Kurioser Grund

Supercup-Wahnsinn! 80 Millionen Menschen dürfen Bayern-Sieg nicht sehen - „Das wird nicht toleriert“

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus pfiff den Supercup zwischen dem FC Bayern und Dortmund. Das führte in einem Land dazu, dass das Spiel nicht übertragen wurde.

  • Als erste Frau pfiff Bibiana Steinhaus ein Supercup-Spiel.
  • Es wird ihre letzte Begegnung im Profifußball sein, sie gab ihr Karriereende bekannt.
  • Im Iran wird eine weibliche Schiedsrichterin nicht toleriert - deshalb konnten 80 Millionen Menschen das Spiel nicht sehen.

Update vom 1. Oktober, 15.30 Uhr: Dass mit Bibiana Steinhaus eine Frau in der Bundesliga pfeift - besser gesagt pfiff - ist in Deutschland völlig normal. In anderen Ländern ist das teilweise nicht akzeptiert. Zum Beispiel im Iran: Weil Steinhaus die Supercup-Partie Bayern - BVB leitete, wurde das Spiel dort nicht übertragen. Das berichtet das Iranjournal und beruft sich auf lokale Nachrichtenagenturen. Heißt: Die gut 80 Millionen Einwohner des Landes konnten das Spiel nicht verfolgen.

Eine Frau unter Männern auf dem Spielfeld werde nicht toleriert. Die Verknüpfung von Fußball und Frauen ist im Iran immer wieder ein schwieriges Thema. Das zeigte zuletzt auch der Fall einer Frau, die vergeblich versucht hatte, in ein Fußballstadion zu kommen. Am Ende war sie tot.

Supercup: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beendet Karriere

Update vom 30. September, 19.16 Uhr: Es herrscht Gewissheit: Bibiana Steinhaus wird ihre Schiedsrichter-Karriere beenden. „Wie viele Menschen in der Zeit der Corona-Situation habe ich manches reflektiert und neu bewertet“, sagte Steinhaus auf der DFB-Website.

„Nach einem sehr vertrauensvollen und konstruktiven Gespräch mit Lutz Michael Fröhlich, dem Sportlichen Leiter der DFB-Elite-Schiedsrichter, habe ich mich nach sorgfältiger Abwägung vieler Faktoren dazu entschieden, meine nationale und internationale Laufbahn als Schiedsrichterin zu beenden. Für den heutigen Abend wünsche ich mir, dass der Fokus allein auf dem Spiel liegt. Über die Gründe meines Rückzugs werde ich mich zu gegebener Zeit nochmals etwas ausführlicher äußern.“

Die Bild berichtete von privaten Gründen für die Entscheidung. Nach kicker-Informationen jedoch kommen auch professionelle hinzu: Steinhaus hat demnach in dieser Saison noch nicht die für Einsätze im Profifußball verpflichtende läuferische Leistungsüberprüfung absolviert. Unter Kollegen gilt ihre Nominierung für das prestigeträchtige Supercup-Spiel demnach als umstritten. Der Supercup gilt für diese Regelung als Grauzone.

Bibiana Steinhaus: Schiedsrichterin pfeift Supercup zwischen FC Bayern und Borussia Dortmund

Meldung vom 30. September, 13.42 Uhr: München - Die Vorfreude auf die Supercup-Begegnung zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund ist groß. Findet der FC Bayern nach der 1:4-Klatsche gegen die TSG Hoffenheim wieder zurück in die Erfolgsspur? Besonders eine Personalie sorgt nun für Aufmerksamkeit. Denn rund um das Endspiel des Supercups gibt es eine Premiere im deutschen Fußball.

FC Bayern gegen Borussia Dortmund: Bibiana Steinhaus pfeift Supercup

Als erste Schiedsrichterin pfeift Bibiana Steinhaus ein Endspiel um den Supercup. Die 41-Jährige wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit der Leitung des Duells zwischen Rekord-Champion FC Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund am Mittwoch (30. September) betraut. Doch wie es scheint, wird der große Tag von Bibiana Steinhaus gleichzeitig auch ihr letzter im Fußballgeschäft sein. Wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will, soll es das letzte Spiel sein, das Steinhaus pfeift.

Die Zeit von Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin scheint abgelaufen. Nach dem Supercup soll sie ihre Karriere beenden.

Bibiana Steinhaus pfeift als erste Frau Supercup - doch dann beendet sie ihre Karriere

Zu einem viel früheren Zeitpunkt als sie es eigentlich müsste, soll Bibiana Steinhaus ihre Karriere als Schiedsrichterin beenden. Sechs Jahre lang dürfte die 41-Jährige eigentlich noch als Schiedsrichterin tätig sein. Die Altersgrenze des DFB liegt bei 47 Jahren. Doch nun scheint der Supercup ihr Abschiedsspiel zu werden. Informationen der „Bild"-Zeitung soll Bibiana Steinhaus direkt nach dem Schlusspfiff der Partie einen Schlussstrich unter ihrer Karriere ziehen.

Seit drei Jahren ist Steinhaus als bislang einzige Frau in der Bundesliga aktiv, setzte sich gegen etliche Zweifel und Widerstände durch - und erledigte ihren Job mit Bravour. 2017 feierte sie als Schiedsrichterin der Partie Hertha gegen Bremen ihren ersten Einsatz in der Bundesliga. Bereits zehn Jahre zuvor debütierte sie als Schiedsrichterin in einem Zweiligaspiel. Auch kam sie bei drei Welt- und Europameisterschaften der Frauen zum Einsatz.

Indes sorgen Transfer-Gerüchte für Wirbel. Der FC Bayern soll Interesse an einem Mittelfeld-Star aus Spanien zeigen.

Bibiana Steinhaus beendet Schiedsrichter-Karriere - Fans enttäuscht: „Traurige Nachricht für den deutschen Fußball“

Auf Twitter häufen sich inzwischen Kommentare über die durchaus überraschende Neuigkeit. So schrieb ein User beispielsweise: „Kaum schafft es eine Frau nach ganz oben, wirft sie frühzeitig das Handtuch. Schade.“ Ein anderer drückt seine Enttäuschung aus: „Wenn Bibiana Steinhaus heute ihr letztes Spiel pfeift, ist das eine traurige Nachricht für den deutschen Fußball.“

Indes kommen erste Details über die Hintergründe ans Licht. So sollen private Gründe für den Rücktritt von Bibiana Steinhaus als Schiedsrichterin ausschlaggebend sein. Doch es soll kein Abschied für immer sein. So plant der DFB wohl, sie als Videoschiedsrichterin in Köln nach einer Pause weiterhin einzusetzen. Indes soll der Abgang eines Bayern-Stars fix sein.(mbr)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe / dpa

Auch interessant

Kommentare