Konkurrenten müssen sich zusammenraufen

FCB und BVB: Liga-Frieden fürs Nationalteam!

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Im Hinspiel mussten sich  Boateng & Co. mit einem 1:1 gegen die Iren begnügen.

München - Samma wieder guat? Diese Frage stellt sich beim DFB, schließlich sollen die Dortmunder und Münchner Nationalspieler nach der 5:1-Demontage am Sonntag nun gemeinsame Sache machen und Donnerstag in Irland und am Sonntag gegen Georgien die EM-Quali perfekt machen.

Können die Borussen den Frust runterschlucken? Und die Bayern ihre Sprüche stecken lassen? Dienstag sprachen in Ilkay Gündogan und Jerome Boateng je ein Roter und ein Schwarz-Gelber.

„Es fällt nicht besonders schwer, sich mit den Mitspielern zu treffen“, so der BVB-Spielmacher, der sogar mit den FCB-Kollegen direkt aus München zum DFB-Treffpunkt nach Frankfurt gereist war. Der 24-Jährige weiter: „Das war hier auch kein Riesenthema. Ich sehe das unproblematisch, da ist alles gut.“ Boateng pflichtete bei: „Klar war das positiv für uns Bayern-Spieler. Aber es ist vorbei. Jetzt spielen wir zusammen in einer Mannschaft und wollen gemeinsam unsere Ziele erreichen.“

Dennoch: Allein schon die Fragen an beide zeigten, dass der deutsche Clásico auch in der Länderspielwoche Thema Nummer eins ist. Während Gündogan überwiegend auf die anschließende Teamkritik von Mitspieler und BVB-Kapitän Mats Hummels angesprochen wurde, durfte Boateng hingegen ausschließlich über seine aktuelle Topform philosophieren. „Für mich ist nur wichtig, dass ich meine Leistung bringe, mich weiter verbessere und der Mannschaft helfe“, so Boateng gewohnt bescheiden. Von Lobeshymnen wollte er nichts wissen: „Das mit dem besten Innenverteidiger der Welt sollen andere beurteilen.“

Franz Beckenbauer zum Beispiel. Kaum war Boateng nach seinen beiden Traum­pässen gegen den BVB von FCB-Kollege Thomas Müller als „Kaiser Jerome“ geadelt worden, reihte sich Dienstag auch der echte Kaiser in die Gratulanten ein. „Er ist wirklich zu einer echten Größe geworden“, so Franz Beckenbauer. „Er ist ein absoluter Weltklassespieler. Ich denke, der FC Bayern kann froh sein, dass er Jerome Boateng in seinen Reihen hat.“

Und der DFB. Sieht Gündogan übrigens genauso. „Er zählt zu den Top-drei-Innenverteidigern der Welt. Brutal, was er für eine Entwicklung genommen hat“, so der Dortmunder über seinen Münchner Kollegen. „Als Mittelfeldspieler wünscht man sich besonders, so einen Mann hinter sich zu haben. Ich bin froh, dass es zumindest auf Nationalmannschaftsebene so ist.“ Die Hintermänner beim BVB werden sich freuen…

José Carlos Menzel López

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