EM 2021 verzichten. Zumal nach der Absage von Marco Reus ein Leader in der Offensive fehlt.

EM-Kader 2021 im Check: Jerome Boateng (FC Bayern)

Der Innenverteidiger erkämpfte sich unter Flick ebenfalls einen Stammplatz und war sowohl beim Triple-Sieg in der vergangenen, als auch in der abgelaufenen Spielzeit einer der Konstanten beim Rekordmeister. Boateng sorgte sogar dafür, dass Niklas Süle als Rechtsverteidiger auflaufen musste, weil im Zentrum am 32-Jährigen kein Vorbeikommen war.

Dennoch ist für den Weltmeister von 2014 offenbar kein Platz im EM-Kader. Vermutlich auch, weil mit Antonio Rüdiger ein ähnlicher Spielertyp unter Thomas Tuchel beim FC Chelsea rechtzeitig noch seine Form gefunden hat. Außerdem weiß man, dass ein Boateng auf der Bank nicht immer angenehm sein kann. Frag‘ nach bei Boatengs gutem Freund Uli Hoeneß.

EM-Kader 2021 im Check: Mats Hummels (Borussia Dortmund)

Anders als Boateng gehört Mats Hummels wohl zum EM-Kader von Joachim Löw. Der BVB-Star lieferte eine tadellose Saison ab und bewies dabei vor allem, dass er ein junges Team führen kann. Genau die sozialen Komponenten, die der Bundestrainer für die besondere EM-Endrunde benötigt.

Was Hummels auch in die Karten gespielt haben dürfte ist, dass die Konkurrenz sich jetzt nicht zwingend mit Ruhm bekleckert hat. Weder Matthias Ginter mit Borussia Mönchengladbach, noch wie bereits angesprochen Niklas Süle bei FC Bayern, noch Robin Koch bei Leeds United haben sich dem Bundestrainer wirklich aufgespielt. Rein sportlich wäre ein Verzicht auf Hummels also nicht zu erklären gewesen. Der 32-Jährige wird wohl dabei sein.

EM-Kader 2021 im Check: Toni Kroos (Real Madrid)

Vom Führungsspieler zum Sorgenkind. Eigentlich war der Real-Star als verlängerter Arm von Löw eingeplant, die Corona-Infektion könnte nun aber alles ins Wanken bringen. Denn aktuell ist nicht absehbar, welchen Verlauf das Ganze bei Kroos nimmt und ob der Mittelfeldspieler überhaupt bis zum Start ins Trainingslager fit wird.

Darüber hinaus hat man bei Kai Havertz oder Ilkay Gündogan gesehen, dass es seine Zeit braucht, bis man nach einer Infektion wieder bei 100 Prozent ist. In weniger als vier Wochen beginnt die EM, was Kroos und auch Löw nun natürlich unter Druck setzt. Allerdings wäre es schon mehr als überraschend, würde der Bundestrainer auf die Dienste des vierfachen Champions-League-Siegers verzichten.

EM-Kader 2021 im Check: Leon Goretzka (FC Bayern)

In der Triple-Saison der Bayern war Goretzka noch als Muskelprotz entscheidend, in der abgelaufenen Spielzeit machte ihm sein Körper immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Mal war es die Wade, zuletzt ein Muskelfaserriss im Oberschenkel, der Goretzka zur Pause zwang.

Aktuell ist nicht absehbar, ob oder wann der Mittelfeldspieler fit wird. Ein mögliches EM-Aus wurde bislang noch nicht in Betracht gezogen. In absoluter Top-Form wird sich der 25-Jährige aber nicht befinden, weil er in den vergangenen Monaten keinen Rhythmus hatte. Für Löw und den deutschen Fußball bleibt zu hoffen, dass Goretzka diese aber schnell findet.

EM-Kader 2021 im Check: Niklas Süle (FC Bayern)

Eigentlich sollte der Innenverteidiger des FC Bayern nach der verpatzten WM und dem Absägen von Boateng und Hummels der neue Abwehr-Boss von Löw werden. Doch dann kam das Spiel gegen den FC Augsburg und der Kreuzbandriss im Herbst 2019 - und seitdem ist für Süle nichts mehr so, wie es mal war.

Fast ein Jahr benötigte der Abwehrhüne, um sich wieder ranzukämpfen. Den Anschluss aber hat er bis jetzt noch nicht geschafft. Beim Rekordmeister hatte er zuletzt keinen Stammplatz mehr und musste sogar als Rechtsverteidiger ran. Auch beim DFB-Team konnte er seine Klasse nicht unter Beweis stellen, weil er mit einem Muskelfaserriss ausfiel und zuvor aufgrund einer Corona-Infektion nicht zur Verfügung stand.

Es wurden in der Vergangenheit nicht wenige Spieler nach besseren Spielzeiten nicht für ein großes Turnier nominiert... (smk)

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