Nach Sieg gegen FC Ingolstadt

Zum vierten Mal in Folge: FC Bayern ist Deutscher Meister

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Jubel bei den Bayern: Robert Lewandowski traf doppelt.

Ingolstadt - Der historische Titel ist perfekt: Der FC Bayern ist zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister. Die Münchner bezwangen am 33. Spieltag den FC Ingolstadt.

Pep Guardiola verlässt den FC Bayern und die Fußball-Bundesliga als deutscher Meister. Die großen Bayern machten vier Tage nach dem deprimierenden Champions-League-K.o. ihren 26. nationalen Titelgewinn im kleinsten Erstligastadion mit einem hart erarbeiteten 2:1 (2:1) beim frechen Aufsteiger FC Ingolstadt perfekt.

Für den zu Manchester City wechselnden Guardiola war es die dritte Meisterschaft im dritten Jahr, für die Münchner Startruppe sogar der vierte Titel nacheinander - ein Novum in der Bundesliga. Nach dem Abpfiff bejubelten die Gäste ihr Meisterstück. „Deutscher Meister wird nur der FCB“, skandierten lautstark die mitgereisten Anhänger.

Torjäger Robert Lewandowski war am Samstag vor 15.617 Zuschauern im ausverkauften Ingolstädter Sportpark Bayerns Meistermacher. Der Pole verwandelte in der 14. Minute einen Foulelfmeter und legte in einer intensiven Partie auch das 2:0 nach (32.). Es waren seine Saisontreffer 28 und 29. Damit steht Lewandowski dicht vor dem Gewinn der Torjägerkrone. Für die mutig agierenden Gastgeber verwandelte im letzten Heimspiel unter dem zu RB Leipzig wechselnden Trainer Ralph Hasenhüttl Torjäger Moritz Hartmann einen Foulelfmeter zum 1:2 (42.).

Leicht gemacht wurde den Bayern, die ohne den erkrankten Arturo Vidal (Infekt) und den geschonten Weltmeister Jérôme Boateng antraten, das Eintüten ihres nächsten Meistertitels nicht. Die Gastgeber blieben ihrem Stil treu, griffen weit in des Gegners Hälfte an und agierten hochmotiviert. Bis zum Ende war auch das Ausgleichstor möglich.

Mit Tempo und Steilpässen aus dem Mittelfeld hebelten die Münchner die Ingolstädter Defensive mehrfach aus. Douglas Costa schickte vor dem 0:1 Franck Ribéry steil. Der Franzose umspielte Torwart Ramazan Özcan, wurde dann aber von FCI-Kapitän Marwin Matip gelegt. Nach dem Fehlschuss von Thomas Müller in der Champions League gegen Atlético Madrid trat Lewandowski an. Er traf sicher flach ins rechte Eck.

Nach einem weiteren Steilpass von Lewandowski auf Costa hatte der Brasilianer die Münchner 2:0-Führung auf dem Fuß. Aber gestört vom Ingolstädter Benjamin Hübner verstolperte Costa - Guardiola fasste sich entsetzt an den Kopf. Besser machte es Lewandowski, der einen feinen Pass von Xabi Alonso aus spitzem Winkel ins lange Eck schoss.

Zuvor hatte Hartmann das 1:1 vergeben, als er freistehend vor Nationaltorhüter Manuel Neuer ans Außennetz schoss (29.). Auch Matthew Leckie scheiterte an Neuer (34.). Die Belohnung für ihre Offensivbemühungen ernteten die Gastgeber kurz vor der Pause. Der quirlige Dario Lezcano passte auf Hartmann, den Xabi Alonso zu Boden stieß. Der Gefoulte verwandelte sicher vom Punkt, es war Hartmanns 11. Saisontor.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

Der angeschlagene Alonso, für den Medhi Benatia kam, musste bei den Bayern zur Halbzeitpause raus. Schaulaufen war für die Münchner aber nach dem Seitenwechsel nicht angesagt. Denn Müller verpasste nach einem Zuspiel von Thiago die Vorentscheidung. Der Nationalspieler scheiterte am gut reagierenden Özcan (61.). Ingolstadt mobilisierte alles. Nach Zuspiel von Lezcano hatte Hartmann die Chance zum 2:2. Der Schuss des FCI-Angreifers verfehlte das Münchner Tor knapp (71.). In der Nachspielzeit vergab der eingewechselte Lukas Hinterseer die letzte Ingolstädter Torchance. Danach konnten die Bayern jubeln.

dpa

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