Sörgel macht Druck auf Verband

Doping? DFB ist gefragt!

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Pharmakologe Fritz Sörgel fordert vom DFB mehr Aufklärungswillen.

München - Der Druck auf den Fußball wächst. Auch am Dienstag äußerten sich viele Betroffene und Ankläger zum Dopingbefund der Freiburger Evaluierungskommission. Die tz erklärt die neuesten Entwicklungen.

Der von Andreas Singler im Alleingang veröffentlichte Bericht unterstellt gezieltes, systematisches und mit öffentlichen Mitteln finanziertes Anabolikadoping beim VfB Stuttgart und beim SC Freiburg unter Anleitung von Dr. Armin Klümper, dem damaligen Leiter der Sporttraumatologie an der Universität in Freiburg. Die tz erklärt die neuesten Entwicklungen.

Stuttgart im Fokus: „Diese Beweise würde ich gerne sehen“, sagte Francois Caneri, von 1976 bis 1982 beim VfB als Physiotherapeut angestellt, den Stuttgarter Nachrichten: „Doping hat es beim VfB nicht gegeben – das hätte ich gewusst. Ich war sechs Jahre lang mit den Spielern jeden Tag zusammen, so etwas hätte man ihnen angesehen – an der Haut, an den Augen, am Muskelzuwachs, am Reaktionsvermögen.“ Er habe „selbst mit den Spielern die Medikamente in der Apotheke eingekauft“, sagte Caneri: „Ich weiß, was in den Tüten war.“ Sportvorstand Robin Dutt glaubt indes nicht, dass diese Nachricht die aktuellen Leistungen „beeinflussen wird. Das liegt schon Jahre zurück.“

Druck auf DFB: Der Pharmakologe Fritz Sörgel nimmt den Deutschen Fußballbund (DFB) in die Verantwortung. Mit der „Narrenfreiheit“ muss Schluss sein. „Der DFB muss in Zukunft eine Schippe drauflegen, damit er glaubwürdig wird“, sagte Sörgel im Morgenmagazin. Der DFB hält sich bisher bedeckt. Rainer Koch, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission des DFB, sagte bisher nur knapp: „Um das Ganze seriös einordnen zu können, müssten wir den detaillierten Bericht kennen.“

Armin Klümper: Die Schlüsselfigur lebt in Südafrika und äußert sich nicht. „Läufst du wie ein Stümper, geh zu Klümper“. soll früher ein gängiger Spruch unter den Athleten gewesen sein.

Toni Schumacher: Der ehemalige Nationaltorhüter veröffentlichte 1987 in seinem Buch Anpfiff Dopingvorwürfe und musste dafür Kritik einstecken. Diese Aussagen scheinen bestätigt. Der „heutige Fußball“, glaubt Schumacher, „ist sauber“.

mm

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