Abschied von TV-Gesichtern

TV-Kritik zu den EM-Experten: Unsere Jobempfehlungen für Schweini und Co. - Gestatten, Bond, Bastian Bond!

Die EM ist fast vorbei. Zeit für das Abschlusszeugnis. Und einen Blick auf die Anschlussverwendung der Fußball-Experten im deutschen TV. Was von unseren Prognosen wohl eintreten wird?

München - Deutschland ist raus, Jogi ist raus - und am Sonntag sind wir alle raus. Die Fußball-EM, die vierwöchige Dauer-Talkshow mit Sport dazwischen, ist fast vorbei. Und jetzt ist die Frage: Was wird aus unseren Gernsehlieblingen? Wir hätten da ein paar Job-Ideen. Willkommen bei der Nach-EM-Berufsberatung!

TV-Kritik: Schweinsteiger als neuer Bond und neue Quiz-Shows für Kerner

Bastian Schweinsteiger: Glamour-Gattin Ana inszeniert ihn ja als eine Art bayerischen James Bond. 00 Schweini, Kolbermoore sozusagen. Mein Name ist Bond, Bastian Bond! Nachdem noch kein Nachfolger von Daniel Craig feststeht, wäre das eine Karriere-Option. Mögliche Titel für den ersten Schweini-Bond: „Der Morgen wirbt nie“, „Keine Zeit zu werben“ oder „Der Spion, der wo mich liebte“. Realistischer ist allerdings ein Start als Hilfspolizist im nächsten Eberhofer-Krimi „Das Kohlrabi-Komplott“. Hauptsache, die Rolle hat wenig Text. Katar ist an Schweini als WM-Markenbotschafter interessiert. Scheichwerbung, logisch.

Johannes B. Kerner: Der arme Kerl muss sich nach seinem großen Fußball-Comeback bei MagentaTV künftig wieder mit den immergleichen ZDF-Quizzen mit den immergleichen Gästen über Wasser halten. Ross Antony, Hans Sigl, Lutz van der Horst sowie Marianne und Michael und der Hacklschorsch raten jedes Mal mit, manchmal auch Lutz van der Schorsch und die Hacklmarianne. Neue JBK-Formate sind das Bergsteiger-Quiz „Da kommst Du nie rauf“, das Ägypten-Quiz „Die Pyramide“ sowie „Frag doch mal den Klaus“, bei dem nur Kläuse wie Auge oder Allofs mitraten dürfen.

Der Morgen wirbt nie, oder, Schweini? Vorstellbar wäre allerdings auch eine Schweige-Rolle beim Kohlrabi-Komplott.

TV-Kritik: Schult als Multitasking-Queen und Kuntz mit eigenem Verband

Almuth Schult: Die Erklär-Queen kann sich jetzt die besten Jobs aussuchen. Bei der ARD hat sie keine Zukunft, fürs Erste ist sie einfach zu gut - die haben schon Schweini. Auch Thomas Broich ist in der ARD ja an zu viel Fachkompetenz und Eloquenz gescheitert. Angeblich plant Sky ein Um-die-Wette-Analysieren mit Almuth und Schweini: Wer weiß denn so was nicht? Außerdem kümmert sie sich um ihre Zwillinge, wird erneut Welttorhüterin und Weltmeisterin sowie DFB-Präsidentin. Frauen sind ja multitasking-fähig.

Stefan Kuntz: Schon bei der EM wohltuend renitent gegenüber seinem Arbeitgeber DFB. Oder auf Saarländisch: sehr nützlisch und geschpräschisch, der Mann. Wird Olympiasieger in Tokio und danach Nachfolger von Marco Rose in Dortmund, Adi Hütter in Gladbach oder Jesse Marsch in Leipzig. Er kann sich’s aussuchen. Gründet langfristig seinen Oppositions-DFB, den Deutschen Fußball-Kuntz (DFK), zusammen mit Bundestrainerin Almuth Schult, und bringt den Saustall in Ordnung. Dann kehrt endlich wieder Vernunft ein, siehe sein bester Satz bei der EM in Sachen Jugendfußballer: „Muss ein 15-, 16-Jähriger schon doppelt so viel verdienen wie der Vater?“

Jessy Wellmer: Die Anschlussverwendung der ARD-Dame mit der expressiven Mimik ist noch völlig ungeklärt. Ihre spektakulären WM- und EM-Comedys „Mit Fipsi 2018 am Tegernsee“ und „Mit Schweini 2021 überall“ kann sie kaum mehr toppen. Ideen wären höchstens „Mit Lothar 2022 auf einem Kamel in Katar“ oder „Mit dem Kaiser 2022 auf Sklaven-Suche“. Könnte mit JB Kerner das Quiz „Sach ma, nä?“ moderieren. Oder die Hobby-Italienerin singt zusammen mit Al Bano als Nachfolgerin von Romina Power den Welthit „Notta Magitsche“. Ach ja, könnten wir eventuell Jessy Libbertz zurückhaben, statt der Wellmerin? Wir meckern auch nicht mehr.

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