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DFL-Boss Seifert verrät: So viele Profis sind immer noch ungeimpft

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Von: Marc Dimitriu

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. © Federico Gambarini/dp

Wenn es um Corona und ungeimpfte Spieler geht, ist im Moment vor allem der FC Bayern im Fokus. Aber auch bei anderen Vereinen gibt es zahlreiche Ungeimpfte.

Frankfurt am Main - Wenn man die Berichte der letzten Wochen verfolgt, könnte man den Eindruck haben, dass nur noch beim Rekordmeister aus München ungeimpfte Fußballer sind. Zu sehr ist die Debatte um Joshua Kimmich und seine Kollegen in den Vordergrund gerückt. Aber auch bei den anderen 36 Profiklubs der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga gibt es noch Zögerer oder Verweigerer.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert verrät: 86 Profis noch nicht gegen Corona geimpft

Von den knapp 1000 Spieler der höchsten deutschen Spielklassen sind offenbar noch ganze 86 nicht gegen Corona geimpft. Das verriet DFL-Geschäftsführer Christian Seifert der Süddeutschen Zeitung. Er appellierte an die Spieler, dies schnell zu ändern: „Auch für Profifußballer gilt, was aus meiner Sicht für alle Bürger. Lasst euch gefälligst impfen!“

Trotz allem kritisierte er aber auch die Forderung nach einer Impfpflicht für Fußballer, die in letzter Zeit diskutiert wurde. Er erklärt: „Angesichts von teilweise mehr als 70.000 täglichen Neuinfektionen frage ich mich jetzt schon, ob es im Land nicht drängendere Probleme gibt als 86 ungeimpfte Fußballer.“

Corona: DFL-Boss kritisiert auch die Regierung

Dass die Corona-Situation überhaupt wieder so schlimm wird, hatte er nicht gedacht: „Ich komme mir gerade vor wie in dem Film ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘. Wir haben vor einem Jahr doch alle gedacht, dass wir an Weihnachten 2021 in einer deutlich komfortableren Lage sein würden. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass das Land selbst bei 70 Prozent Impfquote gefühlt vor einer größeren Herausforderung steht als bei 100 Prozent Nichtgeimpften.“

Der DFL-Boss kritisiert auch die Regierung: „Aber in Deutschland hatte ich schon gelegentlich den Eindruck, dass es bei den Ministerpräsidentenkonferenzen oftmals um die Überschriften für die nachfolgenden Pressekonferenzen ging. Hier und da ist man das Gefühl nicht losgeworden, dass der Profifußball von Einzelnen auch genutzt wird, um in die Medien zu kommen oder von anderen Dingen abzulenken.“ (md)

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