Mats leistet Aufklärungsarbeit bei Ludwig und Bastian Schweinsteiger

Wenigstens einer: Hummels-Sohn jubelt über Papas Eigentor

Mats Hummels sorgte mit seinem bitteren Eigentor für die Niederlage gegen Frankreich. Sein dreijähriger Sohn jubelte aber - weil er noch nicht ganz durchblickt.

München - „Mann, ist das bitter!“, fluchte Mats Hummels nach seinem folgenreichen Eigentor und blickte niedergeschlagen in den Münchner Abendhimmel. Der von Jogi Löw erst ausgemusterte und dann wieder zurückgeholte Abwehrchef erlebte bei der EM einen Horror-Start.

Was er nicht wusste: Ausgerechnet ein Familienangehöriger jubelte im selben Moment über seinen Treffer ins eigene Netz. Sein Sohn Ludwig ist erst drei Jahre alt und mit den Regeln des Fußballs noch nicht wirklich vertraut - man kann es ihm nachsehen. „Er weiß zum Glück noch nicht, was ein Eigentor ist. Er denkt: Ball im Netz ist immer richtig. Mir wurde zugetragen, dass er gejubelt hat“, sagte Hummels der Bild. „Das werde ich ihm noch beibringen müssen.“

EM: Hummels-Sohn Ludwig freut sich über Papas Eigentor

Wo der kleine Ludwig während des Spiels war, ist unbekannt - jedenfalls nicht bei seinen Eltern. Denn Vater Mats stand auf dem Feld und Mutter Cathy saß mit ihrer Schwester und zwei Freundinnen auf der Tribüne der Allianz Arena. Wurde er bei den Großeltern geparkt?

Kai Havertz tröstet den untröstlichen Mats Hummels nach dessen Eigentor.

Sein Papa war jedenfalls mächtig sauer über das spielentscheidende Eigentor. „An einem richtig guten Tag bekomme ich ihn vielleicht geklärt. Aber für einen Innenverteidiger ist das vielleicht der unangenehmste Ball, den es gibt“, analysierte er selbst.

EM: Schweinsteiger kritisiert Hummels - der antwortet sofort - „Basti sollte wissen ...“

Von ARD-Experte Bastian Schweinsteiger musste er sich Kritik anhören: Laut dem Weltmeister von 2014 habe er in der Szene „hölzern“ gewirkt. Hummels reagierte umgehend. „Ich denke, Basti als ehemaliger Fußballer sollte besser einschätzen können, wie schwierig dieser Ball ist“, betonte er.

Der BVB-Star muss dieses erste Spiel nun aber abhaken, am Samstag geht es gegen den Titelverteidiger Portugal schon fast um alles. Jogi Löw und das DFB-Team werden sich ein Rezept einfallen lassen müssen, wie man Cristiano Ronaldo und seine talentierte Truppe schlagen kann. Klar ist: Einer jubelt sicher - egal, wo der Ball einschlägt. (epp)

Rubriklistenbild: © MATTHIAS HANGST/AFP

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