Magath schreibt exklusiv in der tz

Hart aber Felix: Drei positive Überraschungen

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Felix Magath schreibt für die tz.

München - Felix Magath nimmt als tz-Kolumnist die Bundesliga unter die Lupe. Diese Woche schaut er sich die Laufbahnen von Dirk Schuster, Ralph Hasenhüttl und André Breitenreiter genauer an - die sind vergleichbar, beispielhaft und erklären den Erfolg.

Schon ist fast wieder die Hälfte der Bundesliga-Hinrunde gespielt und es steht eine Länderspiel-Pause an. Die kurze Unterbrechung will ich nutzen, drei positive Überraschungen hervorzuheben.

Die Leistung von Darmstadt 98 beeindruckt mich bisher. Ich kann zwar immer noch nicht glauben, dass dies so über 34 Spieltage funktioniert, aber Respekt verdienen die „Lilien“ schon jetzt – trotz der dramatischen Niederlage gegen Mainz. Das ist zuallererst ein Verdienst ihres Trainers Dirk Schuster. Er war als Aktiver sicher kein Star der Bundesliga und nicht nur bei Erfolgsclubs am Ball – aber in seiner Karriere hat er zahlreiche Chef-Trainer erlebt und sich einiges abgeschaut. Der Durchmarsch von Liga drei in die Bundesliga mit Darmstadt war bereits eine bemerkenswerte Leistung. Wie sich sein Team nun gegen die Top-Konkurrenz behauptet, lässt aufhorchen. Die Mannschaft steht defensiv stabil, kämpft und traut sich auch durchaus offensiv etwas zu. Schuster hat vor allem erkannt, welche Möglichkeiten in seinem Kader stecken. Hier holt er das Optimum heraus. Ein Trainer sollte nicht verkennen, dass nicht überall die Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann. Es funktioniert nicht, ein Fußball-Idealbild zu nehmen und von einer Mannschaft zu verlangen, dies so zu spielen – unabhängig von den Qualitäten der Spieler. Bei Bayern kann man als Trainer seine Wünsche umsetzen, bei allen anderen Vereinen muss man Kompromisse eingehen.

Genauso stellt sich die Situation bei Mitaufsteiger FC Ingolstadt und Coach Ralph Hasenhüttl dar. Bemerkenswerte 14 Punkte konnten die Schanzer schon einfahren – Lohn ist ein Platz im oberen Tabellen­drittel und ein Punktepolster nach unten, das so zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwarten war. Man darf gespannt sein, wohin der Weg noch führt.

Positiv ist – abgesehen vom gestrigen Heim-Debakel – sicher auch die Entwicklung beim FC Schalke 04. Dort wirkte das Team in der letzten Saison verunsichert und instabil. Nun hat ausgerechnet der Verkauf des vermeintlich besten Spielers im Kader – Julian Draxler – der Mannschaft einen Schub gegeben. Es wirkt, als seien die anderen Spieler enger zusammengerückt. Aber auch André Breitenreiter hat einen großen Anteil am Erfolg. ­André ist ein positiver Typ mit klarer Ansprache. Die Spieler nehmen ihm seine Äußerungen ab. Schalke spielt gewiss keinen Zauber-Fußball, steht aber kompakt und nutzt die Möglichkeiten nach vorne.

Die Laufbahnen von Dirk Schuster, Ralph Hasenhüttl und André Breitenreiter sind vergleichbar, beispielhaft und erklären den Erfolg: Erst waren sie Bundesliga-Profis, und dann gelang ihnen über Zwischenstationen bei kleineren Vereinen der Sprung zum großen Klub, beziehungsweise in die große Bundesliga. So erwirbt man sich die nötige Erfahrung und Autorität. Stuttgarts Alexander Zorniger zeigt, wie schwer der andere Weg ist. Weder als Aktiver noch als Trainer hat er sich qualifizieren können. Nun zahlte er mit dem VfB bereits ordentlich Lehrgeld.

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