Niederlage gegen Argentinien

DFB-Team verliert - Aber der vierte Stern bleibt hier!

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Deutschlands Manuel Neuer kann das Tor zum 0:2 durch Argentiniens Lamela nicht verhindern.

Düsseldorf - Wie gehen die Gauchos? Den Gauditanz der DFB-Jungs haben die Argentinier wohl immer noch nicht vergessen, und so gab’s beim Wiedersehen Mittwochabend in Düsseldorf die Quittung.

Mit 4:2 servierten die Argentinier den Weltmeister ab – und das sogar ohne Messi. Jogi Löw: „Wir haben den ein oder anderen Fehler gemacht, und die wurden hart bestraft. Eine Revanche konnte es aber nicht sein, das Finale war ja nicht zu wiederholen.“ Will heißen: der vierte Stern bleibt hier!

Die armen Gauchos! 52 Tage nach dem Götze-Hammer im Maracana schien die Truppe von Gerardo Martino den 13. Juli 2014 vor Anpfiff immer noch nicht ganz aus den Kleidern geschüttelt zu haben. Das Antlitz von Kapitän Mascherano sah genauso bedröppelt aus wie damals, was hinsichtlich des Vorprogramms der Partie aber nicht verwunderlich war. Überall waren die vier Sterne zu sehen, dazu noch der umjubelte Abschied von Lahm, Klose und Mertesacker sowie die Weltmeister- Choreo auf den Rängen der Esprit Arena– der DFB gab sich schon Mühe, zu zeigen, wer hier mit gehobenen und wer mit gesenkten Haupt geht.

Di Maria eiskalt - im Gegensatz zu Gomez

Von einer Revanche konnte aber dennoch keine Rede sein. Erstens: Der Pokal blieb so oder so beim DFB. Zweitens: Nur vier Finalteilnehmer standen in der Startelf. Drittens: Gomez spielte wieder mit. Jogi Löw hatte den Florenz-Knipser nach der WM wieder berufen, richtig Punkte(geschweige denn Tore) sammelte der aber nicht. Die siebte Minute: Kramer mit einem Zuckerheber in den Lauf, Gomez pflückt das Leder runter und schießt es Gaucho-Keeper Romero freundlich in die Arme. Nett.

Die Reaktion der Blauen? ManU-Wirbler di Maria lupft die Kugel mit dem Außenrist frech in den Sechzehner, Aguero verwandelt. 1:0. Glück für den DFB: di Maria konnte in Rio wegen eines Muskelfaserrisses nicht mitspielen, saß deswegen nur auf der Bank.

Das DFB-Team reagierte. Nach einem Kroosknaller (23.) fasste sich Kramer ein Herz und tanzte die halbe Albiceleste-Abwehr aus, legte ab zu Reus, der zu Gomez – der verschoss. Hummels Reaktion auf der Bank: beherztes Lachen. Gomez nach der Partie: „In zwei Jahren steht das nächste Turnier an. Ich werde hart trainieren, um vielleicht mitfahren zu können.“ Und di Maria? Der hob die nächste Zuckerflanke in den Sechzehner, wo Lamela mit einem Linksknaller in den Winkel das 0:2 markierte.

Richtig Wirkung zeigte auch der Pausentee nicht, denn zwei Minuten nach Wiederanpfiff nickte Fernandez das 3:0 ein. Vorlagengeber: di Maria. In der 49. machte „el fideo“ (die Nudel) das 4:0 dann noch selbst. Was ein Kicker!

Gut, dass Schürrle das nicht auf sich sitzen lassen wollte und fast im Gegenzug den Anschlusstreffer nach einer Ecke markierte (52.). In der 77. Minute verkürzte dann noch ein gewisser Mario Götze auf 2:4, die Revanche war den Gauchos aber nicht mehr zu nehmen. „Ein Wachmacher“, resümierte Ex-Nationalspieler Per Mertesacker im ZDF. „Das wird uns gut tun für Sonntag.“ Da trifft das DFB-Team in der EM-Quali auf die Schotten, gegen die wieder ein anderer Gang angesagt ist. Aber mit aufrechtem Gehen kennen sich Jogis Jungs ja aus…

LOP, MIC, SW

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