Der schwäbische Erfolgsverein

FC Augsburg: Gründung, Erfolge, Stadion – alle Infos im Überblick

FC Augsburg: Alfred Finnbogason in der WWK-Arena
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FC Augsburg: Alfred Finnbogason in der WWK-Arena

Der FC Augsburg ist der Stolz vieler Schwaben. Der Traditionsverein von 1907 hat sich in der Bundesliga etabliert und bereits viele Erfolge eingefahren.

  • Der FC Augsburg wurde im Jahr 1907 gegründet.
  • Der schwäbische Traditionsverein spielt seit der Saison 2011/12 in der Bundesliga.
  • Er trägt Heimspiele in der WWK ARENA aus, die mehr als 30.000 Zuschauer fasst.

Augsburg – Der FC Augsburg ist der erfolgreichste Fußballverein Schwabens und eine feste Größe im bayerischen Fußballbetrieb. Neben Rekordmeister FC Bayern München ist der schwäbische FCA aktuell die einzige andere Profimannschaft aus Bayern in der Bundesliga. Den Aufstieg aus der 2. Liga in die Bundesliga schaffte der FCA schon 2011. Es war einer der bisher größten Erfolge der Augsburger. Seither halten sich die Kicker aus dem Schwabenland hartnäckig im Oberhaus des deutschen Fußballs.

Seine beste Bundesliga-Saison spielte der FCA 2014/15. Die Augsburger schlossen diese Spielzeit auf Platz 5 der Tabelle ab und qualifizierten sich direkt für die Europa League. Größere Erfolge blieben seither jedoch aus. In der vergangenen Saison konnte der FC Augsburg den Abstieg in die 2. Bundesliga mit Mühe verhindern. Erklärtes Ziel des Führungsstabs um den Vorstandsvorsitzenden Klaus Hofmann und Cheftrainer Heiko Herrlich bleibt auch künftig der Verbleib in der Bundesliga. Die Augsburger tragen ihre Heimspiele in der WWK ARENA aus, die direkt im Augsburger Universitätsviertel liegt. Anfahrtsrouten zeigt Google Maps an.

FC Augsburg: Die Gründung des Traditionsvereins

Die Gründungsgeschichte des FC Augsburg reicht weit an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Der erste Vorgängerverein des heutigen FC Augsburg war der 1907 gegründete Fußball-Club Alemannia. Nach holprigen Anfängen schlossen sich die Spieler dem Turnverein Oberhausen (TVO) an, um deren Sportplatz zur Austragung eigener Fußballspiele im Ligabetrieb nutzen zu dürfen. Nach dem Ersten Weltkrieg schlossen sich TVO und der Turnverein Augsburg II zum Ballspiel-Club Augsburg, dem BCA, zusammen.

In den Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkriegs spielte der BCA lange Zeit durchgängig in der neu etablierten höchsten Spielklasse, der Oberliga. Ende der 1950er verließ die Augsburger das spielerische Geschick. Selbst Stürmerlegenden wie Helmut Haller (* 21. Juli 1939, † 11. Oktober 2012) konnten den sportlichen Niedergang des BCA nicht verhindern. Der Club stieg bis in die bayerische Amateurliga ab. Die Fusion des BCA mit dem damaligen Stadtrivalen Schwaben Augsburg zum heutigen Fußball-Club Augsburg 1907 war das letzte Mittel, um die Leistung zu bündeln und einen Aufstieg in die Profiligen des DFB zu schaffen. Die Fusion fand am 15. Juli 1969 statt.

FC Augsburg – Titel und Erfolge des Vereins:

  • Meister der 2. Liga in den Saisons 1947/48 und 1960/61
  • Sieger des Bayernpokals in der Saison 1950/51
  • Teilnehmer im Halbfinale des DFB-Pokals 2009/10
  • Aufstieg in die Bundesliga in der Saison 2011/12
  • Finalrunde der UEFA Europa League 2015/16

FC Augsburg: Aufstieg der Schwaben in die Bundesliga

Der Aufstieg in das Oberhaus des deutschen Fußballs war einem jahrelangen Kraftakt der Kicker des FCA zu verdanken. Seit der Saison 2006/07 spielten die Augsburger in der 2. Bundesliga. Zuvor hatten sie sich aus der bayerischen Amateurliga in die Regionalliga Süd hochgearbeitet. In der Saison 2009/10 konnte sich der FC Augsburg als Tabellendritter der 2. Liga das Relegationsticket sichern. In den Relegationsspielen gegen den Bundesliga-Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg waren die Augsburger aber chancenlos. Die folgende Saison in der 2. Bundesliga sollte die bis heute letzte der Augsburger sein.

Ihre letzte Zweitliga-Saison schlossen die Profis des FCA 2010/11 auf Tabellenplatz 2 ab. Damit sicherten sie sich den direkten Aufstieg in die Bundesliga. Die Augsburger konnten den Aufstieg bereits im vorletzten Spiel der regulären Saison feiern. Zuhause gewannen die Augsburger in einem packenden Fußballkrimi gegen den FSV Frankfurt mit 2:1. Nach Schlusspfiff stand fest, dass es am letzten Spieltag für den Tabellendritten unmöglich wäre, den FC Augsburg einzuholen.

FC Augsburg in der WWK ARENA: Das Heimstadion

Die von den Fans des FCA liebevoll „Schwabenstadion“ genannte WWK ARENA ist die Heimspielstätte des FC Augsburg. In dem 2009 eröffneten Stadion empfängt der FCA seine Bundesliga-Gäste. Seit einer ersten Ausbauphase finden im Schwabenstadion etwas mehr als 30.000 Zuschauer Platz. Gespielt wird seit 2016 auf modernem Hybridrasen. Die Arena ist ein reines Fußballstadion. Es gibt keine Laufbahnen, die Zuschauerränge reichen bis auf wenige Meter an die Seitenaus-Linien heran.

In der Vergangenheit fanden neben den Ligaspielen des FC Augsburg auch andere Fußballspiele in der WWK-Arena statt. 2010 spielte hier zum Beispiel Bayern München gegen Schalke 04 um den DFL Supercup; 2011 wurden vier Paarungen der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Augsburg ausgetragen.

FC Augsburgs Trainer-Historie – die wichtigsten Coaches

Begonnen mit dem für den Bundesliga-Aufstieg verantwortlichen Trainer Jos Luhukay bis zum zuletzt verpflichteten Headcoach Heiko Herrlich sieht die jüngere Trainer-Historie des FC Augsburg folgendermaßen aus:

  • Jos Luhukay trainierte die Augsburger bis Juni 2012 und führte sie in die Bundesliga.
  • Markus Weinzierl war bis Juni 2016 verantwortlich für die Erfolge des FCA. Er brachte dem Team die erste Teilnahme in der UEFA Europa League ein.
  • Dirk Schuster war nur einige Monate lang Trainer des FCA (Juli bis Dezember 2016).
  • Manuel Baum trainierte die Mannschaft bis zum 9. April 2019.
  • Der Schweizer Martin Schmidt war bis zum 9. März 2020 als FCA-Trainer aktiv.
  • Heiko Herrlich ist seit dem 10. März 2020 Headcoach des FC Augsburg.

FC Augsburg: Vereinsfarben und Trikots

Der FC Augsburg läuft bei Heimspielen mit den Vereinsfarben Rot, Grün und Weiß auf. Das Heim-Outfit besteht dabei aus weißen Stutzen, weißen Shorts und einem weißen Trikot mit grünen Schultern und Ärmeln. Das Logo des Ausrüsters Nike ist auf den Shorts und Trikots rot abgesetzt. Die Shorts und Stutzen des Auswärtstrikots sind schwarz, die Schultern und Ärmel zeigen sich in einem dunklen Rotton. Die alternative Ausstattung ist vollständig in Rot gehalten. Die etwas mehr als 19.000 Mitglieder des Vereins und alle Fans der schwäbischen Traditions-Kicker können entsprechend gestaltete Fanartikel und Originaltrikots im Fanshop des FCA kaufen.

FC Augsburg: Top-Transfers der Schwaben

Der FC Augsburg hat einige hochkarätige Spieler unter Vertrag genommen. Seit 2017 spielt Rani Khedira im Mittelfeld eine wichtige Rolle bei den Augsburgern. Der jüngere Bruder von Weltmeister Sami Khedira wurde vom RB Leipzig ins Schwabenland geholt.

Bester Torschütze des FCA ist Stürmer Florian Niederlechner. Die Tormaschine wurde vom SC Freiburg abgeworben. Der erfahrene Stürmer hat bereits in allen drei deutschen Profiligen gespielt. In der Bundesliga kommt er auf über 100 Partien.

Für die Abwehr hat der FC Augsburg seit 2015 Philipp Max verpflichtet. Der Verteidiger wurde sieben Jahre lang bei 1860 München sowie dem FC Bayern München ausgebildet und wechselte nach Stationen bei Schalke 04 und dem KSC Karlsruhe ins bayerische Augsburg. Der Abwehrspieler ist der Sohn der einstigen Stürmer-Legende Martin Max (u. a. 1860 München, Schalke 04).

FC Augsburg: Maskottchen aus der Puppenkiste

Augsburg ist deutschlandweit für sein charmantes Marionettentheater „Die Augsburger Puppenkiste“ bekannt. Hier werden schon seit mehr als 70 Jahren Märchen und Kindergeschichten im Marionettentheater aufgeführt. Das Team des FC Augsburg arbeitet seit 2009 mit dem Puppentheater zusammen. Bei jedem Heimspiel überreicht der Augsburger Kapitän seinem Gegenpart anstelle eines Wimpels eine Augsburger Marionette. Auch Lukas der Lokomotivführer tritt mittlerweile regelmäßig als lebensgroßes Maskottchen vor den Heimspielen auf. Als besonderes Highlight vor jedem Spiel gilt die Vorhersage vom Kasperle höchstpersönlich. Der kauzige Geck versucht sich vor jedem Spiel seines FCA als Orakel und sagt die Ergebnisse voraus.

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