Personalie Boateng

Schweinsteiger kritisiert Bundestrainer Löw - und wundert sich schwer über Hoeneß

Bei der EM 2021 ist Bastian Schweinsteiger wieder als ARD-Experte im Einsatz. Im Vorfeld übt er derweil schon einmal Kritik an Joachim Löw - und zeigt sich enttäuscht von Uli Hoeneß.

München - Es sind nur noch wenige Tage, bis die Fußball-EM startet. Für das DFB-Team beginnt das Turnier mit einem Jahr Verspätung am 15. Juni mit der Auftaktpartie gegen Weltmeister Frankreich. Für ARD-Experte Bastian Schweinsteiger hat das erste Spiel für die Löw-Truppe bei der EM 2021 eine gewaltige Bedeutung.

„Wenn Deutschland zum Auftakt den amtierenden Weltmeister Frankreich schlagen würde, dann könnte das eine Euphorie entfachen, welche die Mannschaft trägt. Dann hast du Rückenwind“, so der Ex-FCB-Star im Interview mit der Sport Bild.

Am Mittwoch (2. Juni) startet mit dem Testspiel gegen Dänemark die heiße Phase der Vorbereitung auf die EM.

Bastian Schweinsteiger (ARD): Rumms! Ex-FCB-Star teilt gegen Löw und Hoeneß aus

An der Kader-Nominierung vom scheidenden Bundestrainer, der kürzlich ein bemerkenswertes Interview gab, übt der Weltmeister dabei etwas Kritik. Vor allem die Personalie Jérôme Boateng stößt bei Schweinsteiger auf doppeltes Unverständnis. „Mir persönlich ist es jedoch ein Rätsel, wieso Jérôme Boateng nicht nominiert wurde“, sagt der 36-Jährige: „Er hat maßgeblichen Anteil an der Sechs-Titel-Saison des FC Bayern, an der Meisterschaft diese Saison. Wenn ich die Innenverteidiger der abgelaufenen Saison durchgehe, war Jérôme für mich der beste Mann in der Bundesliga.“

Für ihn sei Boateng „besser als alle Verteidiger, die nun im EM-Aufgebot Deutschlands stehen“. Darüber hinaus kann Schweinsteiger das Verhalten von Uli Hoeneß gegenüber Boateng in keiner Weise nachvollziehen. „Das hat mich überrascht“, so der ARD-Experte: „Ich kannte Uli Hoeneß immer so, dass es ihm das Wichtigste war, die eigenen Spieler des FC Bayern zu schützen. Ich weiß nicht, ob immer noch etwas zwischen den beiden steht.“

Schweinsteiger kritisiert Löw - Boateng besser als alle EM-Verteidiger im DFB-Kader

Hoeneß hatte sich im März im Zuge seiner Tätigkeit als RTL-Experte mit deutlichen Worten gegen eine Nominierung von Boateng ausgesprochen. Schon damals musste sich der Ex-Bayern-Präsident Kritik gefallen lassen. Hoeneß und Boateng wird seit der Meisterfeier 2019 nicht das beste Verhältnis nachgesagt. Damals riet ihm der FCB-Präsident als „guter Freund“, dass sich Boateng einen neuen Verein suchen solle, weil er beim FC Bayern nicht mehr glücklich werden würde.

Unter Hansi Flick fand Boateng dann aber wieder in die Spur und war maßgeblich daran beteiligt, dass der Rekordmeister im vergangenen Jahr sechs Titel holte. Der Vertrag des 32-Jährigen wird im Sommer nicht verlängert. Boatengs sportliche Zukunft steht bislang noch nicht fest. (smk)

Rubriklistenbild: © Imago-Images/Maik Hölter/TEAM2sportphoto

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