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„Ergibt keinen Sinn“: Clasico Real Madrid gegen Barcelona nicht im TV oder Live-Stream

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Von: Christoph Klaucke

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Der FC Barcelona und Real Madrid treffen im Clásico aufeinander. In Deutschland wird der spanische Supercup weder im TV noch im Live-Stream gezeigt.

Riad - Am Mittwochabend (20 Uhr) treffen der FC Barcelona und Real Madrid im Clasico aufeinander - doch in Deutschland bekommt es niemand mit. Der Klassiker wird im deutschsprachigen Raum weder im TV noch im Livestream übertragen. Wie schon die letzten beiden Jahre hat kein TV-Sender oder Streaming-Anbieter die Rechte für die Ausstrahlung der Supercopa gekauft.

Eigentlich hat das Prestige-Duell zwischen den beiden spanischen Schwergewichten auch hierzulande eine große Strahlkraft. Dass die deutschen Zuschauer in die Röhre schauen müssen, könnte jedoch mit dem umstrittenen Austragungsort des Turniers zusammenhängen. Die deutschen TV-Sender scheinen mit ihrem Boykott ein Zeichen setzen zu wollen.

Clasico FC Barcelona gegen Real Madrid: Keine Supercopa im TV oder Live-Stream

Der spanische Supercup wird in Saudi-Arabien ausgetragen. Die beiden Pokalfinalisten und die beiden bestplatzierten Teams von La Liga nehmen an der Supercopa teil - demnach in der aktuellen Ausgabe Meister Atletico Madrid, Vizemeister Real Madrid sowie die Pokalfinalisten FC Barcelona und Athletic Bilbao. 

Hinter dem Austragungsort Riad stehen vor allem finanzielle Beweggründe. Für das Turnier zahlt der Wüstenstaat rund 40 Millionen Euro an den spanischen Fußball-Verband RFEF, für drei Austragungen sollten insgesamt 120 Millionen von 2020 bis 2022 fließen - im vergangenen Jahr wurde die Supercopa aufgrund der Corona-Pandemie aber in Spanien ausgetragen.

Real Madrids David Alaba im Duell mit Barcelonas Gavi.
Real Madrids David Alaba im Duell mit Barcelonas Gavi. © Joan Valls/Imago

Real Madrid gegen FC Barcelona in Saudi-Arabien - mitten in der Omikron-Welle

„Das ergibt keinen Sinn. Der Fußball hat sich verändert, wir denken nicht mehr an die Fans“, sagte Raul Garcia, Stürmer von Titelverteidiger Athletic Bilbao. Die Basken treffen im zweiten Halbfinale am Donnerstag auf Meister Atletico Madrid. „Wir vergessen das Wesentliche, die Atmosphäre, welche die Spiele ausmacht“, betonte Garcia. Mitten in der heftigen spanischen Omikron-Welle machen sich die vier Teams auf den Weg ins rund 5000 Kilometer entfernte Saudi-Arabien, wo nach 2020 zum zweiten Mal der spanische Supercup-Sieger gesucht wird. 

Bereits bei der ersten Austragung vor zwei Jahren stieß das Final Four auf heftige Kritik aus der Heimat, die spanischen TV-Sender boykottierten die Spiele aufgrund der Menschenrechtslage im Wüstenstaat. Damals verteidigte Verbandsboss Luis Rubiales die Spiele als „Cup der Gerechtigkeit“, da Frauen zu den Spielen kostenlosen Eintritt erhielten. In diesem Jahr überträgt immerhin der Pay-TV-Sender Movistar die Spiele, in Deutschland gibt es keine Möglichkeit, die Spiele live im TV zu verfolgen. Neben dem Clasico gibt für alle Fußball-Fans aber auch noch andere Highlights. (ck/sid)

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