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Notfall beim Pokal-Finale: Patient (48) liegt noch auf Intensivstation - Identität inzwischen bekannt

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Von: Armin T. Linder

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Der Notfall beim DFB-Pokal-Finale bewegte Millionen. Der Patient liegt noch auf der Intensivstation - inzwischen ist auch seine Identität bekannt.

Update vom 23. Mai 2022: Millionen bangten nach Abpfiff des Pokalfinals mit dem Patienten, der am Spielfeldrand notärztlich versorgt wurde. Wie ist sein Gesundheitszustand jetzt? Laut Bild liegt der Mann noch auf der Intensivstation einer Berliner Klinik, ihm gehe es den Umständen entsprechend. Er hatte wohl weder Atmung noch Puls gehabt am späten Samstagabend, bevor er reanimiert wurde. Vorangegangen war dem Bericht zufolge wohl eine Herzattacke infolge eines epileptischen Anfalls.

Die Bild berichtet nun auch, wer der Mann ist: der Chef der Firma, die den Pokal hergestellt hat und sich um die Gravur kümmert, 48 Jahre alt. Auf die Nennung seines kolportierten Namens soll hier verzichtet werden. Weiterhin gute Besserung!

Notfall beim Pokal-Finale: Patient hatte weder Puls noch Atmung - Laut DFB war es kein Zuschauer

Unser Artikel vom 22. Mai 2022: Berlin - Das Sportliche wurde plötzlich ganz, ganz nebensächlich: Ein Notarzt-Einsatz nach Abpfiff beim DFB-Pokal-Finale in Berlin bewegte nicht nur die Menschen im Olympiastadion. Sondern auch Millionen vor den TV-Bildschirmen. Aufgrund des schnell aufgebauten Sichtschutzes konnte zwar niemand bemerken, was geschah. Doch allen war klar: Es muss etwas Ernstes sein!

Notfall beim DFB-Pokal-Finale: Mensch bricht an Seitenlinie zusammen

Ein Mensch brach an der Seitenlinie zusammen. Sanitäter schirmten den Rettungseinsatz mit Decken vor den mehr als 74.000 Zuschauern im Stadion ab, die Fans im Stadion verstummten. Ein Rettungswagen fuhr ins Stadion.

Die Ehrung des Pokal-Siegers RB Leipzig verzögerte sich, Stadionsprecher und TV-Kommentatoren hielten die jeweiligen Zuschauer auf dem Laufenden. Und die Fans im Stadion zeigten eine Gänsehaut-Reaktion: Viele hatten ihr Handylicht angeschaltet und hoch gehalten - wohl als Zeichen der Solidarität und des gemeinsamen Zusammenstehens.

SC Freiburg - RB Leipzig
Zahlreiche Fans leuchteten mit ihren Smartphones. © IMAGO/Matthias Koch

Später folgten zum Glück positive Nachrichten. Nach knapp 20 Minuten sagte der Stadionsprecher, der Patient sei „stabil“ und werde ins Krankenhaus gebracht. „Wir wünschen ihm gute Besserung und sagen ein herzliches Dankeschön an die Rettungskräfte“, sagte der Sprecher.

Notfall beim DFB-Pokal-Finale: Person muss reanimiert werden

Auch via Twitter wurden die Menschen auf dem Laufenden gehalten - um kurz nach Mitternacht schrieb die Berliner Feuerwehr dort: „Eine Person konnte von Kräften des ASB und der Berliner Feuerwehr erfolgreich reanimiert werden und wurde anschließend mit Notarztbegleitung in eine Klinik gebracht.“ Viele Nutzer loben dort die Arbeit der Einsatzkräfte, etwa mit folgenden Worten: „Danke .. vielen Dank. Großartiger Einsatz von allen Beteiligten. Von 0 auf 100 voll zu funktionieren, verdient großen Respekt.“

Auch Pokalsieger RB Leipzig äußerte sich via Twitter. „Der Patient ist stabil und wird zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus gefahren. Bitte werd ganz schnell wieder gesund - das ist bei all dem hier das Wichtigste! Danke auch an die Rettungskräfte für den großartigen Einsatz!“, hieß es vom offiziellen Account.

Notfall beim DFB-Pokal-Finale: Person arbeitete wohl dort

Lange hieß es etwa in der ARD, ein Fotograf sei kollabiert. Am Sonntagmorgen aber berichtet die Bild: Es handle sich um eine Person, die im Olympiastadion arbeitete und Zugang zum Innenraum hatte. Laut Bild kamen eine Herzdruckmassage und ein Defibrillator zum Einsatz.

Nach dpa-Informationen hatte die Person eine Arbeitskarte für das Endspiel. Es habe sich nicht um einen Zuschauer gehandelt, hieß es am Sonntag vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). Weitere Details wurden nicht bekannt.

SC Freiburg - RB Leipzig Pokalfinale Notarzt
Die Person wurde nach dem Elfmeterschießen am Spielfeldrand medizinisch versorgt. © Robert Michael/dpa

Notfall beim DFB-Pokal-Finale: Person hatte weder Puls noch Atmung

Nach Angaben der Berliner Feuerwehr vom späten Samstagabend wurde die Person erfolgreich reanimiert. Der Mann hatte demnach wieder Puls und Atmung und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über seinen Zustand gab es am Sonntag keine neuen Informationen.

Auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger lobte die Einsatzkräfte, er schrieb via Instagram: "Großes Kompliment an die Ärzte und Sanitäter, welche in dieser Situation so klasse reagiert haben."

„Gute Besserung für die Person, wir haben nicht gesehen, wer es war“, erklärte Leipzig-Kapitän Péter Gulácsi. „Das überschattet alles ein bisschen, doch wir freuen uns extrem auf den Pokal, für die Stadt, unseren Verein und unsere Fans.“

Die durch den Rettungseinsatz verzögerte Siegerehrung konnte schließlich stattfinden. Nach einem Spielstand von 1:1 nach der regulären Spielzeit hatte der RB Leipzig den DFB-Pokal im Elfmeterschießen gewonnen.

Der Notfall im Stadion erinnerte an den dänischen Fußballer Christian Eriksen. Der Mittelfeldspieler war am 12. Juni 2021 beim Spiel der dänischen Nationalmannschaft gegen Finnland bei der EM in England nach einem Herzstillstand zusammengebrochen. Ärzte retteten sein Leben. Inzwischen lebt er mit einem implantierten Defibrillator und hat sein Comeback in den Profi-Fußball gefeiert. (lin mit sid/AFP)

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