Klarheit am Freitag

EM 2021: München-Hammer! Allianz Arena öffnet bald wieder für mehr als 10.000 Zuschauer - OB nennt Bedingung

Die Europameisterschaft sollte auch in der Münchner Allianz Arena ausgetragen werden. Nun droht der bayerischen Landeshauptstadt das Aus.
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Die Europameisterschaft soll auch in der Münchner Allianz Arena ausgetragen werden.

Findet die EM 2021 in München statt oder nicht? Die UEFA hat am Freitag eine Entscheidung getroffen, die dem DFB gefallen dürfte.

EM 2021: München bleibt Spielstätte - OB Reiter nennt Bedingung für Zuschauer

Update vom 23. April, 15.05 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich am frühen Nachmittag zur Beibehaltung von München als Spielort der EM 2021 geäußert: „Heute ist ein erfreulicher Tag für die Fußball-Fans in München“ so Reiter. Er freue sich außerdem, dass die UEFA „eingesehen“ habe, dass München auch ohne Zuschauer-Garantie ein attraktiver Standort für die Ausrichtung einer EM sei. Er könne dennoch nur wiederholen, was bereits vergangene Woche gesagt wurde. Man müsse dann, wenn es so weit sei, infektiologisch entscheiden, was gehe, und was nicht. Hier sei man sich mit dem Freistaat Bayern einig. Es sei weiterhin nicht verantwortbar, Zuschauer bei einem Fußballspiel zuzulassen, während Schulen und Kitas, sowie Hotellerie und Gastronomie geschlossen seien.

OB Reiter führte fort, dass eine der Bedingungen für Zuschauer sei, „deutlich“ unter die Inzidenz von 100 zu kommen.

Update vom 23. April, 13.11 Uhr: Die Stadt München bleibt Spielort für die Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bestätigte am Freitag auf seiner Sondersitzung die bayerische Landeshauptstadt als Co-Gastgeber für das Turnier (11. Juni bis 11. Juli). In München sollen die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie ein Viertelfinale ausgetragen werden.

Die bayrische Landesregierung hatte nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zuvor einem Leitszenario mit einer Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern in München zugestimmt. Eine Anpassung „würde notwendig werden, falls die öffentliche Gesundheit aufgrund einer sehr nachteiligen Entwicklung“ der Pandemie gefährdet sei, hieß es.

Neun Städte waren bereits vor dem Sondermeeting des Exko als Ausrichter bestätigt, München gehörte aufgrund der fehlenden Zuschauergarantie zu den Wackelkandidaten. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw trifft in der Allianz Arena auf Weltmeister Frankreich (15. Juni), Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni).

Update vom 23. April, 11.59 Uhr: Die Stadt München bleibt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Co-Gastgeber der Fußball-EM. Die Europäische Fußball-Union UEFA bestätigte die bayerische Landeshauptstadt als Ausrichter der drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie eines Viertelfinales, wie die dpa während einer Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Freitag erfuhr.

Zuvor hatte die Landesregierung Bayerns nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds ihr Einverständnis mit dem Leitszenario erklärt, in dem eine Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern in München für „realistisch“ gehalten wird. Geplant in der Allianz Arena sind die deutschen Heimspiele gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale.

EM 2021: Bald wieder mehr als 10.000 Fans in der Allianz Arena?

Update vom 23. April, 11.52 Uhr: Der Weg für München als EM-Spielort scheint nach einer langen Debatte um die Zulassung von Zuschauern frei: Kurz vor der Entscheidung durch das UEFA-Exekutivkomitee sieht der DFB schon „positive Vorzeichen“. Die Regierung des Freistaats Bayern habe „ihr Einverständnis mit dem Leitszenario erklärt, das der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gemeinsam mit der Stadt München und den zuständigen Ämtern und Behörden in den vergangenen Monaten erarbeitet hat“, teilte der Verband mit. Aus der Staatskanzlei in München oder von der UEFA gab es hierzu noch keine Bestätigung.

Demnach könnte für die Partien in der Allianz Arena trotz der Corona-Pandemie mit einer Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern geplant werden. Damit würden ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt im Sommer erstmals in diesem Jahr bei einem Fußballspiel wieder Fans zugelassen sein. Die UEFA hatte eine Teilauslastung der zwölf EM-Arenen zur Bedingung gemacht und von neun internationalen Spielorten dafür schon Zusagen erhalten.

„Die grundsätzliche Unterstützung für das Turnier wird dadurch aufrecht erhalten und mit der verantwortungsvollen Beobachtung der Entwicklung der Pandemie verbunden“, hieß es vom DFB.

EM 2021: Erste München-Entscheidung schon gefallen? Brisantes Gerücht macht die Runde

Erstmeldung vom 23. April, 9.55 Uhr: München - Der entscheidende Tag ist gekommen: Am heutigen Freitag, 23. April, entscheidet sich, ob München nun Ausrichter der EM 2021* ist oder nicht. Der DFB* geht kurz vor der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees fest von einem Verbleib der bayerischen Landeshauptstadt unter den Spielorten aus. „Wir sind überzeugt davon, dass München ein Standort der UEFA EURO 2020 bleibt. In den vergangenen Tagen haben wir viel Zuspruch aus der Politik für unsere verantwortungsvollen Planungen erhalten“, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius auf SID-Anfrage.

Auch die bayrische Landesregierung habe ihre Unterstützung „noch einmal klar bekräftigt“. Daher blicke der DFB „der Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees mit großer Zuversicht entgegen“, sagte Curtius. Das Gremium der Europäischen Fußball-Union (UEFA) entscheidet am Freitag ab 10 Uhr auf einer Sondersitzung über die Wackelkandidaten für die EURO im Sommer (11. Juni bis 11. Juli).

EM 2021 in München? UEFA entscheidet am Freitag - Ein Spiel schon weg?

„Dies umfasst auch mögliche Öffnungsszenarien für Spiele mit Zuschauern auf der Basis unserer Szenarien mit etwa 25 Prozent der Auslastung der Zuschauer-Kapazität in der Allianz Arena* - eine entsprechend positive Entwicklung der pandemischen Lage natürlich immer vorausgesetzt“, sagte Curtius. Die von der UEFA eigentlich geforderte Zuschauer-Garantie vermieden die bayerische Landesregierung und die Stadt München zunächst.

Die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft* gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sind allesamt in München angesetzt. Ein Entschluss steht anscheinend schon fest - falls es tatsächlich so ist, wären das schlechte Nachrichten für München: Laut Sportschau könnte das dort geplante Viertelfinale in eine andere Stadt verlegt werden, weil deutlich weniger Fans zugelassen sein werden als in anderen Ländern Europas. Steigt die für den 2. Juli angesetzte Partie also nicht in München? Wo das Viertelfinale dann ersatzweise ausgetragen werden soll, steht nach Sportschau-Informationen noch nicht fest.

Neun Städte waren bereits vor dem Sondermeeting der UEFA* als Ausrichter bestätigt. Neben München wackelten noch die Standorte Bilbao und Dublin - Bilbao wurde inzwischen bereits gestrichen. (akl/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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