Nachteil für DFB-Team im Achtelfinale?

Nächste lästige UEFA-Entscheidung - Jogi Löw muss plötzlich umplanen

Kurz vor dem EM-Achtelfinal-Kracher in England muss die deutsche Mannschaft nach einem UEFA-Beschluss einen Rückschlag hinnehmen.

Herzogenaurach - Die deutsche Mannschaft kämpfte sich gegen alle sportlichen Widrigkeiten als Gruppenzweiter ins Achtelfinale der Europameisterschaft*. Vor der Partie gegen den Titelanwärter England in London gab es jedoch einen ersten Rückschlag für Joachim Löw und sein Team. Der Bundestrainer muss wohl etwas umplanen, da die UEFA eine knappe Woche nach ihrem Regenbogen-Urteil die nächste harte Entscheidung traf.

EM2021: UEFA wirft Pläne des DFB-Teams um - kein Abschlusstraining im legendären Stadion

Für ihr Abschlusstraining darf die deutsche Nationalmannschaft nämlich nicht ins legendäre Wembley-Stadion in der englischen Hauptstadt, in dem die geschichtsträchtige Partie stattfindet. Das ordnete die Europäische Fußball-Union an. So muss das Nationalmannschaft die letzte Einheit vor dem Achtelfinal-Kracher im Team-Quartier im fränkischen Herzogenaurach bestreiten. Dies bestätigte auch der DFB*-Pressesprecher Jens Grittner am Samstag.

Der Grund ist so simpel wie ärgerlich, denn der Rasen wurde scheinbar schon etwas strapaziert. Die drei Vorrundenspiele der englischen Mannschaft* fanden neben der Achtelfinal-Nervenschlacht zwischen Italien und Österreich im Wembley-Stadion statt. Nun soll der Rasen entsprechend geschont werden, eine Trainingseinheit ist darum scheinbar nicht möglich. „Wir hätten sehr gerne dort trainiert. Das ist ein Wermutstropfen, weil es eine besondere Turnierphase und ein besonderes Stadion ist“, so Grittner.

EM 2021: Deutsche Mannschaft muss sich in Deutschland auf England-Hammer im Achtelfinale vorbereiten

Das Trainings-Verbot für die deutsche Mannschaft im Wembley ist die zweite unbeliebte Entscheidung der UEFA innerhalb kürzester Zeit. Noch vor dem letzten Gruppenspiel gab es große Debatten über die Regenbogen-Beleuchtung der Münchner Arena, die als Protest gegen einer umstrittenen Gesetzes-Verabschiedung des ungarischen Parlaments angedacht war. Dem europäischen Verband war der Hintergrund der Aktion zu politisch, für diese Reaktion erntete die UEFA von vielen Seiten teils scharfe Kritik.

Doch das soll Jogis Jungs nun nicht belasten. Die deutsche Mannschaft muss sich nun bestmöglich auf fränkischem Terrain auf die Partie gegen den Titelaspiranten vorbereiten, nach der letzten Einheit am Montag startet das DFB-Team am späten Nachmittag vom Nürnberger Flughafen nach London. Nach dem Ende der Partie, zu der keine deutschen Fans zugelassen sind, am Dienstagabend kehrt die Mannschaft umgehend zurück nach Herzogenaurach. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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