Auch Liverpool muss bibbern

Europa League: Inter-Zittern und ein 9:0

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Fredy Guarin (l.) und Javier Zanetti bejubeln ein Inter-Tor

Rom - Ohne Nationalspieler Miroslav Klose hat Lazio Rom die Gruppenhase der Europa League erreicht. Inter Mailand und der FC Liverpool mussten dagegen zittern. Zudem setzte es ein 9:0.

Hannover 96 hat sich auf Europas Fußball-Bühne etabliert. Das Team von Trainer Mirko Slomka qualifizierte sich durch ein lockeres 5:1 (2:1) gegen Slask Breslau als vierte Bundesliga-Mannschaft für die Gruppenphase der Europa League und kann sich auf mindestens sechs weitere internationale Begegnungen freuen.

Nach dem 2:0 im Hinspiel, bei dem Klose noch die Führung erzielt hatte, gewann Lazio Rom auch das Rückspiel gegen den slowenischen Vertreter ND Mura 05 mit 3:1 (2: 0). Libor Kozak (30./55.) und Mauro Zarate (42.) waren für Lazio erfolgreich, Jure Travner (89.) erzielte den Ehrentreffer. Klose wurde im Rückspiel geschont.

Deutlich mehr Mühe hatte Liga-Konkurrent Inter Mailand. Der 18-malige Meister lag nach dem 2:0-Hinspielerfolg zweimal gegen den krassen Außenseiter FC Vaslui (Rumänien) zurück, zudem flog Inter-Torwart Luca Castellazzi bereits in der 33. Minute nach einem Foulspiel mit Rot vom Platz. Der daraufhin verwandelte Elfmeter von Nicolae Stanciu (35.) und das Tor durch Fernando Varela reichten jedoch nicht zur Überraschung: Rodrigo Palacio (76.) und Freddy Guarin (90.+2) erlösten die lange zitternden Mailänder.

Ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckerte sich der englische Renommierklub FC Liverpool. An der Anfield Road quälten sich die Reds durch ein spätes Tor von Luis Suarez (88.) gegen den schottischen Vertreter Heart of Midlothian in die Gruppenphase (Hinspiel 1:0). Nach der Führung durch David Templeton (84.) hatte es schon nach Verlängerung gerochen.

Ein Schützenfest der außergewöhnlichen Art feierte dagegen der PSV Eindhoven. Der 21-malige niederländische Meister gewann gegen den montenegrinischen Verein FK Zeta Golubovci mit 9:0 (5:0). Die Treffer erzielten Tim Matavz (15./27./63.), Georginio Wijnaldu (39. /66./83), Peter van Ooijen (12./74.) und Zanka (5.). Das Hinspiel hatte Eindhoven mit 5:0 für sich entschieden.

sid

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

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