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Registrierungs-Chaos beim FC Barcelona: Lewandowski-Entscheidung im letzten Moment gefallen

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Von: Momir Takac

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Beim FC Barcelona herrscht einen Tag vor dem Start in den Liga-Betrieb Chaos: Robert Lewandowski und andere Stars erhalten nun eine Spielberechtigung.

Update vom 12. August, 22.25 Uhr: Dem FC Barcelona ist es mit einem weiteren Millionendeal im letzten Augenblick gelungen, eine Spielgenehmigung für Weltfußballer Robert Lewandowski und andere teure Neuzugänge bei der Liga zu sichern. Auf der Seite der Liga wurden der frühere Bayern-Torjäger sowie Andreas Christensen und Franck Kessie am Freitagabend als registriert aufgeführt. Sie können damit beim ersten Ligaspiel am Samstagabend (21.00 Uhr) im Camp Nou gegen Rayo Vallecano aus Madrid auflaufen.

Nach Informationen der Fachzeitung Mundo Deportivo konnten die Katalanen auch die Spielerlaubnis für Neuzugang Raphinha sichern sowie für Ousmane Dembélé und Sergi Roberto, deren Verträge erneuert wurden. Nur der Fall von Jules Kounde sei noch ungeklärt.

Zuvor hatte der Club mitgeteilt, dass er in der insgesamt schon vierten Aktion dieser Art dem Unternehmen Orpheus Media 24,5 Prozent der Anteile an Barça Studios für 100 Millionen Euro verkauft habe. Mit dieser weiteren Finanzspritze schafften die Katalanen den Durchbruch. Die Liga muss zwar auf die Einhaltung der Regeln zum Fairplay achten, hatte aber nach Einschätzung spanischer Medien auch kein Interesse daran, dass Superstars auf der Tribüne landen.

Update vom 12. August, 14.49 Uhr: Womöglich schafft es der FC Barcelona doch noch, rechtzeitig die Spielberechtigung für sieben Spieler zu erhalten. Der Klub konnte am Freitag einen Millionen-Deal verkünden.

FC Barcelona erzielt Teilerfolg im Bemühen um Spielberechtigung: Anteile für 100 Millionen Euro verkauft

Im Bemühen um eine rechtzeitige Registrierung von Neuzugängen hat der FC Barcelona einen Etappensieg errungen. Der Klub veräußerte eigenen Angaben zufolge dem Unternehmen Orpheus Media 24,5 Prozent der Anteile an Barca Studios für 100 Millionen Euro.

Die Katalanen wollten eigentlich an einen anderen Konzern verkaufen. Dies war offenbar aus rechtlichen und verwaltungstechnischen Gründen nicht möglich. Auch wenn Barca eine stattliche Summe generieren konnte, am Freitagnachmittag waren die betroffenen Spieler - darunter Robert Lewandowski - immer noch nicht auf der offiziellen Seite von LaLiga gelistet.

Registrierungs-Chaos bei Barca wird schmutzig: Frenkie de Jong von Fans beleidigt

Update vom 12. August, 14.03 Uhr: Im Chaos um die rechtzeitige Registrierung von Spielern beim FC Barcelona liegen die Nerven offenbar blank. Die Katalanen brauchen einen Tag vor ihrem Start in die Liga dringend Geld oder müssen Raum durch Gehaltseinsparungen schaffen, um die Kriterien der Liga zu erfüllen.

Einer der Verkaufskandidaten ist Frenkie de Jong. Das Problem: Der Niederländer will nicht weg und auch nicht auf Einkommen verzichten. Jetzt hat de Jong dem Klub „Erpressung“ und eine „Verleumdungskampagne“ vorgeworfen. Das berichteten die Zeitungen wie Mundo Deportivo und Sport unter Berufung auf de Jongs Umfeld. Anwälte sollen inzwischen tätig sein.

Doch es geht noch schlimmer. Inzwischen haben Fans den 25-Jährigen zur Hassfigur auserkoren. Auf Twitter kursiert ein Video, das zeigt, wie Barca-Anhänger de Jong beschimpfen, der gerade mit seinem Auto zum Trainingsgelände kommt. Zu hören ist, wie sie ihn beleidigen. Auf Deutsch heißen die Worte „Senk dein Gehalt, du Schlampe“.

Warten auf Spielberechtigung: Sieben Profis der Katalanen dürfen nicht bei Ligastart spielen

Erstmeldung vom 11. August 2022

Barcelona – Eigentlich müsste beim FC Barcelona die Vorfreude auf den Saisonstart riesig sein. Fans können es kaum erwarten, all die für mehr als 150 Millionen Euro verpflichteten Spieler auf dem Platz zu sehen. Doch dieser Tage herrscht in Katalonien keine Euphorie, sondern vielmehr Ernst, Hektik und Chaos.

Am Freitag startet die spanische Eliteliga „La Liga“ in die neue Spielzeit. Der FC Barcelona ist am Samstag gegen Rayo Vallecano gefordert. Doch wer im Kader steht, ist derzeit noch völlig offen. Im schlimmsten Fall muss Trainer Xavi auf sieben Spieler verzichten – darunter fünf Neuzugänge. Auch das Pflichtspieldebüt des vom FC Bayern nach Barcelona gewechselten Robert Lewandowski steht in den Sternen. Was ist los?

Beim FC Barcelona herrscht kurz vor dem Ligastart Alarmstimmung

Schuld für das Tohuwabohu in Barcelona sind strenge Auflagen der Liga. Diese berechnet mit einem komplexen Verfahren für jeden Klub eine Gehaltsobergrenze, die partout nicht überschritten werden darf. Die Katalanen überschreiten dieses Limit offensichtlich noch, denn ganze sieben Spieler sind noch nicht einmal bei La Liga registriert: Neben den Neuzugängen Andreas Christensen, Franck Kessié, Jules Koundé, Raphina und Lewandowski, haben auch Sergi Roberto und Ousmane Dembelé, mit denen Verträge verlängert wurden, keine Spielberechtigung.

Robert Lewandowski, Raphinha, Andreas Christensen und Eric Garcia (v. l. n.n r.) vom FC Barcelona stehen auf dem Platz.
Besitzen noch keine Spielberechtigung für den FC Barcelona: Robert Lewandowski, Raphinha und Andreas Christensen – Eric Garcia kann sich freuen. (v. l . n. r.) © IMAGO/Sergio Ruiz / PRESSIN

Die Verantwortlichen des FC Barcelona haben in den verbleibenden Tagen noch viel Arbeit vor sich, um die Auflagen zu erfüllen. Während der Verein fleißig Rechte veräußert, braucht es trotzdem noch frisches Geld und Gehaltseinsparungen. Als Verkaufskandidaten gelten die Topverdiener Pierre-Emerick Aubameyang, Memphis Depay und Frenkie de Jong, der immer noch auf Gehalt wartet, worauf er vorübergehend verzichtete.

FC Barcelona: Neuzugänge Kessié und Christensen sollen besondere Vertragsklauseln haben

Sollte bis Samstag das Kunststück nicht glücken, müssen fünf der sieben Betroffenen vorerst mit einem Platz auf der Tribüne vorliebnehmen. Zwei Spieler jedoch könnten sich sogar gleich wieder vom hoch verschuldeten FC Barcelona verabschieden.

ESPN berichtet, dass die ablösefreien Christensen und Kessié den Verein zum Nulltarif wieder verlassen können, sollten sie nicht vor dem ersten Spiel beim Verband registriert sein. Ob die Neuzugänge dies auch wollen würden, steht auf einem anderen Blatt. In jedem Fall tragen die Vertragsklauseln in der aktuellen Situation nicht gerade zur Beruhigung bei. Sicher auch nicht der Abgang des La-Masia-Juwels Adam Aznou, den sich der FC Bayern schnappte. (mt)

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