Die Familie kassiert fleißig mit

Alaba: Gehalt und Boni geleakt – Real Madrid zahlt über 100 Millionen Euro für den Ex-Bayern-Star

David Alaba kassiert bei Real Madrid ein wahrlich königliches Gehalt.
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David Alaba kassiert bei Real Madrid ein wahrlich königliches Gehalt.

Real Madrids Präsident Florentino Perez gründete die Super League, weil die Top-Klubs sonst finanziell bankrottgehen würden. Alabas Gehalt ist deshalb zum Stirnrunzeln.

Madrid – Im April erschütterte eine Nachricht den europäischen Fußball: Zwölf der größten Vereine des Kontinents sagten sich von der UEFA und der Champions League* los, um eine eigene Liga zu gründen: die Super League. Doch es verlief anders als geplant. Nach massivsten Widerständen* des restlichen Fußballeuropas, einschließlich des Großteils der Fans der abtrünnigen Klubs, brachten die Pläne der Super League schon nach wenigen Tagen zum Kollabieren. Auch die Absage des fest eingeplanten FC Bayern München* sowie von Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain untergruben die Planungen.

Real Madrids Präsident Florentino Perez, der als Drahtzieher hinter den Plänen gilt, begründete die Super League mit der finanziell höchst angespannten Situation der europäischen Top-Klubs. Der Spiegel veröffentlichte nun pikante Vertragsdetails zwischen David Alaba* und Real Madrid, sowie der beteiligten Berater. So viel ist schon mal zu sagen: Die Zahlen stellen Perez‘ Jammern um die finanziell angeschlagene Situation von Real Madrid in kein gutes Licht.

Real Madrid zahlt für Alaba insgesamt mehr als 100 Millionen Euro

Dem Spiegel liegt unter anderem der ausformulierte Arbeitsvertrag Alabas vor. Demnach soll der Österreicher in den fünf Jahren Vertragslaufzeit jährlich knapp 20 Millionen Euro kassieren. Und schon die Unterschrift brachte dem 29-Jährigen ein Handgeld von fast 18 Millionen Euro ein. Und da sich Real Madrid verpflichtet, Alaba ein jährliches Nettogehalt von rund 10,5 Millionen Euro zu garantieren, könnten die Kosten sogar noch steigen – zum Beispiel, wenn sich der spanische Steuersatz erhöhen sollte.

In den fünf Jahren bei Real Madrid* käme Alaba also auf insgesamt mindestens 115 Millionen Euro – und da sind die vielen Boni, die es im Falle von Titeln gäbe, noch gar nicht mit eingerechnet. Kündigt allerdings Alaba einseitig seinen Vertrag, so müsste er Real Madrid eine Entschädigung in Höhe von 850 Millionen Euro zahlen, schreibt der Spiegel.

David Alaba jetzt bei Real Madrid: Auch die Berater gehen alles andere als leer aus

Verhandelt wurde der Transfer von Berater Pinha „Pini“ Zahavi*, den Uli Hoeneß im Zuge verschiedener Verhandlungen als „geldgierigen Piranha“ bezeichnet hatte. Der berüchtigte Spielervermittler erhielt für den abgewickelten Transfer von Real Madrid ein Handgeld in Höhe von 5,2 Millionen Euro, so die Leaks des Spiegel. Auch Alabas Eltern, von denen sein Vater ebenfalls als Berater des Fußballspielers agiert, profitieren von dem Deal: Ihr in Wien ansässiges Familienunternehmen namens „The Alabas GmbH“ erhält von Real Madrid 6,3 Millionen Euro.

Bei solchen Zahlungen verwundert es nicht wirklich, dass die finanzielle Situation rund um Real Madrid klamm ist. Vielmehr irritieren dafür die Aussagen von Perez, der die Geldschwierigkeiten rein auf die Corona-Situation geschoben hatte. Real Madrid gibt also weit über 100 Millionen Euro für einen Spieler aus, während die Einnahmen aus der Champions League nicht mal sicher sind: Die UEFA steckt gerade in Gerichtsverhandlungen, um einen Ausschluss der Königlichen aus dem Kontinentalwettbewerb zu erwirken. Da werden die Einnahmeeinbußen wegen der Corona-Pandemie schnell ein deutlich kleineres Problem, könnte man meinen. Für Perez ist das wohl aber nicht der Fall. (fh) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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