Dortmund könnte seinen Top-Stürmer verlieren

Trickst Haaland-Berater auch den BVB aus? Watzke von Transfer-Poker angefressen: „Bin es langsam leid“

Erling Haaland beim Training von Borussia Dortmund.
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Seine Zukunft ist ein Rätsel: Erling Haaland.

Mino Raiola wil Erling Haaland zu einem Sommer-Wechsel verhelfen. Hans-Joachim Watzke reagierte nun noch genervter als sonst auf die Transfer-Gerüchte.

Dortmund - Schaut man auf die Bundesliga-Tabelle, gehen Borussia Dortmund die Argumente aus, Stürmer-Star Erling Haaland über den Sommer hinaus zu halten. Die Champions League ist in fast unerreichbarer Ferne, es sei denn, die Terzic-Elf schafft das Wunder und gewinnt die Königsklasse. Dann wäre die Teilnahme für nächste Saison nämlich im Sack.

Zuerst wäre da aber noch Manchester City auszuschalten. Die Hoffnungen liegen wieder einmal auf Haaland - doch wie lange bleibt er noch in Dortmund? Sein Weg zu einem internationalen Top-Klub scheint vorgezeichnet. Die Frage ist eigentlich nur: Wann ist es soweit?

BVB: Watzke reagiert genervt auf Haaland-Poker - „Bin es langsam leid“

Wenn es nach Star-Berater Mino Raiola geht, am besten schon in diesem Sommer. Wenn es nach BVB-Boss Hans-Joachim Watzke geht, bleibt Haaland noch mindestens eine Saison bei der Borussia. „Ich bin es langsam leid“, beschwert sich Watzke über die anhaltenden Gerüchte in einem BBC-Interview.

„Nach dem 1. September werden wir sehen, wo er spielt. Ich glaube, ich weiß, wo er spielen wird“, kündigt Watzke vielsagend an. Die klare Message an Raiola: Im kommenden Transferfenster geht nichts.

Eigentlich sind die Rahmenbedingungen auch klar definiert: Der Norweger hat bis 2024 Vertrag und erst 2022 greift eine Ausstiegsklausel. Ein Wechsel nach der aktuellen Saison ist aus zwei Gründen trotzdem nicht ausgeschlossen: Zum einen sind Verträge im Fußballgeschäft nicht absolut, zum anderen ist Mino Raiola Haalands Berater.

BVB: Mino Raiola will Haaland-Transfer im Sommer - mit allen Mitteln?

Der Italiener hat sich seinen dubiosen Ruf fleißig erarbeitet und schreckt im Zweifel vor fast nichts zurück, um seine gewünschten Transfers durchzudrücken. 2004 wies er zum Beispiel Zlatan Ibrahimovic an, das Training von Ajax Amsterdam zu boykottieren, um den Wechsel zu Juventus Turin (mit Erfolg) zu erzwingen.

Darüber hinaus ist eines logisch: Mit jedem Wechsel verdient Raiola kräftig mit. Beim Transfer von Paul Pogba sollen es sogar 49 Millionen gewesen sein. Bleibt ein Spieler bei seinem Verein, verdient der Berater nichts. Als Watzke auf Raiola angesprochen wird, reagiert er gelassen. „Mino ist ein spezieller Typ. Er möchte das beste Geschäft mit seinen Spielern machen, das ist sein Job. Ich kenne Mino sehr gut. Wir haben keine Probleme, jeder weiß, was der andere tun will.“ (epp)

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