Fokus liegt auf Pokalkracher

FCA erkämpft sich Punkt in der Hauptstadt

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In der Hauptstadt holten die Augsburger einen Punkt, jetzt liegt aller Fokus auf dem Pokalkracher gegen die Bayern

Berlin - Drei Spieltage vor der Winterpause hat der FC Augsburg auch seine Bundesliga-Auswärtsschwäche besiegt und bei Hertha BSC zumindest einen Punkt geholt.

Kurz vor dem großen Pokalduell gegen den FC Bayern haben die Augsburger sogar ihre Auswärtsschwäche überwunden. Nach zuvor vier Niederlagen in der Fremde hintereinander ergatterten die Schwaben beim torlosen Remis in Berlin neben einem Punkt auch neuen Mut für den Cup-Schlager am Mittwoch. „Wir haben dort nichts zu verlieren und wollen die Sensation schaffen“, verkündete Kapitän Paul Verhaegh mit Blick auf die Herkulesaufgabe vor eigenem Publikum.

Drei Spieltage vor der Winterpause in der Fußball-Bundesliga steht es bestens um den FCA. Mit 17 Punkten hat das Team von Trainer Markus Weinzierl schon jetzt wesentlich besser abgeschnitten als zu vergleichbaren Zeitpunkten in seinen beiden ersten Saisons in der Eliteliga; von Abstiegssorgen kann keine Rede sein. „Wir freuen uns, dass wir zu Null gespielt haben und können mit dem Punkt gut leben“, lobte Weinzierl nach dem 0:0 am Samstag bei Hertha BSC; „einem Drecksspiel“, wie Verteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker urteilte.

In der Offensive brachten die im Ligavergleich offensivschwachen Augsburger zwar nichts zustande, immerhin aber hielt die Defensive. Einzig bei drei guten Möglichkeiten durch Änis Ben-Hatira (18. Minute), dem Ex-Augsburger Marcel Ndjeng (37.) und Adrian Ramos (55.) waren die Gäste auf etwas Glück angewiesen. „Man hatte das Gefühl, dass beide Mannschaften Angst hatten, ein Gegentor zu bekommen. Auch wir haben gut gestanden“, bilanzierte Mittelfeldprofi Daniel Baier.

Vielen Herthanern, als Tabellensiebter immer noch vor Augsburg, langte das Unentschieden dagegen nicht. „Wir haben hundertprozentige Torchancen, da müssen wir ein Tor erzielen“, bemängelte Augsburgs früherer Coach Jos Luhukay, der bereits nach der Berliner 0:1-Heimniederlage gegen Leverkusen die mangelnde Effizienz seiner Spieler bemängelt hatte. Von den 38 667 Zuschauern im Olympiastadion machte zum ersten Mal in dieser Saison ein Teil seinem Unmut Luft.

Im Umfeld des Aufsteigers sind die Erwartungen nach den attraktiven Leistungen und den Erfolgen vor allem zu Beginn der Saison schnell gewachsen. Die Vereinsführung weiß das, sie appelliert schon länger an den Realitätssinn der Anhänger. Auch deshalb konnte Luhukay trotz aller Kritik in Sachen Chancenausbeute dem 0:0 etwas Positives abgewinnen: „Ich freue mich sehr über den Punkt. Wir haben uns weiter weg von den (direkten) Abstiegsrängen bewegt.“

Das gilt auch für die Augsburger, die jetzt alle Konzentration aufs Pokal-Achtelfinale richten. „Der Blick auf die Tabelle ist okay“, befand Weinzierl, „in Berlin war es nicht unsere Aufgabe, zu glänzen.“ Das erwartet auch am Mittwoch gegen den Triplesieger aus München niemand. Vielleicht reicht's ja dennoch für eine große Überraschung. „Auswärts ein Punkt und zu Hause gewinnen ist eine gute Marschroute“, kommentierte Weinzierl. Im Pokal gilt das umso mehr.

dpa

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