Werner spricht über ungeliebte Jokerrolle

DFB-Manager Bierhoff träumt vom Titel „wie 1996“ - „Ich hoffe, die Queen ...“

Die DFB-Elf trifft auf den amtierenden Europameister Portugal. Nach der Auftaktniederlage steht die Mannschaft unter Zugzwang - trotzdem herrscht Zuversicht.

München - Das Auftaktspiel der DFB-Elf gegen Frankreich ging mit 0:1 verloren. Nun steht die Nationalmannschaft vor dem Aufeinandertreffen mit Portugal gehörig unter Druck. Soll nicht schon in der Gruppenphase der Europameisterschaft Schluss sein, muss sich das Team steigern. Vor allem die Offensive agierte im ersten Gruppenspiel zu harmlos, nur zwei gefährliche Chancen verzeichneten die Statistiker für Joachim Löws Auswahl. Trotzdem zeigen sich Spieler und Funktionäre vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Portugal optimistisch: Gegen Ronaldo und Co. soll der erste Sieg her!

Oliver Bierhoff erzielte das einzige Golden Goal der Geschichte - und machte Deutschland 1996 zum Europameister.

Portugal - Deutschland: Oliver Bierhoff träumt vom EM-Titel

Trotz der Auftaktniederlage gegen Frankreich macht sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff im SZ-Interview weiter Hoffnungen auf den EM-Sieg. Der Torschütze beim letzten EM-Erfolg der DFB-Elf 1996 träumt „nach 25 Jahren beim Endspiel in Wembley an der selben Stelle den gleichen Pokal hochzuhalten. Ich hoffe, die Queen wird dann auch wieder kommen.“

Dass die Nationalmannschaft nach ihrem Aufeinandertreffen mit Weltmeister Frankreich auf den amtierenden Europameister Portugal trifft sei „kein Grund zum Weinen“. „Wenn du Europameister werden willst, ist das eine Drucksituation, der wir standhalten müssen“, betonte Bierhoff. Der Europameister von 1996 tippte auf ein „2:0 für uns“. Dann könne man „etwas beruhigter ins dritte Spiel gehen und hätte die Sache selbst in der Hand.“

Gegen Portugal trifft die Nationalmannschaft auf alte Bekannte. Die Bundesliga-Spieler André Silva (Eintracht Frankfurt) und Raphaël Guerreiro (Borussia Dortmund) stehen ebenso im Aufgebot wie Renato Sanches. Der defensive Mittelfeldspieler wechselte 2016 von Benfica Lissabon zum FC Bayern München. An der Isar spielte der 23-Jährige jedoch unter seinen Möglichkeiten, inzwischen fand Sanches jedoch zu alter Stärke zurück. Gegen die Portugiesen steht der DFB-Elf eine schwierige Aufgabe bevor. Auch Bierfhoffs Nachfolger im DFB-Sturm, Timo Werner, zeigt sich aber optimistisch.

DFB-Stürmer Timo Werner vor Portugal-Spiel: „Ich habe ein gutes Gefühl“

Bei der 0:1-Auftaktniederlage musste sich Chelsea-Stürmer Timo Werner mit einem Platz auf der Auswechselbank begnügen. Erst in der 74. Minute wechselte Joachim Löw den frischgebackenen Champions-League-Sieger ein. Groll über seine Joker-Rolle hegt Werner nicht. Im Gegenteil: In einem Interview mit der Welt schwärmt der ehemalige Leipziger vom Teamgeist innerhalb der Nationalmannschaft: „Wir haben eine sehr gute Stimmung, obwohl uns allen klar ist, wie bedeutend das Spiel jetzt ist“, betonte Werner.

Der Druck habe sich nach der Auftaktniederlage erhöht. Dem Aufeinandertreffen gegen Portugal sieht der Stürmer optimistisch entgegen:  „Ich finde es wichtig, dass wir ruhig bleiben und nicht verkrampfen, denn sonst kann es gegen Portugal schnell in die andere Richtung gehen. Ich habe ein gutes Gefühl“, so Werner. (jjf/dpa/SID)

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