Startelf-Garantie gegen Italien

Gomez hat geliefert – jetzt ist Götze dran!

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Mario Gomez (l., 62 Spiele, 26 ­Tore) duelliert sich mit Mario Götze (49/16).

München - Gegen England durfte Mario Gomez als einzige Sturmspitze auflaufen - und erzielte prompt ein Tor. Am Dienstagabend gegen Italien wird Mario Götze in der Startelf stehen und muss nun nachziehen.

Für Mario Götze ist es Dienstag Abend ein besonderes Länderspiel – zumindest auf dem Papier. Gegen Italien bestreitet der 23-Jährige bereits seine 50. Partie für die A-Nationalmannschaft. Um das Jubiläum auch zu einem sportlichen Highlight werden zu lassen, muss Götze liefern. So wie Mario Gomez gegen England. Der wiedererstarkte Angreifer durfte sich am Samstag trotz der 2:3-Pleite als Gewinner fühlen, nicht nur wegen seines Treffers zum zwischenzeitlichen 2:0 (57.). „Mit Marios Spiel war ich zufrieden“, erklärte Jogi Löw. Im Kampf um einen EM-Stammplatz hat Gomez vorgelegt, jetzt muss Götze nachziehen.

Gegen England durfte der Star des FC Bayern nur in den letzten zehn Minuten mitwirken, allerdings hatte Löw im Vorfeld bereits angekündigt, Götze je nach Situation einwechseln zu wollen. Für die Partie gegen die Italiener (ab 20.45 Uhr im Live-Ticker) erhielt er eine Startelf-Garantie. „Mario braucht Spielpraxis. Die muss und werde ich ihm geben“, hat der Bundestrainer bereits angekündigt. Dass er an vorderster Front auflaufen wird, ließ Co-Trainer Thomas Schneider gestern durchblicken: „Seine Position ist relativ klar definiert.“

Khedira: "Mario zweifelt nicht an sich"

Fünf Monate fiel der Offensivdribbler mit einem Muskelriss aus, ehe er vor fünf Wochen in den Kader des FC Bayern zurückkehrte. Spielen durfte er beim FCB seitdem allerdings erst 53 Minuten. Doch hängen lässt er sich nicht. „Mario arbeitet viel und bekommt das Vertrauen, das ihm zusteht“, versicherte Sami Khedira am Montag. „Er ist klar im Kopf und macht nicht den Eindruck, dass er an sich zweifelt.“ Das sieht auch Löw so, hat aber trotzdem noch kleine Defizite bei seinem Schützling ausgemacht. „Im körperlichen Bereich hat Mario noch ein bisschen Aufholbedarf. Wir müssen ihm bei der Nationalmannschaft helfen. Nur mit Spielpraxis kann er die Defizite aufarbeiten“, sagte der 56-Jährige über seinen WM-Siegtorschützen.

Der konnte nach seiner Einwechslung am Samstag keine Akzente mehr setzen – im Gegensatz zu dem Mann, der in Brasilien nicht mit dabei war. Gomez betrieb in Berlin beste Eigenwerbung. „Ich bin wieder fit und habe auch den Spaß am Fußball wiedergefunden“, erzählte der Stürmer von Besiktas Istanbul. Nach zwei schwierigen Jahren beim AC Florenz startet der 30-Jährige in dieser Saison wieder voll durch. „Man hat schon im Training gemerkt, dass er dynamischer und selbstbewusster ist“, sagte Löw nach dem England-Spiel und konstatierte: „Mario hat wieder das Näschen für Tore.“ Das 2:0 war nicht nur sein 26. Länderspieltor, sondern auch das erste seit fast vier Jahren. Zuletzt hatte der Ex-FCB-Stürmer bei der EM 2012 gegen die Niederlande getroffen. Mit seinem Auftritt jetzt dürfte er das Tor zur EM in Frankreich weit aufgestoßen haben. „Diesmal möchte ich dabei sein und nicht wie bei der WM nur zuschauen“, erklärte Gomez selbstbewusst.

Auch wenn der bullige Strafraumtank und der wuselige Götze zwei völlig verschiedene Spielertypen sind, kämpfen sie um die gleiche Position in Jogis EM-Elf. Gomez hat dem Bundestrainer sein Bewerbungsschreiben auf den Tisch gelegt, das von Götze folgt Dienstag Abend.

Sven Westerschulze

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