„Ist schon eine Legende“

So stark wie FCB-Star? Trainer von EM-Underdog adelt Spieler - und merkt selbst, dass er übertrieben hat

Trainer Marco Rossi
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Ungarns Trainer Marco Rossi ist von seinem Torhüter komplett überzeugt.

Understatement ist seine Sache nicht: Ungarns Trainer Marco Rossi geht bei der EM 2021 in die Offensive - und korrigiert sich dann ein wenig.

München/Budapest - Die Ungarn sind nicht zu beneiden. Bei der Fußball-EM 2021 hat es die Außenseiter des italienischen Übungsleiters Marco Rossi in die sogenannte „Todesgruppe“ mit Deutschland, Frankreich und Portugal gespült. Und dann müssen die Magyaren beim paneuropäischen Kräftemessen auch noch auf Aushängeschild Dominik Szoboszlai verzichten. Dem 22-Jährigen in Diensten von RB Leipzig machen weiter Schambeinprobleme zu schaffen.

EM 2021: Ungarns Torhüter so gut wie Neuer? Trainer: „Denke ich absolut“

Trainer Rossi, dessen Landsleute am Freitag souverän ins Turnier starteten, verbreitet vor dem Auftaktmatch gegen Portugal dennoch Optimismus. Maßgeblicher Grund ist ein weiterer RB-Akteur, dem der italienische Coach eine Führungsrolle in seinem Team zuweist. „Er hat in den vergangenen Jahren auf einem absoluten Top-Niveau gespielt und das auch im internationalen Wettbewerb gegen die besten Mannschaften in Europa bewiesen“, adelte der Chefanweiser seinen Torhüter Peter Gulacsi auf einer Pressekonferenz.

Rossis Lob für den Schlussmann inkludierte auch eine durchaus steile These: „Ich denke, dass man ihn absolut auf dem gleichen Niveau wie Manuel Neuer sehen muss.“ Der 31-jährige Gulacsi steht seit 2015 in Leipzig unter Vertrag und macht seither mit konstanten Leistungen auf hohem Niveau von sich reden. Auf einer Ebene mit dem fünffachen Welttorhüter Neuer dürften ihn jedoch die wenigsten Keeper-Experten sehen.

Nach Gulacsi-Lob: Ungarn-Coach bremst sich ein wenig ein - „Neuer ist schon eine Legende“

Rossi rüstete im Zuge des Medientermins dann auch ein wenig ab: „Neuer ist aber schon eine Legende. Ich hoffe, dass Peter am Ende seiner Karriere zu einer Legende in Leipzig werden kann.“

Wohlwollende Worte hatte der Italiener, der mit seinem Team vor vollem Haus in Budapest ins Turnier startet, für den scheidenden DFB-Coach parat. „Zuletzt hat er vielleicht nicht immer die richtigen Ergebnisse geholt, aber er musste über die Jahre hinweg auch mehrmals einen Generationenwechsel vollziehen“, sagte Rossi über seinen Kollegen Löw, dem er dann sogar noch ein schmeichelhaftes Prädikat verlieh: „Für mich gehört er ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Nationaltrainern der Welt. Die Fakten sprechen für ihn.“

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