Deutschland oder Türkei?

EM 2024: Alle Infos zur Vergabe der Fußball-Europameisterschaft

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Das DFB-Bewerbungslogo für die EM 2024.

Vergabe der EM 2024: Am 27. September 2018 wird in Nyon verkündet, wo die Europameisterschaft 2024 stattfindet - in Deutschland oder in der Türkei? Alle Infos.

Nyon - Der 27. September sei das wichtigste Datum für den deutschen Fußball in diesem Jahr, betonte DFB-Präsident Reinhard Grindel bereits mehrfach. An diesem Tag wird entschieden, ob Deutschland ein zweites Mal nach 1988 eine Fußball-Europameisterschaft austrägt. Der DFB ist nämlich im Rennen um die Vergabe der EM 2024. Aber auch die Türkei hat sich für die Europameisterschaft beworben. Hier erfahren Sie alles, was Sie zur Vergabe der EM 2024 wissen müssen.

Vergabe der EM 2024: Termin und Uhrzeit

Am Donnerstag, 27. September 2018, fällt in der UEFA-Zentrale in Nyon die Entscheidung über die Vergabe der Fußball-EM 2024. Um 13 Uhr wird es in der nicht-öffentlichen Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees ernst: Die Türkei und Deutschland präsentieren ihre Bewerbungen, die Reihenfolge der Präsentationen wird per Los entschieden.

Beide Fußballverbände zeigen zunächst ein Bewerbungsvideo und stehen dann je 15 Minuten für Fragen des Exekutivkomitees zur Verfügung.

Wie die UEFA mitteilt, wird UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nicht vor 14.45 Uhr bekanntgeben, ob Deutschland oder die Türkei den Zuschlag für die EM 2024 bekommt. Laut DFB wird die Bekanntgabe wohl erst um 15.05 Uhr stattfinden.

Vergabe der EM 2024: Sie entscheiden

Anders als die FIFA, die die WM 2026 erstmals vom gesamten Kongress mit über 200 stimmberechtigten Verbänden vergeben ließ, liegt bei der UEFA die Macht bei den Mitgliedern des Exekutivkomitees.

  • Nicht mit abstimmen dürfen Reinhard Grindel (DFB) und Servet Yardimci (Türkei).
  • Fehlen wird krankheitsbedingt der Schwede Lars-Christer Olsson, Vertreter der European Leagues.
  • Bis zuletzt war unklar, ob Andrea Agnelli (Italien/European Club Association) nach Nyon kommen wird und ob Ivan Gazidis (England) wählen darf. Letzterer ist zweiter Vertreter der ECA, wechselt aber vom FC Arsenal in London zum AC Mailand.

Es verbleiben:

  • Karl-Erik Nilsson (Schweden)
  • Fernando Gomes (Portugal)
  • Grigori Surkis (Ukraine)
  • Michele Uva (Italien)
  • David Gill (England)
  • Zbigniew Boniek (Polen)
  • Sandor Csanyi (Ungarn)
  • John Delaney (Irland)
  • Peter Gilliéron (Schweiz)
  • Florence Hardouin (Frankreich)
  • Borislav Mihaylov (Bulgarien)
  • Davor Suker (Kroatien)
  • Michael van Praag (Niederlande) 
  • Andrea Agnelli (Italien)
  • Ivan Gazidis (Großbritannien)
  • UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (Slowenien).

Den Vorsitz bei der Sitzung zur Vergabe der EM 2024 hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin oder bei dessen Verhinderung der ranghöchste Vizepräsident. Sollte nach der Abstimmung kein Sieger feststehen, müsste Ceferin die Entscheidung treffen. Er hätte aber auch die Möglichkeit das Los entscheiden zu lassen.

Vergabe der EM 2024: Die Botschafter von Deutschland und der Türkei

Der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft Philipp Lahm soll als Botschafter dafür sorgen, dass die Uefa von der deutschen Kampagne überzeugt wird. Der ist sieht die EM „nicht als Chance für ganz Deutschland, sondern für ganz Europa.“

Im Falle der Vergabe der EM 2024 nach Deutschland soll Lahm Chef des Organisationskomitees und somit der Nachfolger von Franz Beckenbauer werden.

Das Motto der deutschen EM-Bewerbung ist: „United by Football – Vereint im Herzen Europas“. Das Logo wurde in einem Internet-Voting aus fünf vorausgewählten Logos gewählt. Das Sieger-Logo stammt von dem Serben Igor Petrovic.

Das Gesicht der türkischen Bewerbung ist das von Baris Telli, 29. Ein Behindertensportler. Sein rechtes Bein wurde über dem Knie amputiert, er spielt in der türkischen Amputierten-Nationalmannschaft mit Krücken Fußball, ist ein erfolgreicher Leichtathlet (Hochsprung 1,62 Meter, 100 Meter in 17,5 Sekunden).

Vergabe der EM 2024: Positive Bewertung der deutschen Bewerbung

Bis zum 27. April 2018 mussten die Bewerber ihre Vollständigen unterlagen einreichen. Danach überprüfte die Uefa die Bewerbungen.

Die deutsche Bewerbung wurde in mehreren Kategorien besser bewertet als die türkische. Eine "inspirierenden, kreativen und sehr professionellen Vision" habe Deutschland. Auch die türkische Bewerbung wurde insgesamt als Positiv bewertet, jedoch wurde das "Fehlen eines Aktionsplans in Sachen Menschenrechten" bemängelt.

Vor allem die Infrastruktur und die Kapazitäten der Stadien sind ein Vorteil für Deutschland. Zudem hat der DFB ein Nachhaltigkeitskonzept ausgearbeitet. Ob all das die erhoffte Zusage gibt, ist jedoch ungewiss. Die Mitglieder des Exekutivkomitee sind nicht an die Bewertung gebunden und können nach ihrem eigenen Gewissen entscheiden.

Vergabe der EM 2024: Özil-Affäre könnte zum Nachteil werden

Besondere Brisanz bringt die Rücktritts-Affäre um Mesut Özil. Der ehemalige deutsche Nationalstürmer türkischer Abstammung, warf dem DFB Rassismus vor.

Grindels verhalten in der Causa Özil warf ebenfalls kein gutes Licht auf den DFB. Servet Yardimci, der türkische Vertreter des Exekutivkomitee, bezeichnete diese „internationale Geschichte“ als sehr unglücklich und verbucht sie als Pluspunkt für sich.

Vergabe der EM 2024: Türkei bietet Steuerfreiheit für die Europameisterschaft

Die Türkei versichert einen finanziellen Gewinn des Turniers. Erreichen wollen sie das, durch eine Steuerfreiheit für das Event. Die EM-Stadien sollen für die Uefa ebenfalls mietfrei sein.

DFB-Präsident Grindel sagte gegenüber dem ZDF: „Wir haben natürlich darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Mitbewerber aus der Türkei so ziemlich alles garantieren, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Kollegen aus der Uefa-Exekutive wissen aber ganz genau, was wir Deutsche leisten können. Insbesondere, wenn wir sagen, das kostet einen Euro und dafür bekommt ihr einen Euro, dass das auch noch 2024 gilt.“

Vergabe der EM 2024: Übertragung live im Free-TV

Der Free-TV-Sender Sky Sport News HD überträgt die Vergabe der EM 2024 am Donnerstag, 27. September 2018, live ab 14.30 Uhr. Sky Reporter Marc Behrenbeck berichtet live aus der UEFA-Zentrale in Nyon. Der ehemalige türkisch-deutsche Fußballspieler Halil Altintop (unter anderem 1. FC Kaiserslautern und FC Schalke 04) ist im Sky-Sport-News-Studio zu Gast.

Vergabe der EM 2024: Übertragung im Live-Stream von Sky Sport News HD

Der Live-Stream von Sky Sport News HD ist online kostenlos aufrufbar. Man kann den Live-Stream zur Vergabe der EM 2024 über den Webbrowser auf jedem Rechner, Laptop, Tablet und Smartphone sehen.

Sky-Kunden können die Vergabe der EM 2024 aber auch über das Online-Streamingportal Sky Go live verfolgen. Diese kostenlosen Apps gibt es für das Streaming auf mobilen Endgeräten: Sky Sport für iOS, Sky Sport für Android, Sky Go für iOS, Sky Go für Android.

Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2024 im Live-Stream

Weitere Informationen zur Übertragung der EM-Vergabe 2024 live im TV und im Live-Stream haben wir in einem separaten Artikel für Sie zusammengefasst.

Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2024 im Live-Ticker

Unsere Online-Redaktion begleitet die Vergabe der EM 2024 am Donnerstag im Live-Ticker. Dort informieren wir Sie über den Ausrichter der Fußball-Europameisterschaft, sobald die Entscheidung in Nyon verkündet worden ist.

EM 2024: Die Stadien der deutschen EM-Bewerbung

Stadt

Stadion

Kapazität

Internationale Kapaziät

Berlin

Olympiastadion

74.475 Sitzplätze

74.475 Sitzplätze

München

Allianz Arena

75.021 Plätze

70.000 Sitzplätze

Dortmund

Signal Iduna Park

81.360 Plätze

65.851 Sitzplätze

Stuttgart

Mercedes-Benz-Arena

60.449 Plätze

54.812 Sitzplätze

Gelsenkirchen

Veltins-Arena

62.271 Plätze

54.740 Sitzplätze

Düsseldorf

Merkur Spiel-Arena

54.600 Plätze

51.500 Sitzplätze

Hamburg

Volksparkstadion

57.000 Plätze

51.500 Sitzplätze

Frankfurt am Main

Commerzbank-Arena

51.500 Plätze

48.000 Sitzplätze

Köln

Rheinenergiestadion

49.968 Plätze

46.195 Sitzplätze

Leipzig

Red Bull Arena

42.959 Sitzplätze

42.959 Sitzplätze

EM 2024: Die Stadien der türkischen EM-Bewerbung

Stadt

Stadion

Eröffnung

Kapazität

Istanbul-Başakşehir

Atatürk-Olympiastadion

Juli 2002

75.145 Sitzplätze

Istanbul-Sarıyer

Türk Telekom Stadyumu

Januar 2011

52.650 Sitzplätze

Bursa

Timsah Arena

Dezember 2015

43.331 Sitzplätze

Konya

Konya Büyükşehir Stadı

September 2014

41.981 Sitzplätze

Ankara

Başkent Stadyumu

in Bauphase

41.923 Sitzplätze

Trabzon

Medical Park Stadyumu

Dezember 2016

41.461 Sitzplätze

Eskişehir

Eskişehir Yeni Atatürk Stadı

November 2016

34.930 Sitzplätze

Gaziantep

Gaziantep Stadyumu

Januar 2017

34.930 Sitzplätze

İzmit

Kocaeli Stadyumu

in Bauphase

33.000 Sitzplätze

Antalya

Antalya Stadyumu

Oktober 2015

32.539 Sitzplätze

md/gük

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