Drei tz-Thesen nach dem Spiel in Tiflis

Jogi soll mehr Pep wagen!

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Ähnliche Spielweise: Guardiola (l.) und Löw (r.), hier bei einem Besuch des Bundestrainers an der Säbener Straße.

Tiflis - Das DFB-Team siegte in Georgien, wenn auch nicht mit einer überragenden Leistung. Die tz stellt nun drei Thesen auf, was anders oder besser laufen muss.

Es war diesig, regnerisch, kalt, einfach ungemütlich, als Jogi Löw mit seinen Spielern in die Maschine in Richtung Frankfurt stieg. Man wirkte nicht sonderlich gelöst, auch wenn mit dem 2:0-Sieg in Georgien sicherlich eine kleine Last abgefallen ist und man die Situation in der Gruppe etwas ansehnlicher gestalten konnte. Spielerisch war es nur halb gut, nämlich mit einer ordentlichen ersten Halbzeit, „weil wir da sehr dynamisch gespielt haben“, und einer zweiten Hälfte, „in der wir zu wenig Chancen kreiert haben“, wie Jogi Löw meinte. Er hat nun über zwei Monate Zeit diese Länderspielreise wirken zu lassen. Für die DFB-Elf geht es erst im Juni weiter mit dem Test gegen die USA und der Pflichtaufgabe gegen Gibraltar. Was dann anders oder besser laufen muss: Die drei tz-Thesen von Tiflis!

Jogi muss mehr wie Pep spielen!

Georgien war von Beginn an darauf aus, mit allen Spielern hinter den Ball zu kommen. „Wir haben versucht, flach hinter das Mittelfeld zu spielen und uns dann zu drehen. Da war dann aber immer noch eine Fünferkette vorhanden...“, sagte Thomas Müller, der Lücken aufriss und Lücken suchte. Denn: Der FCB-Star kennt die Problematik. Pep Guardiola antwortet auf derartige Bollwerke gern mit totaler Überzahl im Zentrum. Heißt: Die Außenverteidiger rücken ins Mittelfeld, die Spieler im Aufbau haben somit mehr Anspielmöglichkeiten. Geht man trotzdem durch bis auf die Grundlinie, sind Pässe in den Rücken der Abwehr gefragt. Denn: Mit Flanken aus dem Spiel heraus kann die deutsche Mannschaft nichts anfangen. Reus, Özil, Götze, auch Kruse und andere sind keine Kopfballspieler. Dieses Mittel ist angebracht, wenn Boateng, Hummels oder Höwedes bei Standards mit nach vorne gehen.

Die Abwehr braucht Zeit!

Löw hat recht, wenn er neue Konzepte ausprobiert. Nur an der Viererkette festzuhalten, wäre nicht zeitgemäß. Allerdings: Die Einführung der Dreierkette wird ein langer Prozess mit vielen Auf und Abs! Jerome Boateng sagt: „Die Dreierkette braucht Zeit, um richtig einstudiert zu sein. Das ist nicht so einfach bei der Nationalmannschaft, wo Spieler von verschiedenen Vereinen zusammenspielen.“ Der Bundestrainer wird die Qualifikationsspiele dafür nutzen müssen. Denn klar ist auch: Die Vorbereitung auf das EM-Turnier ist nach der Saison 2016 extrem kurz! Bis dahin müssen die Grundlagen sitzen, sonst wäre so eine Spielweise in Frankreich unausgereift und gefährlich.

Özil braucht eine Pause!

Jogi Löw ist bekannt dafür, dass er zu seinen Spielern steht, wenn sie nicht in Topform sind. Das ist auch gut so! Dennoch kann auch ein Mesut Özil mal für ein Spiel auf die Bank oder nach einer Stunde ausgewechselt werden. Sein Spiel ist im Moment statisch, seine präzisen Steilpässe funktionieren nicht. Und der Gegner kann sich darauf einstellen. Zudem können Götze oder Reus ebenfalls Akzente setzen auf der zentralen Position.

mic

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