Länderspiel-Glosse

Seuchenspiel im ZDF: TV-Experten im Corona-Modus - Lob für „Die Mannschaft“ gab‘s trotzdem

Katrin Müller-Hohenstein gab vor dem Länderspiel ihr Wort zum Sonntag ab.
+
Katrin Müller-Hohenstein gab vor dem Länderspiel ihr Wort zum Sonntag ab.

Trotz vier Corona-Fällen in der ukrainischen Mannschaft fand das Länderspiel in Leipzig statt. Und das Virus war auch das Thema im Vorfeld der Partie.

  • Corona war das Thema des DFB-Länderspielabends.
  • ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein zeigte sich deshalb sehr besorgt.
  • Ihr Experten-Kollege Per Mertesacker ebenso - deshalb reiste er erst gar nicht an.

Mainz/Leipzig - Gerade aus medizinischer Sicht hatte man am Samstagabend hohe Erwartungen ans ZDF. Das Länderspiel wegen Corona fast ausgefallen – da wäre schön gewesen: Dr. Antje-Katrin Kühnemann-Hohenstein begrüßt Viren-Bundestrainer Christian Drosten und SPD-Mahner Karl Lauterbach, den Seuchen-Sammer. Drosten fordert zur massiven Stärkung der Abwehr auf: Mindestens Zehnerkette! Und Karlchen Lauterbach warnt: „Wenn Löw nicht die Fliege macht, steht uns ein langer, harter Winter bevor!“ Doch im Endeffekt war dann doch wieder nur Per Mertesacker da. Er und KMH wirkten allerdings sehr distanziert.

Corona-Länderspiel im ZDF: Per Mertesacker reist wegen Quarantäne-Angst nicht nach Deutschland

Die Moderatorin: Pastoralreferentin Müller-Hohenstein setzte ihr bewährt-bekümmertes Sorgengesicht auf und sprach das Wort zum Sonntag. „Eine Zeit, die für uns alle, aber eben auch für den Sport, mit großen Unwägbarkeiten und Herausforderungen verbunden ist.“ Amen. Eine der größten Herausforderungen ist es beispielsweise, Länderspiele zu gucken. Später fand KMH langsam zu besserer Laune und sagte die Sprüchlein auf, die Oliver Bierhoff von ihr hören will: „Ich finde vor allem, wir haben viele richtig gute Spieler!“ Interessant war der zugeschaltete Virologe Dr. Martin Stürmer: Beim ZDF sind sogar die Corona-Fachleute sportlich!

Der Experte: Per Mertesacker war aus London zugeschaltet. Denn wenn er von seiner Seuchen-Insel nach Leipzig gereist wäre, hätte er danach 14 Tage in die Eistonne müssen. Merte schwindelte tapfer: „Ich würde heute liebend gerne neben dir stehen.“ Lustig war, als die Katrin jauchzte, dass ihr Experte ja bestimmt immer noch engen Kontakt zur „Die Mannschaft“ hält. Da musste sie Mertesacker aber enttäuschen: „So viel Kontakt hab ich jetzt auch nicht mehr.“

Corona-Länderspiel im ZDF: Béla Réthy überzeugt mit nutzlosen Fakten

Der Kommentator: Béla Réthy muss man in all seiner Verschrobenheit irgendwie liebhaben. Er hatte sich wieder viele Notizzettel aufgeschrieben und verkündete der verblüfften Nation: „Sepp Maier hat sein 95. und letztes Länderspiel 1979 gegen Island gemacht, 10.602 Tage vor dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull.“ Gut, die zweite Hälfte des Satzes haben wir uns ausgedacht. Hätte aber von Béla sein können, der sehr Bierhoff-kompatibel kommentierte. Er schrie immer „Mag’s!“, wenn ihm eine Szene gefallen hat. Irgendwann sind wir aber drauf gekommen: Er meinte Max.

Rekapitulieren Sie die Partie gegen die Ukraine noch einmal mit unserem Ticker.

Auch interessant

Kommentare