Die große Geschichte der SGE

Eintracht Frankfurt: Gründung, Erfolge, Stadion – alle Infos

Eintracht Frankfurt nach einem 4:1 gegen den FC Bayern München
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Eintracht Frankfurt nach einem 4:1 gegen den FC Bayern München

Eintracht Frankfurt und seine Erfolgsgeschichte – das sind die Hintergründe des Bundesligisten aus Frankfurt am Main.

  • Eintracht Frankfurt blickt seit der Gründung 1899 auf eine langjährige Vereinsgeschichte zurück. 
  • Der Fußballverein, der auch als SGE bekannt ist, verbucht zahlreiche Erfolge, Pokale und Rekorde
  • Soziales Engagement und ein lebendes Maskottchen sind nur einige Besonderheiten von Eintracht Frankfurt.

Frankfurt am Main – Eintracht Frankfurt blickt auf eine langjährige Vereinsgeschichte zurück. Seit der Gründung 1899 ist viel passiert: Der Fußballverein fungierte nicht nur als Gründungsmitglied der Bundesliga, sondern erlebte Trainerwechsel, errang Rekorde und Erfolge und machte sich ein lebendes Maskottchen zu eigen. Darüber hinaus engagiert sich Eintracht Frankfurt in zahlreichen sozialen Projekten, auch abseits des Stadions. Der folgende Artikel liefert alle wichtigen Informationen rund um Gründung, Erfolge, Trainerhistorie sowie interessante Fakten zu Vereinsfarben, Trikots und Maskottchen.

Eintracht Frankfurt: Die Gründung des Fußballvereins

Eintracht Frankfurt, auch als SGE als Abkürzung für Sportgemeinde Eintracht bekannt, wurde am 8. März 1899 gegründet. Damals hieß der Fußballverein, der als Vorgänger von Eintracht Frankfurt gilt, noch „Frankfurter Fußball-Club Victoria”. Nahezu zeitgleich wurde der „Frankfurter Fußball-Club Kickers von 1899” gegründet. Während die Vereine anfangs konkurrierten, kam es am 13. Mai 1911 zum Zusammenschluss. Fortan hieß der Verein „Frankfurter Fußballverein von 1899“, abgekürzt Frankfurter FV.

Aufgrund des vorherrschenden Ersten Weltkrieges musste der Verein sich neu finden. Auch wenn der Verein selbst während der Kriegsjahre spielte, war eine Neuordnung unumgänglich. Im April 1920 schloss sich der FFV mit der Frankfurter Turngemeinde zur sogenannten „Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861” zusammen. Sieben Jahre später kam es zur Trennung dieses Zusammenschlusses, wodurch der Fußballverein fortan den Namen „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F.F.V.) von 1899” trug, im Vereinsregister bereits als „Eintracht Frankfurt e. V.” vermerkt.

Eintracht Frankfurt: Titel, Pokale und Rekorde

Auf seinem bisherigen Weg konnteEintracht Frankfurt zahlreiche Erfolge verbuchen, darunter:

  • Deutscher Meister 1959
  • Deutscher Vizemeister 1932
  • fünffacher Deutscher Pokalsieger
  • dreifacher DFB-Pokal-Finalist
  • DFB-Supercup-Finalist
  • UEFA-Pokalsieger
  • vierfacher süddeutscher Meister
  • dreifacher Nordkreismeister

Neben weiteren zahlreichen Pokalsiegen und Meistertiteln, zählt Eintracht Frankfurt auch einige Rekorde. So entsprang beispielsweise der Spieler Karl-Heinz Körbe l dem Verein. Mit 602 absolvierten Spielen gilt er in der Bundesligageschichte als Rekordspieler. Weiterhin stellte Eintracht Frankfurt während der Saison 2012/13 einen Rekord auf, indem der Verein die ersten vier Spiele für sich entschied. Zudem hält die SGE den Rekord „Gesamtzahl an Toren und Gegentoren”.

Eintracht Frankfurt: In diesem Stadion sind die Fußballprofis zu Hause

Seit 1920/21 war Eintracht Frankfurt im Riederwaldstadion beheimatet. Für damalige Verhältnisse war dieses Stadion in Frankfurt-Bornheim mit etwa 30.000 Plätzen eines der größten deutschlandweit. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges und der zusammenhängenden Luftangriffe wurde das Riederwaldstadion 1943 komplett zerstört. Das Stadion ist dabei so heruntergebrannt, dass ein Neuaufbau nicht möglich war. Ab dem Folgejahr fanden Spiele fortan auf dem alten Sportplatz von Eintracht Frankfurt statt, 1949 bekam die Mannschaft von der Stadt ein neues Gelände gestellt.

Seit der Bundesliga-Gründung 1963 ist das Gebäude der „Commerzbank-Arena” das Heimspielstadio n Eintracht Frankfurts. Das Stadion fasst insgesamt etwa 50.000 Besucher. Hier spielte bisher jedoch nicht nur Eintracht Frankfurt, sondern auch viele namhafte Künstler und Prominente, darunter:

  • Herbert Grönemeyer
  • Wladimir Klitschko
  • Udo Lindenberg
  • Muhammad Ali
  • Guns 'n Roses

Das Eintracht-Frankfurt-Museum, welches über Google Maps von oben zu bestaunen ist, gibt Interessierten einen Einblick über die Vereinsgeschichte. Mit einem neuen Nutzungsvertrag ab Juli 2020 möchte Eintracht Frankfurt das Stadion in Sachsenhausen-Süd auf 60.000 Plätze erweitern und so noch mehr Raum für Fußballfans, Sportfreunde und Musikbegeisterte schaffen.

Eintracht Frankfurt – Die Trainerhistorie

Ein Verein, viele Trainer: Die Trainerhistorie von Eintracht Frankfurt ist aufgrund der langjährigen Geschichte des Vereins entsprechend umfangreich. In der Anfangszeit waren sogenannte Übungsleiter für die Trainingseinheiten verantwortlich, hauptberufliche Trainer gab es in dem Sinne selten bis gar nicht. Als die ersten Übungsleiter von Eintracht Frankfurt gelten heute Paul Gilly-Goldberger und Albert Sohn. 1921 wurde von der Vereinsspitze jedoch entschieden, dass der Verein einen Trainer braucht, nicht lediglich einen Übungsleiter. Izidor „Dori” Kürschner übernahm den Posten. Seine Karriere als Trainer von Eintracht Frankfurt war jedoch von kurzer Dauer. Bereits zum Saisonende entschloss er sich, eine andere Mannschaft zu trainieren.

Weitere Übungsleiter und Trainer aus unterschiedlichen Ländern wie Deutschland, Kroatien, Ungarn und Rumänien folgten. Die Trainer kamen aber auch aus diversen Tätigkeitsfeldern. Manche trainierten vor Eintracht Frankfurt bereits andere Fußballvereine, andere waren als Universitätslehrer tätig. Unterdessen blickt Eintracht Frankfurt auf über 70 Trainer zurück. Seit dem 01.06.2018 trainiert Adi Hütter den Verein.

Eintracht Frankfurt hat drei Vereinsfarben

Die Farben von Eintracht Frankfurt sind Rot, Schwarz und Weiß und spiegeln sich im Logo des Fußballvereins wider – dem Frankfurter Adler in Rot und Weiß. Auch die Trikots sind klassischerweise in Schwarz-Weiß oder Schwarz-Rot gehalten beziehungsweise zeigen alle drei Farben. Während die Farbkombination aus Rot, Schwarz und Weiß auf der traditionellen Vereinskleidung aus roten Blusen, schwarzen Hosen und weißen Gürteln beruht, sorgt die Farbkombination auch heute noch für Verunsicherungen. Um sich von den Farben der Reichsfahne zu distanzieren, ist bei Eintracht Frankfurt nicht von den Farben Schwarz-Weiß-Rot die Rede, sondern von Rot-Schwarz-Weiß. Das ist sogar in der Satzung des Vereins in Paragraf Zwei schriftlich festgehalten.

Eintracht Frankfurt: Wer war der Top-Transfer?

Als Top-Transfer von Eintracht Frankfurt gilt der Innenverteidiger Martin Hinteregger, den der FC Augsburg für eine Ablösesumme von neun Millionen Euro an Eintracht Frankfurt abgegeben hat. In dieser Preisklasse spielen Djibril Sow, der für ebenfalls neun Millionen Euro von den BSC Young Boys zu Eintracht gewechselt ist, sowie Dominik Kohr, für dessen Wechsel von Bayern Leverkusen immerhin 8,5 Millionen Euro ausgegeben wurden.

Eintracht Frankfurt verbucht jedoch nicht nur Zugänge, sondern ließ ebenfalls Spieler abgehe n. Darunter zum Beispiel Carlos Zambrano, der für etwa 3,5 Millionen Euro nach Russland wechselte sowie Bastian Oczipka, der für 4,5 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu FC Schalke 04 ging.

SGE und soziales Engagement

Nur Fußball im Kopf? Eintracht Frankfurt ist sich seines Einflusses bewusst und engagiert sich daher auch abseits des Fußballs. Als Unterstützer von „Kein Platz für Rassismus” setzt sich die SGE gegen Fremdenfeindlichkeit auf Fußballplätzen und darüber hinaus ein. Zudem engagiert sich Eintracht Frankfurt für eine sinnstiftende Beschäftigung junger Menschen im Rahmen des freiwilligen sozialen Jahres und unterstützt gleichzeitig auch diverse Schulprojekte. So können beispielsweise Schulabgänger bei Eintracht Frankfurt lernen, Verantwortung zu übernehmen, indem sie Aufgaben in der Vereinsarbeit übernehmen.

Eintracht Frankfurt – mit dem König der Lüfte als Maskottchen zum Erfolg

Das Maskottchen von Eintracht Frankfurt ist der Adler Attila. Bereits seit 2005 leistet der Steinadler, angelehnt an den Frankfurter Adler, dem Verein treue Dienste als Glücksbringer. 

Der König der Lüfte hat seit 2005 kein Heimspiel im Frankfurter Stadion verpasst. Das Tier kommt dabei jedoch nicht etwa nur als typische Plüschversion daher, sondern als echter Vogel, der mit seinem Falkner direkt am Ort des Geschehens ist. Abseits der Heimspiele lebt Attila im Wildpark Hanau und genießt neben jeder Menge Ansehen seine mehrfach jährlich stattfindenden Jagdausflüge – stets bewundert von treuen Eintracht-Fans.

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