Leverkusens Nachwuchs-Leiter

Eichin zur Fußballer-Ausbildung: Intensität steigern

"Projekt Zukunft"
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Thomas Eichin, Nachwuchs-Leiter von Bayer Leverkusen.

Berlin (dpa) - Nachwuchs-Leiter Thomas Eichin von Bayer Leverkusen fordert, dass den Fußball-Talenten in Deutschland mehr abverlangt wird.

«Ich glaube, dass wir die Spieler teilweise unterfordern und nicht überfordern. Wir müssen sie an die Bundesliga heranführen», sagte der 46 Jahre alte Ex-Profi der Deutschen Presse-Agentur auch mit Blick auf das «Projekt Zukunft» des Deutschen Fußball-Bundes.

Insgesamt wird eine Reform der Nachwuchsförderung in Deutschland in der Branche begrüßt. «Der DFB und die DFL haben sehr viel Arbeit in das 'Projekt Zukunft' gesteckt, es wurde viel recherchiert, mit den Beteiligten gesprochen und ausgewertet. Das Ergebnis ist ein ganzheitliches Konzept mit sehr konkreten Umsetzungsvorschlägen. Insbesondere die Konkretheit der Vorschläge ist als sehr zielführend zu bewerten», sagte Jochen Sauer, Leiter des FC Bayern Campus.

Die angedachte Abschaffung der U17- und U19-Bundesligen, die durch einen geschlossenen Wettbewerb ohne Auf- und Abstieg ersetzt werden sollen, bewertet er positiv. «Durch eine NLZ-Spielrunde können alle 56 Leistungszentren einen Wettbewerb auf höchstem Niveau austragen», sagte Sauer. «Der Wettbewerb wird abwechslungsreicher und wir würden uns viel öfter auf einem höheren Niveau vergleichen als bisher.» Zudem könne man Reisen und Schulbefreiungen minimieren.

Eichin sieht vor allem die angedachte Abschaffung von Auf- und Abstieg skeptisch. «Das ist für mich der falsche Ansatz. Einen Wettbewerb zu gewinnen, gehört dazu», sagte er. «Unsere Spieler sind teilweise nicht oder unzureichend präpariert für den harten Wettbewerb in der Bundesliga. Dieser sollte aus unserer Sicht unbedingt beibehalten werden», ergänzte er.

Insgesamt hält der frühere Sport-Geschäftsführer von Werder Bremen die Reform für sinnvoll. «Wir unterstützen alle Maßnahmen, die die individuelle Ausbildung eines jungen Spielers verbessern», sagte er. Entscheidend seien für ihn Trainerausbildung und die Arbeit in den Vereinen. «Die Vereine sind der Schlüssel dafür, nicht der Verband.»

© dpa-infocom, dpa:210211-99-392474/2

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