Der Fußballclub mit dem Geißbock

1. FC Köln: Gründung, Erfolge, Stadion – Wissenswertes rund um den Verein

Der Geißbock Hennes ist das Maskottchen des 1. FC Köln
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Der Geißbock Hennes ist das Maskottchen des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln ist ein Fixpunkt in der Deutschen Bundesliga und hat mit dem Geißbock Hennes zweifellos das süßeste Maskottchen aller Bundesligavereine.

  • Der 1. FC Köln wurde bereits im Jahr 1948 gegründet.
  • Der Verein gewann bislang viermal den DFB-Pokal.
  • Das Maskottchen des 1. FC Köln ist ein Geißbock namens Hennes.

Köln – Der 1. FC Köln zählt zu den wichtigsten, beliebtesten und erfolgreichsten Vereinen im deutschen Fußball. Mit über 110.000 Mitgliedern ist er der größte Sportverein in Köln und der sechstgrößte in Deutschland. Der 1948 gegründete Club ist eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Bundesliga und spielte bis zu seinem Abstieg 1998 35 Jahre lang ohne Unterbrechung in dieser. Nach seinem Aufstieg im Jahr 2019 ist der1. FC wieder in der 1. Bundesliga vertreten.

Mit drei Deutschen Meistertiteln undvier DFB-Pokalsiegen zählt der 1. FC Köln zu den erfolgreichsten deutschen Fußballvereinen. Auf internationaler Ebene konnte der Kölner Club noch keine Titel gewinnen, erreichte jedoch einmal das Finale des UEFA-Pokals der Landesmeister und stand mehrfach im Halbfinale von UEFA-Wettbewerben.

1. FC Köln: Die Gründungsgeschichte

Fußball hatte in Köln eine lange Tradition. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Fußballvereine in der Metropole am Rhein gegründet. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Fußballbetrieb in Deutschland wieder aufgenommen wurde, spielten zwar zwei Kölner Clubs in der Oberliga West (der damals höchsten Spielklasse), jedoch ohne Chancen auf den Titel.

Franz Kremer (* 30. Juli 1905, † 11. November 1967), der Chef des Kölner Ballspiel-Clubs 1901 (kurz KBC), sah darin eine Chance, einen neuen Kölner Großverein mit Titelambitionen zu gründen. Kremers Anfrage an den SV Union Köln, mit dem KBC zu fusionieren, wurde jedoch abgelehnt. Danach richteten sich seine Fusionspläne an die SpVgg Sülz 07. Obwohl die beiden Vereine eine traditionelle Rivalität verband, schaffte es Kremer, das Vertrauen der SpVgg Sülz zu gewinnen.

Am 13. Februar 1948 stimmte die Mehrheit der Mitglieder beider Vereine für eine Fusion. Noch am selben Tag wurde ein neuer Verein in der Kneipe „Roggendorf“ im Stadtteil Sülz gegründet. Als Name für den neuen Club wurde „1. FC Köln“ gewählt – nicht zuletzt, um den hohen Anspruch des neuen Vereins zum Ausdruck zu bringen.

1. FC Köln: Vereinsfarben und Maskottchen

Da der 1. FC Köln bereits bei seiner Gründung den Anspruch hatte, sich als bester Fußballverein der Rheinmetropole zu etablieren, wurden von den Gründer bewusst die Kölner Stadtfarben Rot und Weiß als Vereinsfarben ausgewählt. Die Trikots der FC-Spieler ziert zudem der Kölner Dom als Wahrzeichen der Stadt.

Der 1. FC Köln ist definitiv derjenige deutsche Fußballclub mit dem berühmtesten und beliebtesten Maskottchen, einem Geißbock namens Hennes. Die Geschichte von Hennes geht auf das Jahr 1950 zurück, als die Zirkusdirektorin Carola Williams (* 1. Dezember 1903, † 11. Dezember 1987) dem Verein im Karneval einen kleinen Geißbock als Glücksbringer schenkte. Benannt wurde das Tier nach dem FC-Spieler der ersten Stunde und späteren Meistertrainer: Hennes Weisweiler.

Nach dem Tod von Hennes wurde die Tradition der Geißböcke als Maskottchen weitergeführt. Jeder neue Geißbock bekommt eine lateinische Ordnungszahl als Namenszusatz. Seit 2019 ist Hennes IX. im Amt. Hennes ist übrigens bei allen Heimspielen des 1. FC Köln im Stadion zugegen. Bei seinem Einlauf wird er von den Kölner Fans mit einem frenetischen Applaus begrüßt. Wenn Hennes nicht im Stadion verweilt, lebt er mit anderen Geißböcken im Kölner Zoo.

1. FC Köln: Das Heimstadion des Vereins

Spielstätte des 1. FC Köln ist seit 2004 das RheinEnergieStadion. Da das alte Müngersdorferstadion nicht den FIFA-Bestimmungen entsprach, musste für die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland ein neues Stadion erbaut werden. Der Spatenstich für das neue Kölner Stadion erfolgte Ende 2001. Nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren wurde das Rheinenergiestadion Anfang 2004 fertiggestellt. Im Gegensatz zum alten Müngersdorferstadion, das anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 1974 errichtet wurde, ist das neue Rheinenergiestadion ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn. Den Standort zeigt Google Maps an.

Das Stadion hat eine Kapazität von 50.000 Zuschauern, davon 41.825 Sitz- und 8.175 Stehplätze. Bei internationalen Wettbewerben wird die Kapazität auf 46.195 Plätze verkleinert. Da das Stadion bei vielen Spielen des 1. FC Köln ausverkauft ist, erwog der Club einen Ausbau der Kapazität auf bis zu 75.000 Plätze. Die Ausbaupläne erwiesen sich jedoch als wirtschaftlich nicht tragfähig, weshalb wegen der in Deutschland stattfindenden Europameisterschaft 2024 ein kleiner Ausbau vorgesehen ist.

1. FC Köln: Die Trainerhistorie im Überblick

Der 1. FC Köln gehört zu den Bundesligaclubs mit dem höchsten Trainerverschleiß. In den letzten 20 Spielzeiten wurde die Mannschaft von insgesamt 23 Coaches trainiert. Damit wechselt der 1. FC im Durchschnitt mindestens einmal pro Saison seinen Trainer.

Die drei erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte waren der Kroate Zlatko Čajkovski (* 24. November 1923, † 27. Juli 1998), Georg Knöpfle (* 15. Mai 1904, † 14. Dezember 1987) und Hennes Weisweiler (* 5. Dezember 1919, † 5. Juli 1983). Čajkovski gewann in der Saison 1961/62 den ersten Deutschen Meistertitel mit dem 1. FC Köln. Zwei Jahre später konnte Georg Knöpfle abermals die Meisterschale nach Köln holen. Den dritten und bislang letzten Meistertitel holte Hennes Weisweiler in der Spielzeit 1977/78 mit den Kölnern.

Zu den bekanntesten Trainern in Köln zählte auch der umstrittene Christoph Daum (66), der die Mannschaft in den Jahren 1986 bis 1990 und 2006 bis 2009 trainierte. In seiner Zeit als Trainer wurde der 1. FC Köln zweimal Deutscher Vizemeister und kam auch in internationalen Wettbewerben so weit wie noch nie in seiner Vereinsgeschichte. Aktueller Cheftrainer der Kölner ist Markus Gisdol (50), der das Mannschaftstraining seit Ende 2019 leitet.

1. FC Köln: Die Erfolge der Mannschaft

Der 1. FC Köln gehört zu den erfolgreichsten Fußballvereinen Deutschlands. Größte Erfolge der Vereinsgeschichte waren der dreimalige Gewinn der Deutschen Meisterschaft (1961/62, 1963/64 und 1977/78) und der viermalige Sieg im DFB-Pokal (1967/68, 1976/77, 1977/78 und 1982/83). Siebenmal wurde der 1. FC Deutscher Vizemeister und sechsmal stand der Verein im DFB-Pokalfinale.

Größter Erfolg auf internationaler Ebene war der Einzug in das Finale des UEFA Pokals im Jahr 1986. Obwohl das Rückspiel gegen Real Madrid gewonnen wurde, reichte die Tordifferenz nicht zum Gesamtsieg aus. In der Saison 1978/79 erreichte der 1. FC Köln das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister. Darüber hinaus stand die Mannschaft fünf weitere Male in einem Halbfinale eines internationalen Wettbewerbs.

Der 1. FC Köln ist einer der am längsten in der Deutschen Bundesliga spielenden Vereine. Das Gründungsmitglied konnte sich bis 1998 35 Jahre lang ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse halten. Seit der Saison 2018/19 ist der 1. FC nach einem Abstieg wieder zurück in der 1. Bundesliga. In der ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der Club aus Köln den achten Platz.

1. FC Köln: Die bedeutsamsten Transfers

Der 1. FC Köln zeichnet sich durch eine relativ vorsichtige Transferpolitik aus. Aufgrund des – verglichen mit anderen Bundesligaclubs – eher mittelgroßen Budgets, agieren die Kölner behutsam auf dem internationalen Transfermarkt und sind in den letzten Jahren nicht durch Rekordtransfers aufgefallen. Die größten Zukäufe der Kölner in den letzten Spielzeiten waren:

  • 2017/18 John Córdoba (27) vom FSV Mainz 05 für 17 Millionen Euro
  • 2017/18 Jannes Horn (23) vom VfL Wolfsburg für 7 Millionen Euro
  • 2017/18 Jorge Meré (23) von Sporting Gijón für 7 Millionen Euro
  • 2019/20 Sebastiaan Bornauw (21) vom RSC Anderlecht für 6 Millionen Euro
  • 2019/20 Ellyes Skhiri (25) vom HSC Montpellier für 6 Millionen Euro

Der mit Abstand größte Spielertransfer der letzten Spielsaisons war der Verkauf des Mittelstürmers

Anthony Modeste

(32) Ende der Saison 2018/19 an den chinesischen Verein

Tianjin Tianhai

. Dieser

Top-Transfer

der Vereinsgeschichte spülte

29 Millionen

Euro in die Vereinskasse des

1. FC Köln

. Ein weiterer

Top-Abgang

der letzten Jahre war der Verkauf des Mittelfeldspielers

Yannick Gerhardt

(26) zum Ende der Spielzeit 2016/17 zum

VfL Wolfsburg

für

13 Millionen

Euro.

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