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„Du gehirnloses Wesen“: Bundesligastar wird übel beleidigt - seine Video-Antwort ist beinahe genial

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Berlins Max Kruse feiert nachdem er das Tor zum 4:0 per Elfmeter erzielt hat.
Union Berlins Max Kruse bejubelt seinen Treffer zum 4:0 gegen Arminia Bielefeld. Wenige Tage später wurde der Stürmer per Postkarte beleidigt. © Maja Hitij/Getty Images/pool/dpa

„Du gehirnloses menschliches Wesen, verpiss Dich aus unserem Verein“ - mit diesen Worten beginnt eine Hassbotschaft an die Adresse eines Bundesligasstars. Der indes geht äußerst cool mit den Beleidigungen um.

Berlin - Sportlich gesehen läuft es für Max Kruse im Moment hervorragend. Der frühere Nationalspieler scheint nach seinem Türkei-Intermezzo bei Fenerbahce Istanbul wieder in der Bundesliga* angekommen zu sein. Dem Stürmer gelangen in sieben Spielen für Union Berlin* drei Tore und fünf Vorlagen. Zudem stellte er einen Uralt-Rekord aus den 1970/80ern ein. Kruse verwandelte alle seiner bisher 16 Elfmeter im Oberhaus. Kein Spieler hat ein höheres 100-Prozent-Konto.

Bundesliga: Kruse dreht auf - Union auf Europaplatz

Auch dank ihm surft Union derzeit auf der Erfolgswelle. Der 5:0-Erfolg gegen Arminia Bielefeld am vergangenen Wochenende bedeutete nicht nur den höchsten Erfolg in der Bundesligageschichte* der Köpenicker, sondern auch Platz fünf in der Tabelle. Die Fans der Eisernen sollten also stolz auf ihren Klub und stolz auf Max Kruse sein. Möchte man meinen.

Offenbar befinden sich aber nicht alle Anhänger des FCU in Partylaune. Am Dienstag bekam Kruse eine anonyme Postkarte an die Alte Försterei, dem Stadion der Berliner*, geschickt. Dabei ging es weniger um Lob für seine guten Leistungen, sondern vielmehr um Kritik unter Gürtellinie. Kruse veröffentlichte die nicht ganz so freundliche Grußbotschaft auf seinen Instagramkanal.

Bundesliga: „Du gehirnloses Wesen“ - Hassbotschaft an Max Kruse

In Kritzelschrift steht geschrieben: „Max Kruse, Du gehirnloses menschliches Wesen, verpiss Dich aus unserem Verein. So einen schwachsinnigen Spieler gab es noch nie bei Union. Also geh‘ freiwillig, bevor wir Dich aus dem Stadion jagen.“ Unterschrieben ist die Fan-Kritik mit „Eisern Supporter. Die Roten.“

Kruse selbst kann über solche Töne nur müde lassen. Locker nimmt er die Beleidigungen zur Kenntnis und meint: „Er kann gerne auch noch mal offiziell herkommen und es mir ins Gesicht sagen oder sich einfach melden bei mir. Und sonst wünsche ich ihm natürlich auch einen schönen Tag.“ So cool wie Kruse derzeit vom Elfmeterpunkt ist, ist er offensichtlich auch im Umgang mit beleidigenden Fan-Attacken. (as) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

In der deutschen Nationalmannschaft hat Max Kruse seit längerem keinen Platz mehr. Statt dem 14-fachen Nationalspieler setzt Bundestrainer Jogi Löw auf andere Spieler. Diese sind am Mittwochabend gegen Tschechien gefordert. Wir sind im Live-Ticker für Sie mit dabei.

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