Enzo Zidane bei Real - "Er imitiert seinen Papa"

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Enzo Zidane (l.) im Real-Training

Madrid - Enzo Zidane, ein blasser 16-Jähriger mit zu hoch gezogener Hose, durfte am Dienstag erstmalig bei Real Madrid mittrainieren. Hat er das Talent seines Vaters Zinedine Zidane geerbt? Ein TV-Experte wagt eine Einschätzung.

Es ist ein kleines Wunder. Erst eines dieser typischen 360-Grad-Playstation-Tänzchen, dann vor den Ball springen, um ihn mit der rechten Hacke hinter dem Körper vorbeizuspielen, eine Streicheleinheit mit den Stollen, wie es andere nicht einmal mit den Händen können. Als Krönung noch ein Freistoß aus 20 Metern in den Knick? Bitte. Wie der Vater, so der Sohn, ist das tatsächlich auch bei Zidanes so? Auf den ersten Blick - ja. Aber es steckt mehr dahinter.

Enzo Zidane, ein blasser 16-Jähriger mit eindeutig zu hoch gezogener Trainingshose, durfte am Dienstag erstmalig bei Real Madrid mittrainieren. Verblüffende Internetvideos wurden anschließend hervorgekramt, von 2007, da hatte jemand den damals 12-Jährigen gefilmt und diese Szenen gegen Bilder des Vaters geschnitten. Rechts der große Weltmeister, Europameister, eine Legende, links, so schien es, sein verkleinerter Schatten.

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„Der Tag, an dem er seinen Papa imitierte“, diese Schlagzeile hat die spanische Sporttageszeitung Marca Enzo Zidane nun auf den Leib geschneidert. Sie passt besser als die Hose. Der Auftritt des Teenagers, der nach Uruguays Fußball-Idol Enzo Francescoli benannt ist, löste sogleich ein gewaltiges Echo aus. Real-Offizielle mussten auf der Internetseite bestätigen: Ja, „Zinedine Zidane hat beim Training zugeschaut“.

Dabei war es „Zizou“, der den Filius schützen wollte. Zinedine Zidane hat Enzo Zidane nicht mit „Zidane“ angemeldet, sondern unter dem Namen der Mutter, Fernandez. Denn ein neuer Zidane bei Real, das würde krachen, dies wusste der Vater, eben ganz Profi und zudem seit Mai Sportdirektor seines früheren Klubs. Ob er seine Finger im Spiel hatte und ein gutes Wort für Enzo einlegte, ist nicht bekannt - dafür ein Zitat, das Großes erwarten lässt: „Wenn ich ihn sehe, sehe ich mich selbst.“

Das lässt sich auch anhand des Trainingsvideos, das am Mittwoch weltweit ausgetrahlt wurde, unterschreiben. Unter dem strengen Blick des Startrainers Jose Mourinho flitzt Enzo Zidane hin und her und haut auch schonmal einen Ball in den Winkel. Vater Zidane steht oben am Geländer, ganz lässig in kurzer Hose und weißem T-Shirt, die Glatze glänzt in der Sonne. Und irgendwie denkt man an Stefan Beckenbauer, den Sohn des „Kaisers“, und andere, die großen Erwartungen eine vergleichsweise kleine Karriere folgen ließen. Obwohl es natürlich bereits ein Erfolg ist, normaler Fußball-Profi zu sein - den Maßstab gibt der Name vor: Zidane. Das „Z“ als „S“ angehaucht.

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Zidane mit Ronaldo, Zidane gegen Messi, ob es jemals dazu kommen wird, ist noch längst nicht gesagt. Alle wären gut beraten, den „Wunderknabe“-Stempel im Moment in der Schublade zu lassen. Enzo Zidane hat noch nie für eine U-Auswahl gespielt, weder für Frankreich noch für Spanien. Daraus nun ein „Tauziehen“ um den Jungen zu konstruieren, wäre falsch. Es gibt Stimmen, die sagen, Enzo habe Talent, nicht mehr. Eine Weltkarriere wird ihm nicht prophezeit.

„Er gleicht seinem Vater in den Bewegungen“, sagt Santiago Canizares, früherer Nationaltorhüter und heutiger TV-Experte, aber auch: „Er ist noch meilenweit entfernt von der Welt der Profis.“ Vielleicht wird sich Canizares bald nochmal äußern müssen. Es gibt neben Enzo schließlich noch dessen Brüder Luca, 13, Torhüter, und Theo, 9, Angreifer. Beide spielen dort, wo Real Madrid Talente züchtet, in den Akademie-Abteilungen „Infantil“ oder „Juvenil“.

Aber nur Enzo Zidane ist Mittelfeldspieler, er trägt die Nummer 10. Und tanzt im Internet schon den FC Barcelona aus, dessen Spieler links und rechts vorbeigrätschen. Ganz der Vater.

sid

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