FC Bayern gegen Inter: Der Vergleich

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Der FC Bayern und Inter Mailand bestreiten das Champions-League-Finale.

München - Die Bayern kennen nun also ihren Finalgegner für das Champions-League-Finale am 22. Mai in Madrid: Inter Mailand. Wir stellen die beiden Mannschaften gegenüber und vergleichen Mann gegen Mann.

"Gegen Inter haben wir mehr Chancen"

Nachdem sich Inter Mailand gegen den scheinbar übermächtigen FC Barcelona durchgesetzt hat, treffen die Bayern am 22. Mai im Endspiel der Champions League in Madrid auf die Italiener.

Beide Mannschaften werden mit José Mourinho und Louis van Gaal von außergewöhnlichen Trainern gecoacht, die einst beim FC Barcelona sogar zusammenarbeiteten. Was Detailversessenheit und Taktik betrifft, gehören die beiden Trainer zum Besten in Europa. Doch wie sieht der Vergleich der Spieler aus?

Wir haben die möglichen Startaufstellungen beider Teams für das Finale gegenübergestellt und Mann gegen Mann verglichen. Sehen Sie selbst:

Bayern gegen Inter: Mann gegen Mann

Der FC Bayern München spielt gegen Inter Mailand im Champions-League-Finale am 22. Mai um die europäische Fußball-Krone. Wir haben die möglichen Aufstellungen beim Finale gegenübergestellt. © Getty
Julio Cesar (30): Vor Buffon zum besten Keeper der Serie A gewählt. Konstant, brasilianischer Nationalkeeper. © Getty
Jörg Butt (35): Absolut zuverlässig. Punkt für beide. Zwischenstand: 1:1 © Getty
Maicon (28): Für Mourinho weltbester Rechtsverteidiger. Der Brasilianer spielt seine beste Saison, torgefährlich! © Getty
Philipp Lahm (26): Auszeit beendet! Stark wie eh und je - Unentschieden Zwischenstand 2:2. © Getty
Lucio (31): Der Chef! Der Ex-Bayer. Endlich diszipliniert, bärenstark. © Getty
Daniel van Buyten (32): Unumstrittener Abwehrchef, spielt seine beste Saison. Auch hier unentschieden - Zwischenstand 3:3 © Getty
Walter Samuel (32): Wiedererstarkt, bildet mit Lucio ein schier unumwindbarers Bollwerk. © Getty
Martin Demichelis (29): Hat sich stabilisiert. Micho gegen Samuel: Ein Gaucho-Duell. Unentschieden. Zwischenstand: 4:4 © Getty
Javier Zanetti (36): Mann mit Pferdelunge, unglaublich zuverlässig. Aber: Schnelligkeitsprobleme! © Getty
Holger Badstuber (21): Ein Riesentalent. Aber: Die linke Abwehrseite liegt ihm nicht. Wurde gegen ManU bereits genarrt. Contento steht bereit. Dennoch: Punkt Inter, Zwischenstand: 4:5 © Getty
Cristian Chivu (29): Der Kapitän der rumänischen Nationalmannschaft ist sehr routiniert. Er spielt nach einer Kopfverletzung mit Helm. © Getty
Bastian Schweinsteiger (25): Seedorf, Lampard – dank seiner grandiosen Saison wird Schweini mit Europas Mittelfeldgrößen verglichen. Führt Regie, kämpft, verteilt die Bälle. Da kann ­Chivu nicht mithalten. Punkt für Bayern - Zwischenstand: 5:5. © Getty
Esteban Cambiasso (29): Über ihn sagt Mourinho: „Der mentale stärkste Spieler, den ich je sah.“ Balleroberer im Zentrum. © Getty
Mark van Bommel (33): Der Boss im Mittelfeld. Verteilt die Bälle, hat Auge, dirigiert – und gewann mit Barcelona 2006 bereits die Königsklasse. Cambiasso ist in Topform, aber van Bommel kann das ganze Team mitreißen. Bayerns Punkt. Zwischenstand: 6:5 © Getty
Wesley Sneijder (25): Wie Müller freier Mann im Mittelfeld, aber anderer Typ: Zieht die Fäden, Bindeglied. Blühte bei Inter auf! © Getty
Thomas Müller (20): Was Müller gegen Lyon leistete, ist unglaublich – seine Laufleistung lässt alle staunen. Technische Defizite macht er durch Einsatz und Torgefahr wett. Aber Sneijder ist Inters wichtigster Mann. Knapper Inter-Sieg - Zwischenstand: 6:6 © Getty
Samuel Eto’o (29): Spielt rechts hängend. Läuft enorm viel. Wenn es um etwas geht, ist er da. Gewann die Champions League bereits zwei Mal mit Barca. © Getty
Arjen Robben (26): Ganz anderer Typ als Eto’o, gelernter Mittelfeldspieler mit unglaublichen Offensivdrang. Robbens linker Fuß sucht seinesgleichen, in der aktuellen Form steht nur Messi über ihm. Deswegen Punkt für Bayern. Zwischenstand: 7:6 © Getty
Goran Pandev (26): Die Schwachstelle. Dribbler mit gutem linken Fuß. Abschlussschwach, wenig Übersicht. © Getty
Hamit Altintop (27): Gegen Lyon überzeugte der Türke als Ribéry-Ersatz. Auch im Finale hat er Chancen zu spielen – weil der Franzose fehlt. Alternative: Pranjic. Im Vergleich zu Inters Position defensiver. Remis, Zwischenstand: 8:7. © Getty
Diego Milito (30): Der am meisten unterschätze Spieler der Serie A. Super Techniker, Arbeiter, Vorbereiter – eine Waffe im Angriff. © Getty
Ivica Olic (30): Zwei Laufwunder im direkten Duell. Beide sind für ihre Mannschaft ungemein wertvoll, haben zum Saisonende ihre Topform gefunden. Und beide können das Finale entscheiden. Unentschieden. Zwischenstand: 9:8 © Getty
Jose Mourinho (47): Van Gaal bezeichnet der Portugiese als seinen Lehrmeister. Mourinho kennt alle Tricks, ist ein Selbstdarsteller. © Getty
Louis van Gaal (58): Mourinho sagt: „Erst kommt Gott, dann komme ich.“ Van Gaal sagt: „In der Lederhose sehe ich aus wie Gott.“ Beide erfahren, Taktik- und Systemgenies - Unentschieden. Daher Endstand: 10:9 für die Bayern. © Getty

Inter Mailand im Porträt

Der „Football Club Internazionale Milano“ wurde am 9. März 1908 gegründet. © Getty
Das erste Wappen (mit den Initialen FCIM) wurde während der erwähnten Gründungssitzung auf einen Bierdeckel gezeichnet. © Getty
Insgesamt spielten bei Inter Mailand schon fünf Deutsche. Hansi Müller machte Anfang der 80er Jahre den Anfang ... © Getty
... gefolgt vom heutigen Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. © Getty
Lothar Matthäus und ... © Getty
... Andreas Brehme ... © Getty
... gewannen 1991 mit Inter den UEFA-Pokal. Ebenso wie ... © Getty
... Jürgen Klinsmann, der sich einst seine Spaghetti auch in Mailand schmecken ließ. © Getty
Der bisher letzte Deutsche im Inter-Dress war Matthias Sammer (r.), der es nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart 1992 nur sechs Monate in Italien aushielt. © dpa
Präsident des Klubs ist seit 1995 Massimo Moratti. In den 60er Jahren war sein Vater Angelo Moratti dem Klub vorgestanden. © Getty
Sportliche Heimat der auch "Nerazzurri" genannten Mailänder ist das Giuseppe-Meazza-Stadion, auch bekannt unter dem Namen San Siro, das man sich mit dem Lokalrivalen AC Mailand teilt. © Getty
Er ist der heimliche Star der Mannschaft: Trainer José Mourinho ist seit 2008 bei Inter. Dem Portugiesen ist es gelungen, Inter zu einer der besten Mannschaften Europas zu machen. © Getty
Mourinhos verlängerter Arm auf dem Spielfeld ist der Argentinier Javier Zanetti. Der 36-jährige Linksverteidiger spielt seit 1995 (!) bei Inter und ist trotz seines fortgeschrittenen Alters noch immer eine Bank in der kompakten Inter-Defensive. © Getty
Vor der Saison machte Inter auf dem Transfermarkt durch einen spektakulären Tausch auf sich aufmerksam: Stürmer Zlatan Ibrahimovic wechselte von Inter zum FC Barcelona. © Getty
Dafür erhielt Inter Barcas ausrangierten Stürmer Samuel Eto'o und etwa 50 Millionen Euro. Kein schlechter Deal für die Italiener. © Getty
Wesley Sneijder (m.) wurde bei Real Madrid verjagd - Inter griff dankbar zu. Kostenpunkt: 27 Millionen Euro. © Getty
Vergleichsweise günstig war da schon Lucio. Der Brasilianer kam vom FC Bayern und kostete 8 Millionen Euro. Der Verteidiger hat bei den "Nerazzurri" voll eingeschlagen und ist aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken. © Getty
Ebenfalls ein Neuzugang und vielleicht einer der unterschätzesten Stürmer in Europa: Diego Milito. Er kam vom FC Genau zu Inter. © Getty
Im Tor ist der Brasilianer Julio Cesar eine feste Größe. © Getty
Ebenso dessen Landsmann Maicon in der rechten Abwehr. Der Brasilianer beeindruckt durch seine Physis. © Getty
Ein unauffälliger Spieler, aber dennoch ungemein wertvoll für die Mannschaft: Esteban Cambiasso. Der Argentinier wurde einst auch von Real Madrid weggeschickt, seit 2004 spielt der defensive Mittelfeldspieler für Inter. © Getty
Und da wäre noch Mario Balotelli, eines der größten Talente Italiens. Leider nimmt es der Italiener mit ghanaischer Herkunft mit der Disziplin nicht ganz so genau. Deshalb erhält der Rechtsaußen von Trainer Mourinho auch wesentlich weniger Einsatzzeit, als ihm eigentlich zu stünde. © Getty

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