Schlimmes Foul in der Europa League

Fürchterliche Szene verstört Fußball-Welt - „Dafür muss er ins Gefängnis“

Grausamer Anblick: Glasgow-Stürmer Roofe trifft Slavia-Keeper Kolar voll im Gesicht.
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Grausamer Anblick: Glasgow-Stürmer Roofe trifft Slavia-Keeper Kolar voll im Gesicht.

Die Achtelfinals der Europa League hatten es in sich. Zwischen den Glasgow Rangers und Slavia Prag kam es zu einem Horror-Foul.

Glasgow - Es ging um viel am Donnerstagabend in der Europa League. Das Hinspiel zwischen den Glasgow Rangers und Slavia Prag endete 1:1, wer zog also das Ticket für das Viertelfinale? Die Tschechen gingen in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung - der knappe Sieg hätte dem souveränen Spitzenreiter der Česká Fotbalová Liga also gegen den neuen schottischen Meister schon gereicht.

Am Ende wurde es sogar ein 2:0 und Slavia schaffte so relativ souverän den Einzug in die nächste Runde. Ausgelassen gefeiert wurde das aber nicht - warum? Wegen einer Szene in der 61. Spielminute. Oder auch: Wegen des wohl heftigsten Fouls der jüngeren Fußball-Geschichte.

Europa League: Glasgow-Stürmer Roofe tritt Prag-Keeper Kolar ins Gesicht

Glasgow-Trainer Steven Gerrard hatte zehn Minuten nach der Pause Kemar Roofe eingewechselt, um doch noch irgendwie die Wende herbeizuführen. Der Stürmer war dann wohl übermotiviert. Anders ist die Horror-Szene nicht zu erklären. Der einstige Nationalspieler Jamaikas wollte einen langen Ball noch mit der Fußspitze erreichen - und das, obwohl Prags Torhüter Ondrej Kolar schon aus seinem Kasten geeilt war, um die Situation zu klären.

Es folgte ein fürchterlicher Zusammenprall - nichts für schwache Nerven! Roofe trat Kolar mit den Stollen volle Kanne ins Gesicht. „Ach du meine Güte. Ich hoffe eigentlich, dass diese Bilder nicht nochmal eingespielt werden. Denn sie sind ganz, ganz hässlich“, sagte DAZN-Kommentator Tom Kirsten. Der Torhüter blutete sofort, war benommen, seine Mitspieler winkten hektisch nach den Betreuern. Schiedsrichter Orel Grinfeld zückte folgerichtig Rot, Roofe war nur sechs Minuten auf dem Platz und musste das Feld gleich wieder verlassen. Kolar ebenso - allerdings auf einer Trage. In der Folge dezimierten sich die Rangers sogar weiter selbst, der ehemalige Mainzer Leon Balogun sah Gelb-Rot.

Nach dem Spiel tauchten Bilder auf, die Kolars Kopfverletzung zeigen: Er hatte eine tiefe Wunde an der Stirn. In den sozialen Netzwerken häuften sich Reaktionen wie: „Roofe müsste für ein Jahr gesperrt werden“ oder „Dafür muss er ins Gefängnis gehen, das ist gefährliche Körperverletzung“.

Ob Kolar rechtzeitig zu den Viertelfinals wieder fit wird? Die Chancen stehen nicht schlecht, ersten Meldungen zufolge befindet er sich bereits auf dem Weg der Besserung. Am Freitag werden in Nyon die Spiele ausgelost - zuvor wird es auch in der Champions League ernst. (akl)

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