1. tz
  2. Sport
  3. Fußball

Dopingfahnder beim Schweizer Nationalteam

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Hamburg - Dopingfahnder haben am Samstagmorgen die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft im WM-Trainingslager in Crans Montana überrascht. Acht Speiler wurden zum Test ausgelost.

Die Kicker mussten sich einer unangemeldeten Kontrolle der FIFA unterziehen. Acht Spieler aus dem 23-Mann-Kader von Trainer Ottmar Hitzfeld wurden ausgelost. Noch vor dem Frühstück wurden Urin- und Blutproben genommen. Zu den kontrollierten Spielern zählten die Bundesliga-Profis Eren Derdiyok, Tranquillo Barnetta (beide Bayer 04 Leverkusen), Diego Benaglio (VfL Wolfsburg) und Mario Eggimann (Hannover 96).

Doping: Die dümmsten Ausreden

“Wir werden vor dem Turnierbeginn mindestens 256 Kontrollen in Trainings- oder bei Testspielen durchführen“, sagte FIFA-Arzt Jiri Dvorak, der die Kontrolle leitete. Hinzu kämen bis zu 150 weitere Tests durch nationale Dopingfahnder. Die Ergebnisse der Kontrolle in Crans Montana sollten innerhalb der nächsten zwei Tage vorliegen. Dvorak erwartet jedoch nicht, dass es Sünder in den WM-Teams gibt.

“Seit der WM 1994 in den USA mit dem Maradona-Fall hatten wir keine positive Probe mehr.“ Im Kader der von Hitzfeld trainierten Eidgenossen stehen insgesamt sieben Bundesliga-Profis, als Stammkräfte gelten jedoch nur Benaglio und Barnetta. Bevor die “Nati“ bei der Weltmeisterschaft auf Spanien, Chile und Honduras trifft, bestreitet sie in der Heimat noch zwei Testspiele gegen Costa Rica (1. Juni) und Italien (5. Juni).

dpa

Auch interessant

Kommentare