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Eintracht-Coach Glasner will Spieler erden - Sow fällt aus

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Oliver Glasner
Eintracht-Cheftrainer Oliver Glasner will seine Spieler nach dem Sieg in Barcelona wieder erden. © Arne Dedert/dpa

Eintracht Frankfurts Cheftrainer Oliver Glasner hat am Tag nach der 3:2-Sensation beim FC Barcelona den Fokus schnell auf das Bundesliga-Gastspiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim 1. FC Union Berlin gelegt.

Barcelona - „Das war ein extremer Ausschlag nach oben. Wenn man so ein Glücksgefühl hat, dauert es den einen oder anderen Tag, wieder geerdet zu sein“, sagte der Österreicher am Freitag im Interview mit Eintracht-TV. Es sei nun die Aufgabe, nach dem Halbfinaleinzug in der Europa League am Donnerstag „in Berlin mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen: Wir werden das von den Jungs einfordern“.

Wie bereits beim spanischen Spitzenclub muss Glasner in Berlin auf den am Knie verletzten Mittelfeldspieler Djibril Sow verzichten. „Es wird nicht ausgehen. Er hat noch Schmerzen bei gewissen Bewegungen“, berichtete der Coach. Er kündigte zudem an, nach dem Kraftakt in Barcelona „die eine oder andere frische Kraft“ in der Startelf an der Spree aufzubieten. Mit einem Sieg könnten die Hessen den Abstand zum Tabellensiebten aus Berlin auf drei Punkte verkürzen und die Hoffnung auf einen Europacup-Platz für die nächste Saison erhalten.

Unterdessen schwelgte Doppeltorschütze Filip Kostic nach der grandiosen Partie im Camp Nou noch weiter im Glück. „Das war das beste Spiel meiner Karriere“, meinte der 29 Jahre alte Serbe in einem ebenfalls am Freitag auf Twitter verbreiteten Interview mit Eintracht-TV. „Ich bin sehr glücklich und stolz auf alles, auf diese Mannschaft, diesen Verein und unsere Fans“, sagte er. „Der Sieg ist wichtig für die ganze Stadt und uns.“ Um wieder fit für das Spiel in Berlin zu sein, brauche er einen Tag Regeneration. „Das Glück bleibt aber in meinem Herzen“, beteuerte Kostic.

Union guckt auf sich

Union Berlins Trainer Urs Fischer will sich von der Euphorie bei Eintracht Frankfurt nicht beeinflussen lassen. „Das ist für mich nicht relevant, weil ich es nicht weiß“, sagte der Schweizer auf die Frage, ob er mit einer entsprechend aufgeladenen Gästemannschaft im Stadion An der Alten Försterei rechne.

„Emotionale Kontrolle“ gefalle ihm besser, betonte der Coach der Eisernen, die ihrerseits zuletzt in der Fußball-Bundesliga mit dem 4:1 im Derby bei Hertha BSC selbst einen stimmungsvollen Erfolg gefeiert hatten. „Es beginnt wieder bei null“, sagte Fischer.

In der Tabelle können die Berliner mit einem weiteren Sieg ihre neuen Ambitionen auf einen Europapokalplatz unterstreichen. Mit 44 Punkten liegen sie als Siebter fünf Zähler vor den Frankfurtern. „Die Mannschaft kennt ein bisschen die Situation“, sagte Fischer und verglich die Konstellation mit der Partie gegen den 1. FC Köln, die die Unioner daheim mit 1:0 gewonnen hatten.

Personell kann Fischer gegen die Frankfurter mit allen Spielern planen. Für den zuletzt angeschlagen fehlenden Stammkeeper Andreas Luthe wird es aber höchstens zu einer Berufung in den Kader reichen. dpa

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