Nach verlorenem Heimdebüt

FCI-Stürmer Lex im Interview: "Es bringt nichts, jetzt zu weinen"

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Der Erdinger Stefan Lex (r.) gab gegen Dortmund sein Debüt in der Bundesliga.

Ingolstadt - Der FC Ingolstadt hat sein Bundesliga-Heimdebüt gegen Borussia Dortmund klar verloren. Im Interview blickt Stürmer Stefan Lex auf das Spiel zurück - und in die Zukunft.

Der BVB vermieste Ingolstadt das Heimdebüt mit 0:4, dazu mussten zwei verletzt raus: Konstantin Engel (Hüfte, längere Pause) und Benjamin Hübner (Knie). Die FCI-Chancen von Moritz Hartmann (49.) und Stefan Lex (62.) machte Keeper Roman Bürki zunichte. Ob’s trotzdem ein gelungener Einstand daheim war? Lex (25) gibt Auskunft.

Ausverkauftes Haus, Dortmund zu Gast: Wie behalten Sie das Heimdebüt in Erinnerung?

Lex: Für mich war es das erste Bundesliga­-Spiel überhaupt. Das war sicherlich an sich eine schöne Sache. Mit dem Ergebnis kann ich mich nicht anfreunden. Ich hoffe, da kommen noch Spiele, in denen wir mehr Punkte holen.

Das 0:4 klingt deutlicher als der Spielverlauf. Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen?

Lex: Wir haben uns lange gut gewehrt und das Ergebnis offengehalten. Wenn wir nach dem 2:0 bei meiner Chance das 2:1 gemacht hätten, hätten wir vielleicht noch mal hinkommen können. So hat sich am Ende die Qualität des Gegners gezeigt.

Nach der Partie stand das Team im Kreis zusammen. Was hat Trainer Hasenhüttl gesagt?

Lex: Er hat gemeint, dass wir es über weite Strecken gut gemacht haben, das Ergebnis am Ende zu hoch war, aber wir uns wieder auf die nächsten Aufgaben konzentrieren müssen. Und dass es nichts bringt, dem Spiel hinterherzuweinen. Wir wussten, dass es schwer wird und hätten sowieso null Punkte gehabt – ob wir 1:0 oder 4:0 verlieren.

Welche Unterschiede sehen Sie von der Zweiten zur Ersten Liga?

Lex: Wir haben 4:0 verloren. Ich kann mich nicht erinnern, dass das letztes Jahr mal der Fall war (lacht). Aber die Atmosphäre war super. Das Spiel war seit Wochen ausverkauft, alle haben sich drauf gefreut. Die Aufmerksamkeit ist sicher höher.

In der vergangenen Saison waren Sie Stammspieler, gegen den BVB wurden Sie eingewechselt. Wie gehen Sie damit um?

Lex: Mir war klar, dass in der Bundesliga Spiele kommen würden, wo ich nicht in der Startelf stehe, weil die Qualität nach oben hin immer höher wird. Ich freue mich, dass ich mein erstes Spiel gemacht habe. Natürlich freue ich mich aber auch, wenn ich von Anfang an spiele.

Als Nächstes geht es auswärts gegen den FC Augsburg (Europa-League-Teilnehmer), dann daheim gegen den VfL Wolfsburg (Champions-League-Teilnehmer). Die Gegner werden nicht leichter.

Lex: Klar. Wir haben aber keine Angst davor. Wir wollten unbedingt hoch und haben uns die schweren Aufgaben letztes Jahr erkämpft. Von daher freuen wir uns drauf und schauen, dass wir in den nächsten Spielen wieder punkten – egal, gegen wen es geht.

Aufgezeichnet von: so

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