Champions League am Dienstag

Lewandowski mit Rekord-Viererpack bei Bayern-Sieg - Leverkusen sichert Europa League

Robert Lewandowski überragte gegen Roter Stern Belgrad.
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Robert Lewandowski überragte gegen Roter Stern Belgrad.

Bayern München steuert dank Robert Lewandowski in der Champions League auf Rekordkurs, Bayer Leverkusen wird auch im neuen Jahr europäisch spielen.

Während die Bayern beim 6:0 (1:0) bei Roter Stern Belgrad nach dem schnellsten Viererpack der Königsklassen-Geschichte durch Lewandowski auch ihr fünftes Spiel gewannen und damit als erste deutsche Mannschaft mit sechs Siegen durch die Gruppenphase marschieren können, hat Leverkusen nach einem 2:0 (1:0) bei Lokomotive Moskau zumindest das Ticket für die Europa League sicher.

Der polnische Ausnahmestürmer Lewandowski benötigte in Belgrad nur 14:31 Minuten für seine historische Tore-Show. Bei seinen Treffern (53., Handelfmeter und 61., 64., 68.) weckte er Erinnerungen an seinen legendären Bundesliga-Fünferpack in neun Minuten gegen den VfL Wolfsburg.

Auch diesmal waren fünf Treffer drin, doch Trainer Hansi Flick nahm "Lewa" vorzeitig vom Platz (77.). Für den 31-Jährigen waren es die Saisontore Nummer sieben bis zehn in der Königsklasse, in der er jetzt insgesamt stolze 63-mal getroffen hat.

FC Bayern: Goretzka eröffnet, dann explodiert Lewandowski

Nationalspieler Leon Goretzka (14.) kühlte den vermeintlichen Hexenkessel "Marakana" mit seinem Führungstreffer früh ab. Lewandowski ließ die sonst so heißblütigen Serben endgültig verstummen - und Trainer Flick über den vierten Sieg im vierten Spiel ohne Gegentreffer jubeln. Corentin Tolisso (89.) setzte den Schlusspunkt.

Als Staffel-Erster gehen die Bayern bei der Auslosung der ersten K.o.-Runde am 16. Dezember voraussichtlich anderen Top-Teams wie Titelverteidiger FC Liverpool, Manchester City oder Paris St. Germain aus dem Weg. Und: Mit einem weiteren Dreier im Gruppenfinale am 11. Dezember gegen Tottenham Hotspur könnten sie als erste deutsche Mannschaft den Rekord von sechs Vorrundensiegen knacken.

Flick veränderte seine Startelf im Vergleich zum 4:0 in Düsseldorf auf vier Positionen und schonte Joshua Kimmich, Thomas Müller sowie Serge Gnabry. "Wir müssen schauen, dass jeder die nötige Regeneration bekommt. Wir haben einen Top-Kader, ich bin absolut überzeugt, dass wir in der Qualität nicht nachlassen", sagte er - und behielt recht. Die Wechsel hatten keinerlei negativen Einfluss auf das Münchner Spiel - im Gegenteil.

Bayer Leverkusen: Eigentor bringt Werkself auf die Siegerstraße

Zuvor hatte Leverkusen bei minus acht Grad im Eisschrank von Moskau hochverdient den zweiten Sieg eingefahren und ist damit nicht mehr von Platz drei zu verdrängen - sogar der Sprung auf Platz zwei und damit der Einzug ins Achtelfinale sind noch möglich. "Super, dass wir im Europacup überwintern. Das war unser Minimalziel. Wir haben ein überragendes Spiel gemacht", sagte Torhüter Lukas Hradecky.

Im 100. Champions-League-Spiel Bayers sorgte ein Eigentor von Moskaus Rifat Schemaletdinow (11.) für die Führung - drei von fünf Leverkusener Toren in der laufenden Saison wurden damit vom Gegner erzielt. Sven Bender (54.) markierte mit einem herrlichen Volleyschuss das wichtige 2:0 für höchst engagierte Gäste. Das erste Duell hatte das Tabellenschlusslicht Lok (3) 2:1 gewonnen.

Bayer Leverkusen hat Glück, dass ein Gegentor wegen Abseits nicht zählt

Vor 25.757 Zuschauern schloss Loks Alexej Mirantschuk einen starken Spielzug zum vermeintlichen 1:0 ab (7.), stand dabei aber knapp im Abseits. Wenig später ließ Hradecky einen Schuss von Grzegorz Krychowiak beinahe durch die Finger gleiten (10.).

Die Bayer-Führung nach einer Ecke fiel reichlich überraschend nach einem grotesken Missverständnis der Lok-Verteidiger. Leverkusens Kevin Volland vergab kurz vor der Pause die Riesenchance zum 2:0 (45.+2), doch Bayer drängte im zweiten Durchgang gleich weiter auf den nächsten Treffer und wurde durch Bender belohnt. Nach einem feinen Lupfer von Charles Aranguiz traf der Ex-Nationalspieler unhaltbar für den 13-maligen russischen Nationaltorwart Guilherme, einen eingebürgerten Brasilianer.

sid

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