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Doppelspitze? Dreierkette? So variabel ist das DFB-Team

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Von: Manuel Bonke

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Joachim Löw hat ein taktisch gut geschultes Team zur Verfügung.
Joachim Löw hat ein taktisch gut geschultes Team zur Verfügung. © dpa / Federico Gambarini

Jogi in Experimentier-Laune! Vor dem heutigen Test gegen Spanien (20.45 Uhr/ARD) und dem Spiel am Dienstag gegen Brasilien (20.45 Uhr/ZDF) präsentiert sich der Bundestrainer risikofreudig.

Düsseldorf - „Es sind wichtige Spiele für die WM-Kaderplätze. Für mich ist es der ideale Zeitpunkt, den einen oder anderen Spieler zu sehen und zu experimentieren.“ Teammanager Oliver Bierhoff findet: „Wir sind sehr viel flexibler geworden!“ Aber wie variabel ist die DFB-Elf wirklich? Dreierkette, Doppelspitze, Konterstärke – die tz hat mit Taktik-Experte Constantin Eckner von spielverlagerung.de die Vielseitigkeit von Jogis Jungs analysiert.

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Dreierkette: Zwischen Dreier- und Viererkette wechselt Löw schon seit einiger Zeit. Der aktuelle DFB-Kader gibt dem Bundestrainer aber Möglichkeiten, diese Spielform zu perfektionieren. „Ginter ist der geborene Halb-Verteidiger, Kimmich kann sowohl in der Dreierkette als auch auf der Außenbahn davor spielen. In der Bundesliga ist diese Form weit verbreitet, die Reife und Intelligenz dafür ist bei den Spielern vorhanden. Löw muss also nicht viel erklären“, erklärt Eckner. Der Taktik-Experte sieht in Goretzka den idealen Flügelläufer: „Er steht defensiv stabil, hat bei Schalke häufig halbrechts im Mittelfeld gespielt und geht offensiv häufig in die Tiefe.“ Allerdings muss laut Eckner Müller in den sauren Apfel beißen, wenn die Dreierkette zum Einsatz kommt: „Özil besitzt deutlich mehr Passsicherheit. Das ist bei dieser Formation wichtig.“

Experte Eckner über die taktische Reife der DFB-Spieler: „Joachim Löw muss nicht viel erklären“

Doppelspitze: „Wenn es gegen stark Ballbesitzorientierte Gegner wie Spanien geht, ist das durchaus eine Möglichkeit, die Defensive zu stabilisieren“, meint Eckner. In seinen Augen ist Sandro Wagner Löws Sturmwaffe – mit seinen Stärken in der Luft der moderne Horst Hrubesch. Genaue Flanken von Kimmich oder Hector sind für den Erfolg dieser Taktik entscheidend.

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Konterstärke: Werner, Sané, Özil, Kroos, Gündogan – für den Taktik-Experten ist diese Truppe die perfekte Konter-Formation: „Werner und Sané bringen diese unglaubliche Schnelligkeit mit. Kroos und Gündogan sind ideale Passmaschinen, um das Spiel schnell zu machen. Özil spielt Schnittstellen-Pässe wie kein anderer. Und Freigeist Müller kann bei Tempo-Gegenstößen für die nötige Verwirrung in der gegnerischen Defensive sorgen.“ 

Manuel Bonke

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