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FCA greift wieder oben an - Traoré verletzt

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Von: Tobias Kimmel

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Michael Thurk setzte mit dem 3:1 in der 86. Minute den Schlusspunkt. © dpa

Augsburg - Der FC Augsburg hat seine Aufholjagd erfolgreich fortgesetzt und Moral bewiesen. Die Treffer zum Sieg gegen den KSC fielen erst spät. Der Trainer sieht noch Luft nach oben.

Der FCA hat am Sonntag gegen den abstiegsgefährdeten Karlsruher SC einen 3:1 (1:0)-Sieg gefeiert und springt damit vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz. Mittlerweile sind die Schwaben seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen. Der Rückstand auf den MSV Duisburg, der am Montag noch nachlegen kann, beträgt zwei Punkte.

“Ich bin mit meiner Mannschaft mehr als zufrieden, weil sie bis zum letzten Pfiff immer alles gibt", stellte Trainer Jos Luhukay nach dem mühsamen Erfolg erleichtert fest. Trotz der Erfolgsserie in Liga und Pokal sieht er noch Luft nach oben: "Wir kommen unserer Bestform immer näher und werden immer gefestigter. Wir sind auf einem guten Weg, aber bis zur Winterpause liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor uns."

Die wertvollsten Spieler des FC Augsburg

Gegen die taktisch disziplinierten Karlsruher tat sich der FCA auch nach der Führung durch Tobias Werner (38. Minute) sehr schwer. “Alle Mannschaften, die nach Augsburg kommen, stehen sehr tief“, erklärte Torsten Oehrl. Als Einwechselspieler hatte er vor 14.472 Zuschauern die Gastgeber in der 83. Minute in Führung gebracht. Es war sein erstes Tor seit dem vierten Spieltag. "Ich kenne zwar das Gefühl, ein Tor zu schießen, habe es aber schon länger nicht mehr erlebt", scherzte Oehrl: "Das war eine Befreiung für mich. Es ist ein Zeichen des gestiegenen Selbstvertrauens, dass wir nach dem Ausgleich einfach weiterspielen, an uns glauben und das Spiel noch gewinnen."

Die erneute Führung der Schwaben war nicht unverdient, nachdem Lukas Rupp (52.) bei seinem Abstaubertor zum zwischenzeitlichen 1:1 im Abseits gestanden hatte. Michael Thurk (86.) machte mit seinem sechsten Saisontor per Freistoßschlenzer ins Kreuzeck den Erfolg perfekt.

Die Schwaben profitierten bei ihren späten Toren auch vom Platzverweis des KSC-Verteidigers Matthias Langkamp, der nach 73. Minuten wegen Trikotziehens vor dem Strafraum die Gelb-Rote Karte kassierte - eine harte, aber regelkonforme Entscheidung des Schiedsrichters Thorsten Kinhöfer. "Augsburg war insgesamt stärker, aber wir haben alles probiert. Der Druck war am Ende zu groß. Aber ich bin von meiner Mannschaft nicht enttäuscht", stellte KSC-Coach Markus Kauczinski fest.

Der Interimstrainer saß in Augsburg zum letzten Mal auf der Karlsruher Bank. Auf seinen Nachfolger, der Uwe Rapolder heißen soll, wartet eine schwere Aufgabe. Nach neun Spielen ohne Sieg steckt der KSC mitten im Abstiegskampf - während Augsburg endgültig wieder oben mitmischt und seine Serie am liebsten bis zur Winterpause fortführen will. "Machbar ist das auf jeden Fall, aber es bringt uns auch nichts, die nächsten vier Spiele unentschieden zu spielen. Lieber eins verlieren und dann drei gewinnen", rechnet Matchwinner Oehrl: "Mit ungefähr 30 Punkten sollten wir schon überwintern, um in der Rückrunde richtig angreifen zu können."

Ob Ibrahima Traoré dabei zur Verfügung steht, ist noch unklar. Der Flügelflitzer des FCA musste in der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Nach ersten Untersuchungen hat er sich eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zugezogen. Eine exakte Diagnose soll die Kernspintomografie am Montag ergeben. 

kim

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