Schwierige Abwägung

DFB-Dilemma für Jogi Löw: Ex-Star wirbt jetzt für „neues“ Szenario - „Kann ich mir gut vorstellen“

Frings über Aufstellung
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Torsten Frings (Mi.) weiß auch nicht so recht, wo er Joshua Kimmich aufstellen würde.

Jogi Löw stehen gedankenreiche Stunden bevor. Welches Team schickt der DFB-Coach zum EM-Auftakt gegen Frankreich ins Rennen? Ein Ex-Profi hat Tipps parat.

München - Wohin mit Joshua Kimmich? Soll er der DFB-Elf als Rechtsverteidiger helfen oder ist sein Platz bei der Fußball-EM 2021 in der Mittelfeldzentrale? Für den deutschen Ex-Nationalspieler Torsten Frings (44) ist denkbar, dass der FC-Bayern-Star von Bundestrainer Joachim Löw im EM-Turnier variabel auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt wird. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Kimmich im Verlauf des Turniers auf beiden Positionen zum Einsatz kommen wird, und dass es immer vom Gegner abhängig sein wird, wo Jogi Löw ihn spielen lässt“, schrieb Frings in seiner Sky-Sport-Kolumne.

EM 2021: Ideale Position für Joshua Kimmich? Auch Torsten Frings ist unentschlossen

Über die viel diskutierte K-Frage hat sich auch Frings in den vergangenen Tagen einige Gedanken gemacht. „Auf der einen Seite brauchst du einen Verteidiger, der permanent anschiebt, auf der anderen Seite brauchst du aber einen zweikampfstarken Spieler im Mittelfeld“, erklärte der 44-Jährige.

Beim 7:1-Erfolg gegen Lettland im letzten EM-Test in Düsseldorf hatte Kimmich die rechte Defensivseite beackert, Toni Kroos und Ilkay Gündogan das zentrale Mittelfeld besetzt. Frings war - wie Übungsleiter Löw - nicht gänzlich zufrieden: „Mir fehlt dort jemand, der aggressiv ist, der richtig dazwischenhaut und Bälle erobert. Dieser Jemand wäre für mich Joshua Kimmich.“ Weltmeister Frankreich werde das DFB-Team im Auftaktmatch am Dienstag mehr „fordern und unter Druck setzen. Da wird man erst sehen, wie sicher unsere Abwehr steht und wie stabil unser Zentrum im Mittelfeld ist“.

Was plant Jogi Löw zum EM-Auftakt gegen Frankreich? „Kann auch sein, dass man dann mal einen Schritt zu spät kommt“

Frings zufolge könnte Löw Kimmich gegen Frankreich „als Rechtsverteidiger aufstellen, wo er Kylian Mbappe permanent bearbeiten und vielleicht sogar dessen defensive Schwächen ausnutzen kann.“ Am Ende des Tages komme es darauf an, wie mutig Löw den EM-Auftakt (der komplette Spielplan in der Übersicht) bestreiten wolle, denn: „Es auch sein, dass man dann im Umschaltspiel auch mal einen Schritt zu spät kommt.“

Die andere Variante: Löw entschließt sich zu einer etwas defensiveren Herangehensweise gegen die Elf von Didier Deschamps. Dann wäre Kimmichs Platz in der Mitte. „Dort werden viele Balleroberungen wichtig sein“, prognostiziert Frings.

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